Eine Person namens Edward Bell Wilson hat es bei der CIA nie gegeben, gleichwohl ist sie auch keine freie Erfindung. Vielmehr folgt Wilsons Profil in etwa dem Leben des James Jesus Angleton.
Angleton, geboren 1917, gestorben 1987, wuchs in Europa auf und studierte später Jura im Harvard. 1943 trat er der US-Army bei und arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für die Spionageabwehr in London.
Unter dem Decknamen "Hugh Ashmead" war er von der Gründung der CIA im Jahre 1947 an für diese in der Abteilung Gegenspionage tätig, die er im Jahre 1954 als Leiter übernahm.
Bereits gegen Ende der 1950er Jahre kam Angleton häufig in Konflikt mit anderen führenden Mitarbeitern der CIA, da er stets und überall Verrat witterte. Während der folgenden zen Jahre legte er Akten über die kanadischen Premierminister Lester Pearson und Pierre Trudeau, den Britischen Premier Harold Wilson, den schwedischen Regierungschef Olaf Palme und auch den deutschen Bundeskanzler Willy Brandt an. Sie alle - so die feste Überzeugung von Angleton - seien Spione des KGB.
James Angleton wurde Ende 1974 in den Ruhestand versetzt, nachdem er zahlreichen Abgeordneten des amerikanischen Kongress und schließlich auch US-Präsident Gerald Ford vorgeworfen hatte, sowjetische Spione zu sein.