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Der Gute Hirte

USA, 2006
Drama, 160 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
The Good Shepherd

Kino-Start
15.02.2007

Regie
Robert De Niro

Darsteller
Matt Damon (Edward Bell Wilson), Angelina Jolie (Margaret Ann Russell), Alec Baldwin (Sam Murach), Tammy Blanchard (Laura), Billy Crudup (Arch Cummings), Robert De Niro (General Bill Sullivan), Keir Dullea (Senator John Russell, Sr.), Michael Gambon (Dr. Fredericks), Martina Gedeck (Hanna Schiller), William Hurt (Philip Allen), Timothy Hutton (Thomas Wilson), Mark Ivanir (Valentin Mironov), Gabriel Macht (John Russell, Jr.), Lee Pace (Richard Hayes), Joe Pesci (Joseph Palmi)
Der Gute Hirte - Kinoplakat
Auf Anordnung des damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman wurde 1947 die CIA gegründet. Im aufflammenden Kalten Krieg war die Hauptaufgabe des heute größten Geheimdienstes der Welt die Spionage und Gegenspionage im Kampf mit dem KGB. In "Der gute Hirte" erzählt Regisseur Robert De Niro, der damit bereits zum dritten Male hinter statt vor der Kamera agiert, die Geschichte eines der Gründungsväter.

1939: Edward Wilson (Matt Damon) ist ein strebsamer Student. Er ist amerikanischer Partiot, glaubt an seine Ideale und hat einen messerscharfen Verstand.

Während es Zweiten Weltkrieges entschließt er sich für in London für die Spionageabwehr, dem "Office of Strategic Services" (OSS), einem Vorläufer der CIA, zu arbeiten. Diese Entscheidung wird nicht nur sein weiteres Leben verändern, sondern bestimmt bis heute die geopolitische Lage: Auf Anordnung des amerikanischen Präsidenten Truman gründen Wilson und seine Mitarbeiter 1947 den mächtigsten Geheimdienst der Welt: Die "Central Intelligence Agency".

Als einer der Gründungsväter der CIA arbeitet Wilson in einer Welt, in der Täuschung zum Alltag gehört und nichts so ist, wie es scheint. Sein Idealismus weicht bald einem dauerhaften Misstrauen, das sich schließlich zur Paranoia ausweitet.

Gleichwohl werden Wilsons Methoden zum Standard des Geheimdienstes. Wie in einem weltumspannenden Schachspiel will Wilson seine Gegenspieler des KGB schlagen. Doch für den bedingungslosen Einsatz für sein Land zahlt Wilson einen zunehmend höheren Preis. Auch die wachsenden Bedenken seiner Frau Margaret (Angelina Jolie) und seines geliebten Sohnes (Eddie Redmayne) können Wilson von seinem Weg nicht abbringen – der ihn schließlich dazu führen wird, alles für seinen Beruf zu opfern.



Film-Inhalt  


Matt Damon spielt Edward Bell Wilson
Matt Damon spielt Edward Bell Wilson


  Info: CIA


Wilson (Matt Damon) und Frau Margaret (Angelina Jolie)
Wilson (Matt Damon) und Frau Margaret (Angelina Jolie)

Die CIA (Central Intelligence Agency) wurde am 18. September 1947 durch Erlass von Präsident Harry S. Truman gegründet. Vorläufer der CIA war im Zweiten Weltkrieg das "Office of Strategic Services" (OSS), aus dem von 1945 bis 1947 die "Central Intelligence Group" (CIG) im Außenministerium hervorging. Im damals beginnenden Kalten Krieg mit der Sowjetunion reichten die Möglichkeiten des CIG offenkundig nicht aus, so dass es der Gründung einer völlig neuen Organisation bedurfte.

Erster CIA-Direktor war Admiral Roscoe Hillenkoetter. Vor ihm war der Luftwaffengeneral Hoyt S. Vandenberg Direktor der CIG. Auf Hillenkoetter folgte 1953 bis 1961 Allen Welsh Dulles, der im Zweiten Weltkrieg im schweizerischen Bern Mitarbeiter des OSS unter William Joseph Donovan war. Dulles war damit neben George J. Tenet am längsten an der Spitze der amerikanischen Auslandsspionage.

Die Behörde untersteht seit 2004 dem "Director of National Intelligence", der als direkter Berater des Präsidenten der Vereinigten Staaten den Rang eines Kabinettsmitgliedes hat.

Der Dienst wird von je einem Geheimdienstausschuss des Senates und des Repräsentantenhauses kontrolliert. Ihren Hauptsitz hat die CIA in Langley, Virginia.



Eine Person namens Edward Bell Wilson hat es bei der CIA nie gegeben, gleichwohl ist sie auch keine freie Erfindung. Vielmehr folgt Wilsons Profil in etwa dem Leben des James Jesus Angleton.

Angleton, geboren 1917, gestorben 1987, wuchs in Europa auf und studierte später Jura im Harvard. 1943 trat er der US-Army bei und arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für die Spionageabwehr in London.

Unter dem Decknamen "Hugh Ashmead" war er von der Gründung der CIA im Jahre 1947 an für diese in der Abteilung Gegenspionage tätig, die er im Jahre 1954 als Leiter übernahm.

Bereits gegen Ende der 1950er Jahre kam Angleton häufig in Konflikt mit anderen führenden Mitarbeitern der CIA, da er stets und überall Verrat witterte. Während der folgenden zen Jahre legte er Akten über die kanadischen Premierminister Lester Pearson und Pierre Trudeau, den Britischen Premier Harold Wilson, den schwedischen Regierungschef Olaf Palme und auch den deutschen Bundeskanzler Willy Brandt an. Sie alle - so die feste Überzeugung von Angleton - seien Spione des KGB.

James Angleton wurde Ende 1974 in den Ruhestand versetzt, nachdem er zahlreichen Abgeordneten des amerikanischen Kongress und schließlich auch US-Präsident Gerald Ford vorgeworfen hatte, sowjetische Spione zu sein.



Info: James Jesus Angleton  


Tarnen und Täuschen
Tarnen und Täuschen
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Der Gute Hirte" in der Regie von Robert De Niro liefen am 15.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Yes I am!
Dokumentation, Deutschland, 2006

Hannibal Rising - Wie alles begann
Horror-Thriller, USA, England, Frankreich, Litauen, Tschechien, 2007

Die Hollywood-Verschwörung
Romantik-Drama, USA, Kanada, 2006

Babooska
Dokumentation, Italien, Österreich, 2005



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