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Flyboys - Helden der Lüfte

Frankreich, USA, 2006
Action-Abenteuer, 139 Minuten

Originaltitel
Flyboys

Kino-Start
10.05.2007

Regie
Tony Bill

Darsteller
James Franco (Blaine Rawlings), Scott Hazell (Cinema Usher), Mac McDonald (Sheriff Detweiller), Philip Winchester (William Jensen), Todd Boyce (Mr. Jensen), Michael Jibson (Lyle Porter), Karen Ford (Mrs. Jensen), Ruth Bradley (Laura), Abdul Salis (Eugene Skinner), Tim Pigott-Smith (Mr. Lowry), Tyler Labine (Briggs Lowry), Gail Downey (Mrs. Lowry), David Ellison (Eddie Beagle), Jean Reno (Captain Thenault), Augustin Legrand (L.T. Giroux)
Flyboys - Helden der Lüfte - Kinoplakat
Tony Bill dürfte dem deutschen Publikum kaum bekannt sein, hat er in der Vergangenheit doch vorwiegend in TV-Serien Nebenrollen gespielt und nur vereinzelt Regie geführt. In "Flyboys" nimmt er sich eines Themas an, das seit Jahrzehnten in den Kinos keine Rolle spielte und dennoch Unmengen an Stoff für Heldengeschichten, Action und Dramen bereithält: Die Geschichte der Kampfpiloten im Ersten Weltkrieg.

Europa im Jahre 1916: Auf den französischen Schlachtfeldern tobt nun schon seit zwei Jahren der Erste Weltkrieg. Amerika verhält sich offziell noch neutral, und dennoch ziehen einige "US-Boys" freiwillig nach Europa, um an der Seite der Allierten zu kämpfen. Eine kleine Gruppe von ihnen bildet bald ein eigenes Luftgeschwader, um gegen die technisch wie fliegerisch überlegenen Deutschen anzutreten.

Unter diesen ersten Kampfpiloten ist der Texaner Blaine Rawlings (James Franco), dessen Familie ihre angestammte Ranch aufgeben musste, da ist der Fremdenlegionär Higgins (Christien Anholt), der von einer Sanitätstruppe hinzukommt, und da ist schließlich William Jensen (Philip Winchester), Sohn eines Kavallerieoffziers aus Nebraska.

Unter der Leitung des französischen Hauptmanns Georges Thenault (Jean Reno) müssen die Freiwilligen an einem harten Trainingsprogramm teilnehmen, um sich für die ersten Kampfeinsätze fitzumachen.

Bald schon müssen Rawlings und seine Kameraden in ersten Gefechten den heftigen Nahkampf in der Luft erleben, dessen verheerende Verluste ihre schlimmsten Befürchtungen noch bei weitem übertreffen. Die gut ausgebildeten deutschen Piloten in ihren überlegenen Fokker-Maschinen tauchen wie aus dem Nichts auf, um die französischen Flugzeuge abzuschießen.

Bei einer Trauerfeier für ihre gefallenen Freunde erfahren die Amerikaner die ganze harte Wahrheit der nüchternen Statistik: Ein Pilot überlebt an der Front weniger als drei Wochen...



Film-Inhalt  


Auf in die Schlacht
Auf in die Schlacht


  Hintergrund


Luftkampf im I. Weltkrieg
Luftkampf im I. Weltkrieg

Als Produzent Dean Devlin das Script von "Flyboys" in die Hände bekam, konnte er sich an keinen Film erinnern, der den Piloten des Ersten Weltkriegs je gerecht geworden wäre.

"Ich habe dieses Chaos am Himmel nie sehen können, das diese Menschen erlebten", sagt Devlin. "Ich wusste aber, dass wir jetzt mit moderner Technik und Spezialeffekten zeigen könnten, was damals passierte, was diese außergewöhnlichen tapferen jungen Männer wirklich durchmachten."

"Es gibt mehrere Generationen, die diese Flugzeuge noch nie im Einsatz gesehen haben", sagt der Ausführende Produzent Philip Goldfarb. "Wenn ich mich recht entsinne, gab es 'Der blaue Max' und 'Der rote Baron – Manfred von Richthofen', und das war's dann schon. Das ist lange her."

