Die kleine Lila (Bertille Noël-Bruneau) streift an einem sonnigen Morgen durch die Natur, als ihre Aufmerksamkeit von einem Rotuchs geweckt wird, der sich gerade auf der Jagd befindet. Die Schönheit des Geschöpfes beeindruckt das Mädchen so sehr, dass sie denkt, ihr Herz würde zerspringen. Sie fasst den Entschluss, wiederzukommen und das scheue Tier zu zähmen.
Ein wenig später hatte es geschneit, und das weiße Pulver ließ die Fährten der Tiere deutlich erkennen: Rehe, Hasen, Wildschweine - und dann findet Lila auch die Fußspuren des Fuchses. Sie folgt ihnen in den Wald hinein, singt fröhliche Lieder und entdeckt eine ganz neue Art, sich fortzubewegen. An einer Stelle lässt er sie viermal passieren.
Lila ist klar, dass der Winter, der für sie eine schöne Jahreszeit ist, für den Fuchs eine Bedrohung darstellt - für ihn lautet das Motto: Fressen oder gefressen werden. So ist der Fuchs nicht nur ein Raubtier, selbst wird er von einem Luchs und sogar einem Rudel Wölfe gejagt. Dann geht der Winter zu Ende, und das Mädchen belauscht die Paarungsrufe, mit denen der Fuchs und die Fähe zusammenfinden. Ihr Gesang wirkt auf Lisa wie Hexen, die auf Besen reiten.
Dann naht der Frühling, und trotzdem ist die Kleine sehr besorgt um "ihren" Fuchs. Die Leute in der Gegend haben einen Feldzug gegen das Raubtier gestartet. Mit Giftfallen und Gewehren versuchen sie ihrem vermeintlichen Nahrungskonkurrenten auf den Pelz zu rücken. Lisa kann nicht verstehen, dass manche Menschen diese Tiere für schädlich halten.
Sie findet sie einfach nur schön. Aber immer wieder verliert sie den Kontakt zu ihrem Favoriten, um so erfreuter ist sie, als sie ihn dann wiedersieht. Und dann ist sie überrascht, dass es sich bei ihrem Fuchs um eine Füchsin handelt, die mittlerweile Junge bekommen hat, die sie bemüht ist, zu verstecken, weil sie Lisas Witterung aufgenommen hat.
Während der Ferien hat das Mädchen nun viel Zeit, dem Tier näher zu kommen, und nun bringt sie auch mehr Geduld auf. So wartet sie manchmal einige Tage, bis sie den Fuchs wiedersieht. Und allmählich scheint sich das scheue Tier an seinen Verfolger zu gewöhnen, sie fasst mit der Zeit Zutrauen, und schließlich werden Lila und der Fuchs zu Freunden...