Takashi Shimizu wurde am 27. Juli 1972 im japanischen Gunma geboren und begann seine Filmkarriere 1995 als Lehrling in der Requisite-Abteilung bei Kohei Oguris Film "Der schlafende Mann" (Nemuru Otoko, 1996). Während er als freischaffender Regieassistent an zahlreichen Fernsehfilmen und Videoproduktionen mitarbeitete, schrieb er sich beim Tokioter Film-Seminar ein.
Kaum drei Jahre später machte er mit seinem Beitrag in einem Kurzfilmprojekt der Schule den Regisseur Kiyoshi Kurosawa ("Cure", 1997) und den Drehbuchautor Hiroshi Takahashi ("Ringu", Ring - das Original von 1998) mit seinen gruseligen Kreationen auf sich aufmerksam. Auf deren Empfehlung hin engagierte man ihn als Autor und Regisseur der Horror-Kurzfilme "Katasumi" (In A Corner", 1998) und "4444444444" ("4444444444", 1998). Shimizu revanchierte sich bei Takahashi und Taka Ichise (Produzent von "Ringu"), indem er sie als Aufnahmeleiter und Produzenten anstellte, als er bei seinen ersten abendfüllenden Video- bzw. TV-Versionen von "Ju-on" und "Ju-on 2" Regie führte.
Nach den Regiearbeiten an zwei TV-Dokumentationen über psychologische Phänomene, unter der Leitung von Norio Tsuruta, gab Shimizu 2001 sein Kinodebüt mit "Tomie: Re-birth". Seine in Japan gedrehten Kinoversionen von "Ju-on: The Grudge" (2002) und "Ju-on: The Grudge 2" (2003) stellten sich umgehend als riesige Kassenerfolge im asiatischen Raum heraus und etablierten Shimizu als Pionier der neuen japanischen Horrorfilm-Bewegung. Nicht zuletzt wurde dadurch auch Produzent Sam Raimi auf ihn aufmerksam, ein Spezialist für kultverdächtige Horrorfilme, der den Regisseur bat, eine englischsprachige Version der Filme zu drehen.
Schon kurz nach der Premiere der amerikanischen Version, im Oktober 2004, schnellte "Der Fluch - The Grudge" (2004) auf Platz 1 der US-Kinocharts, der sich dort zwei Wochen lang ungeschlagen halten konnte und weltweit über US $ 188 Mio einspielte. Es war das erste Mal in der Filmgeschichte, dass ein japanischer Regisseur die 100-Millionen-Dollar-Grenze in den USA durchbrechen konnte.
Neben der Arbeit an "Der Fluch - The Grudge" inszenierte Shimizu in Japan den Thriller "Marebito" (2004). Dieser mit ungewöhnlich kleinem Budget produzierte Thriller gewann beim Internationalen Fantasy Film Festival in Brüssel den Großen Preis. Dieser Goldene Rabe ist Shimizus allererste Auszeichnung für einen Film.
Noch im gleichen Jahr, 2004, begann er mit der Regie zu seiner ersten TV-Serie "Kaiki Daikazoku". Zum ersten Mal war er dabei außerhalb des Horror-Genres unterwegs und konnte mit dieser Serie beweisen, was er schon immer behauptet hatte: "Es ist nur ein schmaler Grat zwischen Horror und Komödie." In Zusammenarbeit mit anderen japanischen Regisseuren seiner Generation, die sich auf die Eigenwilligkeit dieses Projekts wohl verstanden, kreierte Shimizu eine außergewöhnliche Welt aus Charakteren und Schauplätzen. Er selbst übernahm die Oberaufsicht über die Serie und schrieb und inszenierte einige Schlüsselepisoden. In den USA soll sie unter dem Titel "The Great Horror Family" in einer englischsprachigen DVD-Spezial-Edition noch in diesem Jahr erscheinen.
Mit "Der Fluch - The Grudge 2" inszenierte Shimizu zum sechsten Mal, inklusive der Originale, die Geschichte der rachsüchtigen Geister Kayako und Toshio.