Es ist sogar noch länger her, über 75 Jahre, dass ein großer Film sich der Escadrille Lafayette annahm: "Wings" (1929) war der erste davon und gewann 1929 den ersten Oscar als "Bester Film". "Start in die Dämmerung" und "Engel der Hölle" folgten ein Jahr später und waren beide ebenfalls äußerst erfolgreich.

"Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hatten die meisten Menschen noch nie ein Flugzeug gesehen, geschweige denn, dass sie in einem geflogen wären", sagt Regisseur Tony Bill. "Ende 1903 flogen die Gebrüder Wright bei Kitty Hawk, aber ansonsten dümpelte das Interesse an der Fliegerei so vor sich hin. Die technische Entwicklung war bis Ausbruch des Krieges kaum weitergekommen. Bis dahin war noch kaum jemand in einem Auto gefahren, also waren die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs für ihre Zeit so etwas wie Raumschiffe heute. Es gab keine vernünftigen Cockpits, keinen Schutz, keine Fallschirme. Der kleinste Funke konnte tödlich sein. Sie waren quasi leicht entflammbare, fliegende Zielscheiben."

Tony Bill wollte detailgenau zeigen, wie es den tapferen Piloten erging, die sich für den Einsatz in offenen Flugzeugen entschieden, die aus wenig mehr als Leinen, Tuch, Holz und Draht bestanden.



Die erste militärische Nutzung des Luftraums fand bereits um 1865 während des amerikanischen Bürgerkrieges statt und bestand im Einsatz von Ballons zur Aufklärung und zur Artilleriebeobachtung.

Den ersten Angriff aus der Luft führte am 22. August 1849 die österreichische Armee aus, indem sie aus Heißluftballonen Brandbomben auf Venedig abwarf.

Der erste Einsatz eines Flugzeugs in der Kriegsführung war der Flug einer italienischen Etrich-Taube, die am 22. Oktober 1911 vom lybischen Tripolis aus ein türkisches Militärlager aufklärte. Anschließend bewarf der Pilot das Lager mit Granaten und schoss mit seinem Revolver auf den Feind.

Der italienische General Giulio Douhet gilt als Begründer der Luftkriegstheorie. Bereits um 1911 forderte er Flugzeuge, die speziell zur Bombardierung gebaut werden sollten.

Die ab 1916 in Deutschland gebaute Fokker E-III gilt als erstes in Serie gefertigtes Jagdflugzeug der Welt. Eine der herausragendsten Eigenschaften dieses Flugzeuges war ein synchronisiertes Maschinengewehr, dass durch den Propellerkreis schoss.

Dadurch war es den Piloten möglich, auf feindliche Flugzeuge zu zielen und sie während des Beschusses im Auge zu behalten. Im Gegensatz hierzu waren bei den französischen Flugzeugen zu diesem Zeitpunkt die Maschinengewehre entweder so hoch installiert, dass sie über den Propeller hinweg schossen, oder sie feuerten unsynchronisiert durch den Propeller hindurch. Beides erschwerte wesentlich das Zielen.

Im ersten Fall stimmte die Längsachse des Maschinengewehres nicht mit der Zielachse überein, was in Abhängigkeit von der Entfernung zu wechselnden Vorhaltewinkeln führte. Im zweiten Fall trafen zwangsweise einige der verschossenen Kugeln auf den Propeller und wurden durch diesen teilweise abgelenkt. Einige Kugeln wurden so stark abgelenkt, dass sie für den Schützen selbst zur Gefahr wurden.

Daher gingen die alliierten Piloten beim Abfeuern einer Salve auf "Tauchstation", konnten ihr Ziel also nicht im Auge behalten, da sie buchstäblich den Kopf einziehen mussten.



Schuss durch den Propeller  


Hauptmann Georges Thenault (Jean Reno)
Hauptmann Georges Thenault (Jean Reno)
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Flyboys - Helden der Lüfte" in der Regie von Tony Bill liefen am 10.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Unsichtbar - Zwischen zwei Welten
Mystery-Thriller, USA, Kanada, 2007

How to cook your Life
Dokumentation, Deutschland, 2007

Die Eisprinzen
Komödie, USA, 2007

Das doppelte Lottchen
Zeichentrick, Deutschland, 2007

Crash Test Dummies
Tragikomödie, Österreich, 2005

Black Book
Thriller, Holland, England, Deutschland, 2006

1:1 - Eins zu Eins
Drama, Dänemark, 2006



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