Haiti, zu Beginn des Jahres 2004: Die Brüder 2Pac und Bily sind Anfang zwanzig und Anführer zweier konkurrierender Gangs von "Chimerès" - Geister - in Cité Soleil. Es ist ein Armenviertel in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince. Einer der größten Slums der Welt - und einer der gefährlichsten. Hier gibt es kaum Arbeit, Wasser oder Nahrung, und zwischen den Wellblechhütten weht der Gestank aus der Kanalisation.
Die Gangs sind von der Regierung des Präsidenten Jean-Bertrand Aristide bezahlt und mit Waffen ausgestattet, um seine Vorstellung von Ordnung durchzusetzen - jenseits der Legalität, Erpressung, Entführung und Mord eingeschlossen. Die Chimerès werden aus blutjungen Männern rekrutiert, die sonst keine Chance in ihrem Leben sehen - sie sind brutal und von allen gefürchtet.
Vom Norden her nähern sich Rebellen der Kapitale. Sie nehmen eine Stadt nach der anderen ein und sind entschlossen, Aristides zu stürzen, der bereits mit dem Rücken zur Wand steht. Die Opposition ist auf der Straße, und die Demonstrationen werden zunehmend gewalttätig. Die Polizei setzt Tränengas ein, ihr fliegen Steine entgegen.
Dann wird geschossen, und die ersten Leute sterben. Die Situation eskaliert, und auch die Chimerès versuchen die Massen einzuschüchtern und mit Gewalt zurückzuhalten.
Während Bily ein glühender Verehrer Aristides ist und aus politischer Überzeugung mit seiner Gang für den Präsidenten kämpft, versucht 2Pac, der sich den Namen im Gedenken an den 1996 erschossenen Rapper Tupac Shakur zugelegt hat, mit seiner Rapmusik und seinen Texten seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen.
Innerlich hat er sich von Aristides distanziert, obwohl auch er in dessen Diensten steht. Er verliebt sich in Lele, eine französische Katastrophenhelferin, die mit den Gangleadern verhandelt. Doch auch Bily hat es auf sie abgesehen, und so eskaliert auch die Rivalität zwischen den beiden Brüdern...