Als Michel Humeau (François Berléand), Vorsitzender eines globalen Industriekonzerns, beim Verlassen seines Büros festgenommen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. In Gegenwart seines Anwalts Parlebas (Jean-Christophe Bouvet) konfrontiert ihn die Ermittlungsrichterin Jeanne Charmant-Killman (Isabelle Huppert) mit einer ganzen Latte von Vorwürfen, angefangen bei Veruntreuung, Unterschlagung und Bilanzfälschung. Sie macht keinen Hehl daraus, in diesem Fall ein Exempel statuieren zu wollen. Die drei Geschäftsleute, die im Restaurant Meurice zu einem Meeting zusammengekommen sind, warten vergebens auf den Firmenchef. Als sie von dessen Verhaftung erfahren, wissen sie, dass sie etwas unternehmen müssen.
Das Material für ihre Anklage hat Jeanne von Jacques Sibaud (Patrick Bruel) erhalten, der damit die Karriereleiter emporsteigt: Er wird selbst neuer Boss in Humeaus Unternehmen. Der charmante Geschäftsmann versucht seine Kontakte zur Richterin zu vertiefen, doch Jeanne merkt bereits, dass sie aufpassen muss, in diesem brisanten Fall Neutralität zu wahren. Mit allen Mitteln versucht sie, mehr Licht in diese sich ausweitende Affäre zu bringen und setzt den Delinquenten unter Druck - Die Bloßstellung von Humeaus außerehelichem Verhältnis, eine richterliche Durchsuchung von dessen Haus in Anwesenheit der Ehefrau Nicole (Michelle Goddet), eine Inspektion seiner Zelle und sogar eine Leibesvisitation zeigen, dass sie vor keinem Mittel zurückschreckt. Und in der Tat: Die Vorwürfe weiten sich aus, und die Zahl der Verdächtigen nimmt zu. Das Konsortium soll Einfluss auf die Entscheidungen auswärtiger Regierungen genommen haben, und in den Fall sind offensichtlich auch hochrangige Politiker verwickelt.
Während Jeannes Untersuchungen immer weitere Kreise ziehen, gibt es zuhause Besuch: Félix (Thomas Chabrol), der Neffe ihres Ehemannes Philippe (Robin Renucci), wohnt für einige Tage bei ihnen. Die Gespräche mit dem unbekümmerten jungen Mann bauen die gestresste Frau wieder auf, und es entwickelt sich gar eine innige Beziehung zwischen den beiden. Das Verhältnis zum Gatten gerät hingegen zunehmend unter Spannung. Der Arzt Philippe, der die Tochter einer Hausmeisterin gegen den Willen seiner Familie geheiratet hatte, leidet unter der öffentlichen Aufmerksamkeit, die seine Frau erfährt. Als Jeanne eines abends wegen Bremsversagens einen Unfall baut, ist sie überzeugt, Opfer einer Sabotage zu sein. Daher werden ihr Bewacher zur Seite gestellt, doch das verschärft nur ihre Probleme: Die weitere Beschneidung der Privatsphäre führt zum handfesten Streit mit Philippe, worauf Jeanne auszieht. Doch kurz darauf erfährt sie, dass er sich aus dem Fenster gestürzt hat. Und der Einfluss aus Kreisen von Wirtschaft und Politik scheint Erfolg zu zeigen: Gerichtspräsident Martino (Pierre Vernier) zieht Jeanne von dem Fall ab...