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The Fountain

USA, 2006
Drama

Originaltitel
The Fountain

Kino-Start
18.01.2007

Regie
Darren Aronofsky

Darsteller
Hugh Jackman (Tomas / Tommy / Dr. Tom Creo), Rachel Weisz (Königin Isabel / Izzi), Ellen Burstyn (Dr. Lillian Guzetti), Mark Margolis (Pater Avila), Stephen McHattie (Großinquisitor Silecio), Fernando Hernandez (Herrscher von Xibalba), Cliff Curtis (Captain Ariel), Sean Patrick Thomas (Antonio), Donna Murphy (Betty), Ethan Suplee (Manny), Richard McMillan (Henry), Lorne Brass (Dr. Alan Lipper), Abraham Aronofsky (Labortechniker), Renee Asofsky (Labortechniker), Anish Majumdar (Dr. Spencer), Janique Kearns (Krankenschwester), Boyd Banks (Dominikanermönch), Alexander Bisping (Infanterist Del Toro), Kevin Kelsall (Infanterist Rivera), Patrick Vandal (Infanterist Galleano), Marcello Bezina (Infanterist Borjes)
The Fountain - Kinoplakat
Sechs Jahre hat Regisseur Darren Aronofsky nach seinem gefeierten "Requiem For A Dream" gebraucht, um sein nächstes Werk fertigzustellen. Was lange währt, wird endlich gut - das gilt auch für "The Fountain", das bei namhaften Festivals aufgeführt wurde, so in Deauville, Venedig und in Toronto.

Südamerika im sechzehnten Jahrhundert: Die Spanier sind dabei, die Länder zu erobern und sich der prächtigen Schätze der Maya zu ermächtigen. Der Conquistador Tomas (Hugh Jackman) stößt mit seinen Männern auf eine heilige Stätte, die jedoch kein Gold verbirgt, sondern etwas viel wertvolleres: Dort befindet sich ein Baum, der das ewige Leben verheißt...

Im Heimatland der Eroberer sieht sich derweil die Königin Isabel (Rachel Weisz) den Verfolgungen der spanischen Inquisition ausgesetzt. Sie hofft auf den Erfolg ihres Abgesandten, um mit dessen Eroberung des Tempels ihre eigene Macht zu sichern. Sie hat Tomas ihre Zuneigung versichert, wenn er ihr zur Unsterblichkeit verhülfe...

In unserer Zeit arbeitet Dr. Tom Creo (ebenfalls Hugh Jackman) fieberhaft an einem Mittel, das den Krebs besiegen soll. Mit Hilfe von Essenzen aus einem Baumd aus Südamerika erzielt er im Tierversuch einen Durchbruch: Der Affe, der als Versuchstier eingesetzt wird, zeigt eine spontane Heilung. Der Forscher arbeitet jedoch nicht uneigennützig: Seine Frau Izzi (ebenfalls Rachel Weisz) ist an einem Tumor erkrankt. Sie hat ihre eigene Art, mit dem drohenden Tod umzugehen: Sie schreibt für ihren Ehemann ein Buch...

Jahrhunderte später bereist Astronaut Tommy die Galaxie auf dem Weg zu einem legendären Ort. Es ist der ferne Sternennebel Xibalba, an dem sich den Sagen der Mayas zufolge das Totenreich befinden soll, das die Geister nach ihrem Tod aufsuchen. So wird dieses Mysterium für Tommy ein Flug in die Unendlichkeit...



Film-Inhalt  


Reisender durch Raum und Zeit: Tom (Hugh Jackman)
Reisender durch Raum und Zeit: Tom (Hugh Jackman)


  Film-Kritik


Izzi (Rachel Weisz) beobachtet mit Tom das All
Izzi (Rachel Weisz) beobachtet mit Tom das All

Schon in seinem ersten Spielfilm "Pi" (1998) hat Darren Aronofsky als Regisseur souverän demonstiert, wie eindrucksvoll er imstande ist, fiktionale Realität und Mystik künstlerisch zu verknüpfen. In "The Fountain" greift er eine fundamentale Frage des Menschen auf - seine Sterblichkeit und den Wunsch, selbige zu überwinden, und bannt ein stimmiges Werk aus Science Fiction, Abenteuer und Lovestory auf Zelluloid.

