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GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln

Deutschland, 2007
Komödie, 120 Minuten

Originaltitel
GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln

Kino-Start
31.05.2007

Regie
Boris Anderson, Ansgar Ahlers, Marcel Ahrens, Sabine Bernardi, Axel Bold, Savas Ceviz, David Dietl, Johannes Harth, Marion Kracht, Andre F. Nebe, Carolin Otterbach, Kerstin Polte, Christine Repond, Andreas Samland, Harald Siebler, Suzanne von Borsody, Joh

Darsteller
Art. 1: Kurt Krömer, Friederike Wagner; Art. 2: Axel Neumann, Max Riemelt; Art. 3: Jürgen Schornagel, Katharina Wackernagel; Art. 4: Beata Lehmann, Harald Schrott; Art. 5: Karoline Eichhorn, Justus von Dohnanyi; Art. 6: Lars Gärtner, Traute Höss; Art. 7: Adriana Altaras, Stephan Dellgrün, Marco Horsch; Art. 8: Ellen Schwiers, Luca Zamperoni; Art. 9: Thomas Hölzl, Jessica Kosmalla, Sven Walser; Art. 10: Olaf Krätke, Nikolaus Okonkwo; Art. 11: Martin Brambach, Arndt Schwering-Sohnrey; Art. 12: Michaela Rosen, Elena Uhlig; Art. 13: Martin Ontrop, Anna Thalbach; Art. 14: Katja Brenner, Christian Tasche; Art. 15: Thomas Dehler, Anna Schudt; Art. 16: Michael Lott, Tobias Oertel; Art. 17: Demir Gökgöl, Stephan Grossmann; Art. 18: Peter Jordan, Josef Ostendorf; Art. 19: Dorkas Kiefer, Hans-Peter Korff, George Lenz, Brigitte Zypries
GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln - Kinoplakat
Zum 55. Geburtstag des Grundgesetzes rief der bislang als Theaterregisseur bekannte Produzent Harald Siebler deutschlandweit Filmemacher auf, sich an einem neuartigen, engagierten Filmprojekt zu beteiligen. Unterstützt von namhaften Politikern drehten 19 Regisseure jeweils eine Episode zu einem der Artikel über die Grundrechte.

Die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland beschreiben die Grundrechte des deutschen Volkes. Dass diese Grundrechte nicht immer so gewahrt werden, wie sich die Väter des Grundgesetztes das vorgestellt hätten, ist leider oft Alltag und Gegenstand der Verhandlungen vor den Verfassungsgerichten von Bund und Ländern. Dass eine Verfassung als Drehbuchvorlage für einen Episodenfilm dient, ist hingegen neu.

Auch "GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln" beschreibt den Widerspruch von Anspruch und Wirklichkeit in neunzehn Episoden, für die jeweils ein Regisseur verantwortlich war. Die Situationen, in denen die Schutzrechte von Menschen durch den Staat beeinträchtigt werden, stellen sich mal dachdenklich, mal anklagend, hin und wieder absurd und oft mit einigem Humor dar.

Ob ein Familienvater beim brutalen Verhör in seiner Menschenwürde verletzt wird, in einem steckengebliebenen Fahrstuhl die Emanzipation leidet, eine alte Dame unterwartete Unterstützung bei einer Demonstration erhält oder eine Friseurin unerwarteten Nachwuchs angekündigt bekommt, wird doch immer deutlich, dass jeder in die Lage kommen kann, dass seine Grundrechte beeinträchtigt werden.

Die Drehbücher von 26 Autoren wurden aus 482 eingesandten Skripten von einer Jury ausgewählt, zu der die Regisseure Nina Grosse und Branwen Okpako, Drehbuchautor Eckard Theophil, Produzent Richard Schöps, Schauspielerin Maria Schrader und Journalist Prof. Manfred Eichel, bekannt für die Magazine "Kulturreport" und "aspekte".

Sechzehn der zwanzig Städte, die die Schauplätze abgaben, übernahmen auch die Patenschaft für den jeweiligen Kurzfilm und unterstützten die Filmemacher, bespielsweise in logistischen Fragen. Harald Siebler half den Nachwuchsregisseuren bei der Inszenierung der jeweiligen Episoden und schrieb an einigen selbst mit. Aus dramaturgischen Gründen wurde die Reihenfolge der Episoden ihnerhalb des Films im Gegensatz zu der im Grundgesetz abgeändert.



