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Der Fluch der goldenen Blume

China (Hongkong), 2006
Action, 110 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Man cheng jin dai huang jin jia

Kino-Start
26.04.2007

Regie
Zhang Yimou

Darsteller
Yun-Fat Chow (Kaiser Ping), Li Gong (Kaiserin Phoenix), Jay Chou (Prinz Jai), Ye Liu (Kronprinz Wan), Dahong Ni (Jiang), Junjie Qin (Prinz Yu), Man Li (Jiang Chan), Jin Chen (Mrs. Jiang)
Der Fluch der goldenen Blume - Kinoplakat
Der chinesische Regisseur Zhang Yimou ist dank seiner Martial-Arts-Filme wie "Hero" (2002) und "House of the Flying Dagger" (2004) auch dem Kinopublikum der westlichen Welt bestens bekannt. In "Der Fluch der goldenen Blume" beleuchtet Zhang Yimou nun Intrigengespinste, wie sie am chinesischen Kaiserhof vor über 1.000 Jahren herrschten.

China im Jahre 928 n. Chr.: Prinz Jie (Jay Chou), der zweitälteste Sohn des Kaisers Ping (Chow Yun Fat), hat drei Jahre als Führer des chinesischen Heeres gegen den Mongolen gekämpft. Jetzt kehrt er nach Hause zurück.

Doch am Palast herrscht eine gespannte Stimmung: Jeder scheint gegen jeden zu intrigieren, jeder scheint seine eigenen Machtpläne zu schmieden, und niemand ist vor solchen Ränkespielen sicher.

Da ist zum Beispiel die schöne Kaiserin Phoenix (Gong Li). Ihr wird ein illegitimes Verhältnis zu Jies Halbbruder, dem Kronprinzen Xiang (Liu Ye), nachgesagt. Doch die beiden haben sich aus unerklärlichen Gründen zerstritten. Während die Kaiserin kränkelnd wirkt, würde der Kronprinz am liebten den Hof ganz verlassen.

Prinz Cheng (Qin Junjie), der jüngste der drei Söhne der Kaiserfamilie, hält sich scheinbar aus den Ränkespielen heraus und steht loyal zu seinem Vater. Aber wie sich zeigt, ist auch diese Loyalität nur Mittel zum Zweck.

Schließlich kommt es in der Nacht vor dem Chong-Yang-Feiertag, dem Chrysanthemen-Fest, zu merkwürdigen Vorgängen am Hof: Erst erscheint eine mysteröse Wahrsagerin, die nicht minder mysteriöse Andeutungen über die Zukunft des Reiches macht, dann verlassen einige Angehörige des Hofstaates fluchtartig und - im Wortsinne - bei Nacht und Nebel den Palast.

Als am Feiertag selbst dann schließlich das Regentenpaar und die drei Söhne in aufwendige goldene Roben gehüllt zum traditionellen Festmahl im Prunksaal des Palastes erscheinen, bricht das Unheil mit voller Gewalt über die Kaiserliche Familie los...



Film-Inhalt  


Gong Li (die Königin), Chow Yun Fat (der König)
Gong Li (die Königin), Chow Yun Fat (der König)


  Zhang Yimou über seinen Film


Gong Li, Chow Yun Fat
Gong Li, Chow Yun Fat

"Der Fluch der goldenen Blume" ist mein dritter Film mit aufwendigen, actiongeladenen Kampfszenen. Ich halte aber nach wie vor die Story für das wichtigste Element eines Films. Action sollte man weniger als Inhalt, sondern vielmehr als eine Erzählform betrachten.

Die präzise choreographierten Kampfsequenzen in "Der Fluch der goldenen Blume" dienen dazu, innere Konflikte bildlich zu veräußerlichen. Sie enthüllen das komplizierte Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonisten und tragen stellvertretend deren Konflikte aus.

Die Geschichte, die mein Film erzählt, basiert auf Cao Yus 1933 entstandenem Drama "Das Gewitter", einem der berühmtesten und meistgespielten Stücke des chinesischen Theaters.

Die Handlung des Filmes ist allerdings auf die Zeit der späten Tang-Dynastie verlegt, spielt sich also vor mehr als 1.000 Jahren ab. Die Tang-Dynastie stellt eine der schillerndsten Phasen der chinesischen Geschichte dar, eine Zeit enormer Extravaganz und Prachtentfaltung.

"Eine Fassade aus Gold und Jade, aber darinnen krabbeln die Spinnen", lautet ein altes chinesisches Sprichwort. Es besagt, dass sich unter einer glanzvollen Schale häufig ein verfaulter Kern verbirgt, eine düstere Wahrheit, die irgendwann ans Tageslicht drängt. Das Sprichwort trifft sehr genau auf die Geschichte meines Films zu, denn die Herrscherfamilie, um die es darin geht, lebt zwar in einem luxuriösen goldenen Käfig, die Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern sind jedoch empfindlich gestört.



Die vergelichsweise kurze Periode der sog. "späten Tang-Dynastie" von 923-936 n.Chr. steht in klarem Kontrast zur Tang-Dynastie der früheren Jahrhunderte. Markierte nämlich die frühere Periode von 618 bis 907 n.Chr. ein "goldenes Zeitalter", in dem relative politische Stabilität, Wohlstand und Frieden herrschten, so war die Folgezeit durch Korruption, Uneinigkeit und bürgerkriegsähnliche Machtkämpfen geprägt.

Höfische Intrigen, grenzenloser Machthunger und ein ungezügelter Egoismus der Herrschenden führten zum Zerfall der politischen Zentralgewalt und schufen für den Zeitraum der folgenden rund fünfzig Jahre ein zerstückeltes Reich, über dessen Teilterritorien miteinander rivalisierende regionale Herrscher und selbsternannte Landesfürsten regierten.

Deshalb wird dieser Zeitabschnitt der chinesischen Geschichte auch als "Epoche der fünf Dynastien und zehn Königreiche" bezeichnet. Die Situation politischer Instabilität wurde zudem durch Angriffe der Mongolen im Norden und durch Attacken der Türken im Westen des Reiches weiter verstärkt.



Die späte Tang-Dynastie  


Qin Junjie (der jüngste Sohn Prinz Cheng), Gong Li, Liu Ye (Kronprinz Xiang)
Qin Junjie (der jüngste Sohn Prinz Cheng), Gong Li, Liu Ye (Kronprinz Xiang)
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Der Fluch der goldenen Blume" in der Regie von Zhang Yimou liefen am 26.04.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Valerie
Drama, Deutschland, 2006

The Marine
Actionthriller, USA, 2006

Pars: Operation Kirsche
Thriller, Türkei, 2007

Little Children
Kriminal-Drama, USA, 2006

Lieben und Lassen
Liebeskomödie, USA, 2006

Inland Empire
Mystery-Drama, USA, Polen, Frankreich, 2006

Dol - Tal der Trommeln
Drama, Deutschland, Irak, Frankreich, 2007

Die Hochstapler
Dokumentation, Deutschland, 2007



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