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Flutsch und weg

England, USA, 2006
Animation, 81 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Flushed Away

Kino-Start
07.12.2006

Regie
David Bowers, Sam Fell

Darsteller
Ralf Bauer (Roddy), Jessica Schwarz (Rita), Bert Franzke (Kröte), Frank-Otto Schwenk (Le Frosch), Frank Glaubrecht (Whitey)
Flutsch und weg - Kinoplakat
DreamWorks Animation und die britische Produktionsfirma Aardman Studio hatten in der Vergangenheit bereits bei "Chicken Run" und der Oscar-gekürten Produktion "Wallace & Gromit" eng zusammen gearbeitet. Mit "Flutsch und weg" bringen die beiden Studios jetzt eine Knetmännchen-Animation in die Kinos, in der dank moderner Computertechnik kein einziges Gramm Knetgummi verwendet wurde.

Roddy St. James (Ralf Bauer) gehört der gehobenen Mäuse-Gesellschaft von London an. Er lebt im noblen Stadtteil Kensington und verfügt über einen stets gut gefülltenn Kühlschrank. Von der wahren (Mäuse-)Welt auf den Straßen der Stadt hat er keine Ahnung.

Sein Luxusleben findet jedoch ein jähes Ende, als eines Tages ein ungebetener Gast namens Sid aus dem Spülbecken krabbelt. Ein kurzer Disput zwischen Sid und Roddy findet schnell sein Ende, als die beiden in Verkettung unglücklicher Umstände durch die Klospülung direkt in die Londoner Kanalisation transportiert werden.

In den Abwasserrohren unter der Stadt trifft Roddy auf die ausgelassene und etwas eigenwillige Rita (Jessica Schwarz), die sich gerade per Boot auf der Flucht vor dem krötenartigen Unterweltboss Toad befindet.

Nach vorläufiger Skepsis kommen sich die beiden doch sehr unterschiedlichen Mäuse langsam näher. Zunächst aber müssen sie mit Toad fertig werden, singende Nacktschnecken umschippern und dem Profikiller Le Frosch (Frank-Otto Schwenk) aus dem Weg gehen.



Film-Inhalt  


Ist böse: Unterweltboss Toad
Ist böse: Unterweltboss Toad


  Hintergrund


In Londons Unterwelt
In Londons Unterwelt

Da der Film in und unterhalb Londons spielt, begann das Produktions-Team als erstes, sich den Ort anzuschauen: "Wir machten unzählige Fotos" erinnert sich Co-Art Director Pierre-Oliver Vincent, "Wir nahmen jedes kleinste Detail zur Kenntnis - die Fenster, die Türen, die Treppen, die Beschriftung, denn diese Dinge sind in einer Stadt einzigartig. Wir haben wirklich versucht, das Gefühl dieser Stadt widerzugeben."

"Man denkt, dass es in London immer regnet und trüb ist", bemerkte Vincent, "es ist aber eigentlich sehr hell und glänzend dort. Wir sehen in London immer eine dunkle Stadt wegen des Wetters. Dabei ist sie sehr farbenprächtig. Es gibt eine Menge an roter und weißer Farbe. Die meisten der Fenster haben einen weißen Rahmen. Die Türen sind oft leuchtend blau oder grün oder rot. Sogar die Ziegelsteine sind farbig."

Für den Film wurden Hintergrund-Gemälde von London angefertigt. "Wir machten Fotos von den echten Plätzen", sagt Ronn Brown, der für die Hintergrundzeichnungen verantwortlich war. "Nachdem wir die Fotos hatten, machten wir eine Art von Collage. Als wir dann malten, nahmen wir all die Fotografien zusammen, ergänzten das Licht, die Größen und die Form. Das führte zu einem realistischen Stil im Film, aber immer noch im Aardman-Stil. Zum Beispiel haben wir Big Ben etwas dem Aardman-Stil angepasst."



"Anfangs dachten wir, einen Stop-Frame-Film mit einer Menge CG-Technik machen zu wollen", sagt Aardmans Mitbegründer und Produzent David Sproxton. "Aber als wir sahen, wie viel wir am Computer machen müssten - die langen Tunnel, die großen Sets, das Wasser - da dachten wir - warum nicht den ganzen Film in CG produzieren?"

Mitbegründer von Aardman und Produzent Peter Lord erklärt: "Wasser ist ein wichtiges Element in diesem Film, und das stellte uns vor die schwierige Aufgabe bei der Stop-Frame-Animation. "Wenn wir sonst mit Wasser arbeiten, ist es normalerweise eine kleine Sache, mal einen Spritzer zu animieren, oder eine Träne rinnt bei einem der Charaktere die Wangen herunter. Aber ein Boot mit hoher Geschwindigkeit auf einem Fluss zu haben, verfolgt von Bösewichten auf Schneebesen, das war mit dieser Technik einfach nicht möglich."

Der verantwortliche Mann für die Effekte, Yancy Lindquist, kommentiert: "Wir haben hier fließendes Wasser. Und wir haben Wasser, das durch die Rohre fließt. Wir haben eine Unmenge von gefrorenem Wasser. Und das alles braucht eine etwas unterschiedliche Technik."



Animationsproblem Wasser  


Roddy in Nöten.
Roddy in Nöten.
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Flutsch und weg" in der Regie von David Bowers, Sam Fell liefen am 07.12.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

The Saddest Music in the World
Musical-Drama, Kanada, 2003

Niceland
Drama, Island, Dänemark, Deutschland, England, 2004

Es begab sich aber zu der Zeit...
Drama, USA, 2006

Die Bewohner der Eremitage
Dokumentation, Holland, Russland, 2003

Der Pakt - The Covenant
Horrorthriller, USA, 2006

Der Lebensversicherer
Drama, Deutschland, 2006

Departed: Unter Feinden
Action-Thriller, USA, 2006

Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez
Dokumentation, Deutschland, 2006



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