Film-Inhalt  


Josef Ostendorf und Peter Jordan in
Josef Ostendorf und Peter Jordan in "Abspann oder der Held der Stunde“ (Artikel 18)


  Hintergrund


Anna Thalbach mit Filmsohn in
Anna Thalbach mit Filmsohn in "Kindersicherung" (Artikel 13)

Am 23. Mai 1949 wurde vom Parlamentarischen Rat, dem von elf Ministerpräsidenten der deutschen Länder in den drei westdeutschen Besatzungszonen einberufenen Gremium, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet.

Von den 146 Artikeln führen die ersten neunzehn die Grundrechte auf. Diese Artikel legen die Rechte fest, die der Mensch, der Bürger bzw. eine juristische Person gegenüber der Staatsgewalt hat. Die Einhaltung dieser Rechte können vom Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen über den Weg der Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingeklagt werden.

Einige Grundrechte sind auch in anderen Abschnitten des Grundgesetztes aufgeführt, so etwa das Widerstandsrecht (Art. 20, Abs. 4), das Wahlrecht oder das Justizrecht. Bei der Anwendung der Grundrechte, deren Einschränkung oder Verwirkung und bei Kollisionen von Grundrechten untereinander oder mit anderen Normen ist eine Rechtsgüterabwägung anzustreben.

Einen besonderen Status hat Artikel 1, Absatz des Grundgesetzes. Der Schutz der Menschenwürde steht in seinem Rang an oberster Stelle der Verfassung und entzieht sich jeglicher Einschränkung.



1. Artikel 18 (Grundrechtsverwirkung) - "Abspann oder der Held der Stunde"

2. Artikel 19 (Einschränkung von Grundrechten) - "Sieg für S."

3. Artikel 05 (Meinungsfreiheit) - "Der große Videoschwindel"

4. Artikel 06 (Schutz von Ehe und Familie) - "Alles wird gut"

5. Artikel 07 (Schulwesen) - "Die Lehrerin"

6. Artikel 11 (Freizügigkeit) - "Schöner Wohnen"

7. Artikel 16 (Asylrecht) - "Geschichte eines Abends"

8. Artikel 13 (Unverletzlichkeit der Wohnung) - "Kindersicherung"

9. Artikel 02 (Allgemeines Freiheitsrecht) - "Stehplatz"

10. Artikel 08 (Versammlungsfreiheit) - "Nie wieder"

11. Artikel 14 (Eigentumsrechte) - "Kaspars Erbe"

12. Artikel 15 (Vergesellschaftung) - "Piet Melzer"

13. Artikel 09 (Vereinigungsfreiheit) - "Human Resources!"

14. Artikel 17 (Petitionsrecht) - "Der Petent"

15. Artikel 12 (Berufsfreiheit) - "Der Traumjob"

16. Artikel 04 (Glaubens- und Gewissensfreiheit) - "Fremdes Kind"

17. Artikel 03 (Gleichheit vor dem Gesetz) - "Ladies First"

18. Artikel 01 (Menschenwürde) - "Adrenalin Flash"

19. Artikel 10 (Brief- Post- und Fernmeldegeheimnis)- "Mein Städtchen"



Die Episoden  


Luca Zamperoni und Ellen Schwiers in
Luca Zamperoni und Ellen Schwiers in "Nie wieder" (Artikel 8)

  Die Präambel des Grundgesetzes


Axel Neumann und Max Riemelt in
Axel Neumann und Max Riemelt in "Stehplatz" (Artikel 2)

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,

von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "GG 19 - Deutschland in 19 Artikeln" in der Regie von Boris Anderson, Ansgar Ahlers, Marcel Ahrens, Sabine Bernardi, Axel Bold, Savas Ceviz, David Dietl, Johannes Harth, Marion Kracht, Andre F. Nebe, Carolin Otterbach, Kerstin Polte, Christine Repond, Andreas Samland, Harald Siebler, Suzanne von Borsody, Joh liefen am 31.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zodiac - Die Spur des Killers
Thriller, USA, 2007

Valley of Flowers
Mystery-Abenteuer, Indien, Japan, 2006

Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens
Drama, USA, 2006

Söhne
Dokumentation, Deutschland, 2007

Schröders wunderbare Welt
Komödie, Deutschland, Tschechien, Polen, 2006

Schindlers Häuser - Houses
Dokumentation, Deutschland, Österreich, USA, 2007

S.H.I.T. - Die Highschool GmbH
Komödie, USA, 2006

Prinzessinnenbad
Dokumentation, Deutschland, 2007

Golden Door
Drama, Italien, Frankreich, Deutschland, 2006

Goal II - Der Traum ist Real!
Sport-Drama, England, 2007

Ebenfalls im Kino 




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