KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


The Good German

USA, 2006
Mystery-Drama, 103 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
The Good German

Kino-Start
01.03.2007

Regie
Steven Soderbergh

Darsteller
Jack Thompson (Abgeordneter Breimer), John Roeder (General), George Clooney (Capt. Jacob "Jake" Geismer), Tobey Maguire (Patrick Tully), Cate Blanchett (Lena Brandt), Dominic Comperatore (Levi), Dave Power (Lieutenant Schaeffer), Tony Curran (Danny), Ravil Isaynov (General Sikorsky)
The Good German - Kinoplakat
Mit "The Good German" präsentiert Regisseur Steven Soderbergh ("Oceans Eleven") einen romantischen Thriller nach der Romanvorlage "In den Ruinen von Berlin" von Joseph Kanon. Um den Stil des Film Noir zu treffen, drehte Soderbergh, der unter zwei verschiedenen Alias-Namen auch den Schnitt und die Kameraführung besorgte, den Film nicht nur vollständig in schwarz/weiß, er setzte darüber hinaus auch Kameratechnik aus der damaligen Zeit ein.

Berlin im Sommer 1945: Kurz vor Beginn der Potsdamer Konferenz zwischen dem sowjetischen Diktator Josef Stalin, dem US-Präsidenten Harry S. Truman und dem britischen Premier Winston Churchill kommt der amerikanische Kriegskorrespondent Capt. Jacob "Jake" Geismer (George Clooney) in die Stadt, um über eben diese Konferenz zu berichten.

Jakes Fahrer in Berlin ist Corporal Partick Tully (Tobey Maguire), ein scheinbar bemühter, unbekümmerter und gutmütiger Junge aus dem Mittelwesten. Tatsächlich ist er durch und durch korrupt und an diversen Schwarzmarkt-Geschäften beteiligt.

Noch vor Konferenzbeginn wird Trully erschossen und mit einer großen Menge Bargeld in der sowjetischen Zone von Berlin aufgefunden, doch weder die amerikanischen noch die russischen Behörden scheinen sich für den Mord zu interessieren. Im Gegenteil: Bei Jake stellt sich der Verdacht ein, dass hier von offzieller Seite etwas vertuscht werden soll, um die Konferenz nicht zu stören.

So nimmt Jake Geismer selbst die Ermittlungen in die Hand, die ihn bald schon auf die Spur der undurchsichtigen Lena Brandt (Cate Blanchett) führen. Er kennt Lena noch aus längst vergangenen Tagen: Als Jake vor dem Krieg in Berlin für ein amerikanisches Pressebüro gearbeitet hatte, war sie seine Geliebte. Doch nun ist Lena seine Mordverdächtige - zumindest vorläufig...



Film-Inhalt  


George Clooney spielt Capt. Jacob
George Clooney spielt Capt. Jacob "Jake" Geismer


  Hintergrund


Cate Blanchett ist Lena Brandt
Cate Blanchett ist Lena Brandt

Filmen wir vor 60 Jahren. Gregory Jacobs, der bereits seinen vierzehnten Film mit Steven Soderbergh drehte, sagt: "In 'The Good Germen' findet Soderbergh den der Story angemessenen Stil, indem er sie nach Art der Filme aus den 1940er-Jahren umsetzt, immer nur mit einer Kamera und mit Einstellungen, die sehr formal komponiert sind. Zu vielen Szenen drehte er eine Master-Einstellung, während man heute viel mehr Einzeleinstellungen dreht und jede Person ihre Großaufnahmen, Schuss und Gegenschuss bekommt. In diesem Fall entwarf er ganz spezifische Master-Einstellungen, die einen Großteil der Szene abdecken. Großaufnahmen verwendet er nur, wenn es nötig ist – so wie es damals üblich war. Wenn man sich Filme wie 'Notorious' oder 'Casablanca' ansieht, merkt man das gleich."

