Als Produzent Dean Devlin das Script von "Flyboys" in die Hände bekam, konnte er sich an keinen Film erinnern, der den Piloten des
Ersten Weltkriegs je gerecht geworden wäre.
"Ich habe dieses Chaos am Himmel nie sehen können, das diese Menschen erlebten", sagt Devlin. "Ich wusste aber, dass wir jetzt mit moderner Technik und Spezialeffekten zeigen könnten, was damals passierte, was diese außergewöhnlichen tapferen jungen Männer wirklich durchmachten."
"Es gibt mehrere Generationen, die diese Flugzeuge noch nie im Einsatz gesehen haben", sagt der Ausführende Produzent
Philip Goldfarb. "Wenn ich mich recht entsinne, gab es 'Der blaue Max' und 'Der rote Baron – Manfred von Richthofen', und das
war's dann schon. Das ist lange her."
Es ist sogar noch länger her, über 75 Jahre, dass ein großer Film sich der Escadrille Lafayette annahm: "Wings" (1929) war der
erste davon und gewann 1929 den ersten Oscar als "Bester Film". "Start in die Dämmerung" und "Engel der Hölle" folgten ein Jahr später und waren beide ebenfalls äußerst erfolgreich.
"Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hatten die meisten Menschen noch nie ein Flugzeug gesehen, geschweige denn, dass sie in
einem geflogen wären", sagt Regisseur Tony Bill. "Ende 1903 flogen die Gebrüder Wright bei Kitty Hawk, aber ansonsten dümpelte das
Interesse an der Fliegerei so vor sich hin. Die technische Entwicklung war bis Ausbruch des Krieges kaum weitergekommen. Bis
dahin war noch kaum jemand in einem Auto gefahren, also waren die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs für ihre Zeit so etwas wie
Raumschiffe heute. Es gab keine vernünftigen Cockpits, keinen Schutz, keine Fallschirme. Der kleinste Funke konnte tödlich sein.
Sie waren quasi leicht entflammbare, fliegende Zielscheiben."
Tony Bill wollte detailgenau zeigen, wie es den tapferen Piloten erging, die sich für den Einsatz in offenen Flugzeugen entschieden,
die aus wenig mehr als Leinen, Tuch, Holz und Draht bestanden.