Formal und inhaltlich erinnert der Film sehr stark an Stanley Kubricks Meisterwerk "2001 - Odyssee im Weltraum" (2001: A Space Odyssey). Auch in "The Fountain" wird die Erzählstruktur in verschiedenen zeitlichen und räumlichen Ebenen entwickelt, in denen die Protagonisten in unterschiedlichen Inkarnationen agieren. Das fordert vom Zuschauer ein hohes Maß an Konzentration, belohnt ihn aber mit einem emotional bewegenden und visuell überwältigenden Filmerlebnis.

Während er die Liebesgeschichte verfolgt, zu philosophischen Überlegungen animiert wird und nebenbei noch manches Rätsel zu lösen hat, breitet sich ein Kaleidoskop aus wunderschönen, teils surrealen Bildern vor seinen Augen aus, passend ergänzt durch den packenden Soundtrack, den das Kronos Quartet machtvoll einspielt. "The Fountain" ist für alle zu empfehlen, die ein cineastisches Ereignis abseits ausgetretener Pfade suchen.



Bei den Effekten wollte Aronofsky etwas zeitloses schaffen und experimentierte mit seiner eigenen Firma "Amoeba Proteus" unter Mitwirkung von deren Mitarbeitern Jeremy Dawson und Dan Schrecker, worauf er sich dann der Hilfe des Optik-Experten Peter Parks bediente, der unter anderem visuelle Sequenzen bei "Superman" (1978) entstehen ließ.

Dabei sollte der Look originär nicht im Computer generiert werden. Stattdessen wurden Aufnahmen chemischer Reaktionen verwendet, die denen ähneln, wie sie auch das Hubble-Teleskop liefert. Mit digitaler Bearbeitung entstand daraus schließlich das Raumschiff, das durch den stellaren Nebel fliegt. Um den Raumfahrer in diese Sequenzen zu befördern, wurde Darsteller Hugh Jackman vor Greenscreen gedreht und anschließend in die Bilder hineinmontiert.

Bei der Beleuchtung beschritten die Techniker einen ungewöhnlichen Weg: Der Hintergrund des Weltalls wurde während des Drehs auf das Set projiziert, damit das Licht der verschiedenen Teile besser beurteilt werden konnte und bei der nachträglichen Kombination besser zusammen passte.

Handarbeit war auch bei den Blüten angesagt, die aus Tomas´ Körper sprießen. "Wir nahmen etwa 60 große Plastikblasen und klebten Blätter und Blumen darauf. Sobald man sie aufblies, sahen sie wie richtige Sträuße aus. Hugh hatte sogar eine davon in seinem Mund. Die einzige Schwierigkeit war es dann nur noch, gleichzeitig den richtigen Luftdruck zu erzeugen."

Auch der Baum des Lebens wurde als greifbares, vier Meter hohes Modell gefertigt. Der Brunnen davor wurde allerdings im Computer kreiert, ebenso wie der Maya-Tempel in der Totalen und Teile des Palastes in Sevilla.



Hintergrund  


Wächter bedroht Tomas (Hugh Jackman) im Maya-Tempel
Wächter bedroht Tomas (Hugh Jackman) im Maya-Tempel

► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "The Fountain" in der Regie von Darren Aronofsky liefen am 18.01.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wer Feuer sät...
Drama, USA, England, Südafrika, 2006

Unser täglich Brot
Dokumentation, Deutschland, Österreich, 2005

The Return
Thriller, USA, 2006

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
Horror, USA, 2006

Schwere Jungs
Sportkomödie, Deutschland, Schweiz, Tschechien, 2006

Rache ist Sexy
Romantik-Komödie, USA, 2006

Krass
Tragikomödie, USA, 2006

Flags of Our Fathers
Kriegsdrama, USA, 2006

Die Unzerbrechlichen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Das Streben nach Glück
Drama, USA, 2006

Dancing with myself
Dokumentation, Deutschland, 2005

Chanson d´amour
Liebesdrama, Frankreich, 2006



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