Hintergrund der "Feedom Writers" sind die Rassenunruhen in Los Angeles, die am 29. April 1992 ausbrachen und bis zum 3. Mai anhielten. Auslöser der Unruhen war der Freispruch von vier Polizisten, denen vorgeworfen wurde, etwa ein Jahr zuvor den Afroamerikaner Rodney King bei seiner Festnahme misshandelt zu haben.
Der damals 24jährige Rodney King geriet am Abend des 3. März 1991 in eine Verkehrskontrolle in der Nähe von Los Angeles. King, der zu diesem Zeitpunkt nach Teilverbüßung einer Haftstrafe wegen eines Raubüberfalls auf ein Tabakwarengeschäft auf Bewährung auf freiem Fuß war, flüchtete mit seinem Fahrzeug und lieferte sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd. Als er schließlich gestoppt wurde, widersetzte er sich der Festnahme und begann wild um sich zu schlagen. Er wurde von insgesamt sechs Beamten überwältigt, die ihn mit mindestens 50 Stockschlägen und zahlreichen Tritten auch dann noch traktierten, als er längst am Boden lag.
Die Szene wurde zufällig von einem Passanten gefilmt und löste erhebliches Entsetzen in der Öffentlichkeit aus. Es wurde daher allgemein mit einer relaitv hohen Bestrafung der Polizisten gerechnet.
Als am 29. April 1992 das Geschworenengericht den überraschenden Freispruch für die Beamten verkündete, brachen noch am gleichen Abend gewalttätige Unruhen der afroamerikanischen Bevölkerung von Los Angeles aus. Geschäfte wurden geplündert, Häuser niedergebrannt, Passanten mit Steinen beworfen und schließlich Polizisten beschossen. Die Gewalttätigkeiten ließen sich erst nach fünf Tagen unter Einsatz von 20.000 Angehörigen der Nationalgarde niederschlagen. Insgesamt kamen 70 Menschen ums Leben, 800 Gebäude wurden beschädigt und 200 Polizisten und Nationalgardisten verletzt.
In einem Berufungsverfahren wurden später zwei der vier Polizisten, die Rodney King festgenommen hatten, zu zweieinhalbjährigen Haftstrafen verurteilt; King erhielt ein Schmerzensgeld von 3,8 Millionen Dollar.
In den folgenden Jahren beging Rodney King zahlreiche weitere Straftaten und wurde mehrfach wegen Drogenhandels, Körperverletzung und diverser Verkehrsvergehen verurteilt. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten (2006) befand sich King in einer geschlossenen Suchtklink. Sein Schmerzensgeld hat er vollständig verbraucht.