Ein moderner Trick besteht darin, dass Soderbergh kontrastreiches Farbfilmmaterial verwendet. Schon 1991 hatte er den Thriller "Kafka" in Schwarzweiß gedreht, kannte also die Einschränkungen und die Körnigkeit des Materials. Deshalb entschied er sich bei "The Good German" lieber für Farbmaterial, um es anschließend schwarzweiß zu kopieren – ähnlich wie George Clooney es kürzlich bei "Good Night, and Good Luck" gemacht hat.

Die Zerstörung Berlins wirkte willkürlich – oft standen völlig intakte Gebäude neben von Bomben verwüsteten Grundstücken. Entsprechend ging das Produktionsteam auch vor: Existierende Hausfassaden ließ man weitgehend unverändert; hinzu fügte man zusätzliche Gebäudeteile in unterschiedlichen Zerstörungsstadien – sie wurden auf Parkplätzen und in Lücken zwischen vorhandene Fassaden eingepasst.

Weil man sich auf das Studiogelände beschränkte, musste die Kamera meist sehr strategisch platziert werden. Das erforderte viel Planung, wie Produktionsdesigner Philip Messina beschreibt: "Die meisten Einstellungen zeigen nur einen oder zwei Blickwinkel der Szene, deshalb funktioniert das System. Ein Beispiel ist die Szene an der Bushaltestelle: Ich baute Teile eines zerbombten Hauses, durch die Steven hindurchfilmte. Die Gebäudeteile gaben einen Rahmen vor, der all das verdeckte, was wir nicht im Bild haben wollten. Trümmer haben etwas sehr Befreiendes: In dieser Situation muss man die Existenz eines Gebäudeteils nicht mehr begründen, weil man ja immer behaupten kann: 'Ach, wir nehmen einfach an, dass das Dach eingestürzt ist.' So ergibt sich der perfekte Rahmen für das, was man eigentlich zeigen will. Steven lässt die Kamera sehr schön zurückfahren – bis zu den Kanten unseres gebauten Sets. Ein Schritt weiter, und man würde es sofort als Set erkennen."



Die sogenannte Potsdamer Konferenz - offiziell: "Dreimächtekonferenz von Berlin" - fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 auf Schloss Cecilienhof bei Potsdam statt.

Teilnehmer waren Delegationen um den sowjetischen Diktator Josef Stalin, den amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman und dem britischen Premierminister Winston Churchill, der allerdings nach Bekanntwerden seiner Wahlniederlage bei den britischen Unterhauswahlen vorzeitig abreiste.

Gegenstand der Konferenz waren verschiedene Teilungs- und Zerschlagungspläne für Deutschland, wobei sich die Konferenzteilnehmer von den sog. fünf ´D´s leiten ließen: Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung, Dezentralisierung und Demontage.

Offziell legitimiert wurden auf der Konferenz auch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den östlichen Landesteilen sowie der Tschechoslowakei.

Auch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen und das alliierte Kontrollverfahren wurden bestätigt und konkretisiert. Bei der territorialen Gestaltung der Besatzungszonen versprach man Frankreich eine eigene Zone, die später aus Teilen der britischen und der amerikanischen Zone gebildet wurde.



Die Potsdamer Konferenz  


In den Trümern von Berlin
In den Trümern von Berlin
► Cast, Crew► Trailer► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "The Good German" in der Regie von Steven Soderbergh liefen am 01.03.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Whole New Thing - einfach anders anders
Tragikomödie, Kanada, 2005

The Hitcher
Horror-Thriller, USA, 2007

Smokin´ Aces
Action-Komödie, England, USA, Frankreich, 2007

Olé
Komödie, Italien, 2006

Junebug
Tragikomödie, USA, 2005

Fast Food Nation
Drama, USA, 2006

Brücke nach Terabithia
Fantasy-Abenteuer, Neuseeland, USA, 2007



KINO

morgen