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Hallam Foe - This is my Story

Schottland, 2007
Liebesdrama, 96 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Hallam Foe

Kino-Start
30.08.2007

Regie
David Mackenzie

Darsteller
Jamie Bell (Hallam Foe), Sophia Myles (Kate Breck), Ciarán Hinds (Julius Foe), Claire Forlani (Verity Foe), Jamie Sives (Alasdair), Maurice Roëves (Raymond), Ewen Bremner (Andy), Ruth Milne (Jenny), John Paul Lawler (Carl)
Hallam Foe - This is my Story - Kinoplakat
Bereits mit seinem vorigen Film "Stellas Versuchung" (Asylum, 2005) begeisterte der schottische Regisseur David Mackenzie auf der Berlinale das Publikum. Auch sein Liebesdrama "Hallam Foe - This is my Story" fand dort wieder Anklang, diesmal in doppeltem Sinne: Die Jury vergab dem Werk den Preis für die beste Filmmusik.

Der Hauptinhalt im Leben von Hallam Foe (Jamie Bell) ist das Leben anderer Leute. Er beobachtet aus der Distanz die Menschen in seiner Umbegung in sämtlichen Lebenslagen, heimlich und oft mit dem Fernglas. Doch er deckt nicht nur die Geheimnisse der Anderen für sich auf, auch er selbst verbirgt so manches Geheimnis.

Nicht nur Nachbarn oder wildfremde Liebespaare sind Objekte von Hallams Neugier, auch sein Freund Carl (John Paul Lawler), sein eigener Vater Julius (Ciarán Hinds) und besonders seine ungeliebte Stiefmutter Verity (Claire Forlani). Sie ist zwar ziemlich attraktiv, doch der junge Mann hält sie am Tod seiner Mutter für schuldig und forscht nach Belegen dafür, dass sie sie in den Selbstmord getrieben hat.

Nachdem seine Obsession für einige Aufruhr gesorgt hat, verschwindet Hallam von zuhause und geht nach Edinburgh, wo er von den Dächern aus weiterhin seinem Hobby frönt. Als er beim Spannen sein Fernglas über die Fenster schweifen lässt, sticht ihm die hübsche Kate Breck (Sophia Myles) ins Auge. Sie ist Personalchefin in einem Luxushotel und gibt Foe auf seine Vorstellung hin einen Job als Tellerwäscher in der Küche. Während er nachts über den Dächern der Stadt weiter mit dem Feldstecher die Bürger bespäht, nutzt er im Hotel jede Gelegenheit, Kate nahe zu sein.

Doch die ist nicht ohne weiteres verfügbar, denn bei seiner Observation findet Hallam heraus, dass sie eine Affäre mit Alasdair (Jamie Sives), dem fiesen Manager der Nobelherberge hat. Der entdeckt zwar den Voyeur, doch Hallam offenbart sich Kate, und in der Folge endet damit ihre Beziehung zu Alasdair. Derweil steigt Hallam in seiner Karriere zum Pagen und schließlich zum Hotelportier auf.

Kate ist zunehmend fasziniert von dem seltsamen jungen Mann, der seine Jungfräulichkeit noch nicht verloren hat, und fängt an, seine Leidenschaft zu erwidern. Sie geht mit ihm zusammen auf seine nächtlichen Streifzüge durch die Stadt, doch Hallam muss erst seine bislang verborgene Seite überwinden und sich selbst dem eigenen Leben stellen...



Film-Inhalt  


Spinner und Spanner: Hallam Foe (Jamie Bell)
Spinner und Spanner: Hallam Foe (Jamie Bell)


  Hintergrund


Verführerisch und verhasst: Hallams Stiefmutter Verity (Claire Forlani)
Verführerisch und verhasst: Hallams Stiefmutter Verity (Claire Forlani)

In einer Kneipe in Edinburgh hatten sich Regisseur David Mackenzie und Produzentin Gillian Berrie, die bereits seit ihren ersten Filmprojekten zusammengearbeitet hatten, mit ihrem gemeinsamen Freund Peter Jinks getroffen. Der erzählte ihnen von seiner Idee, einen Film über einen jungen Mann über den Dächern von Edinburgh zu machen.

Das Trio landete in Jinks Mansardenwohnung, von der sich ein Blick über die schottische Hauptstadt bietet. "Wir blickten aus dem Fenster," erzählt Berrie, "und in unseren Köpfen lief der Film schon ab." Schnell war man sich einig, dass Peter das Buch schreiben sollte.

Der Roman des Debütanten erschien 2001 und wurde ein großer Erfolg. In Deutschland wurde er 2003 unter den Titel "Über roten Dächern" veröffentlicht. "Als ich den fertigen Roman schliesslich las, war ich beeindruckt," schildert Mackenzie seine Gedanken, "wie er den Leser in die Gedankenwelt dieses aufgewühlten Jungen mitnimmt".



Der am 10. Mai 1966 geborene schottische Regisseur David Mackenzie hatte neun Kurzfilme und eine Dokumentation gedreht, bevor er im Jahr 2002 seinen ersten Spielfilm in Angriff nahm. In "The Last Great Wilderness" spielte sein jüngerer Bruder Alastair die Hauptrolle, wie auch schon in seinem Kurzfilm California Sunshine von 1997.

Mackenzies zweiter Kinofilm "Young Adam" nach dem Roman von Alexander Trocchi erlangte 2003 internationale Aufmerksamkeit. Das Werk mit Ewan McGregor und Tilda Swinton hatte beim Filmfestival in Cannes Weltpremiere und bekam zahlreiche Preise, darunter drei Preise der BAFTA.

Auch der nachfolgende Film "Stellas Versuchung" (Asylum, 2005) war höchst erfolgreich. Er lief bei den Filmfestspielen Berlin als offizieller Beitrag im Wettbewerb. Dort war er für den Goldenen Bären nominiert und erhielt den Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater.



Der Regisseur  


Menschen im Hotel: Kate (Sophia Myles), Andy (Ewen Bremner) und Hallam
Menschen im Hotel: Kate (Sophia Myles), Andy (Ewen Bremner) und Hallam

  Jamie Bell ist Hallam Foe


Über den Dächern von Edinburgh: Hallam und Kate
Über den Dächern von Edinburgh: Hallam und Kate

Im Jahr 2000 begeisterte ein damals gerade vierzehn Jahre alter Junge in einem ebenso begeisternden Film: In "Billy Elliot - I Will Dance" spielte der im englischen Billingham geborene Jamie Bell die Titelrolle, einen Jungen aus einer Bergarbeiterstadt, der unbedingt Balletttänzer werden wollte. Das Werk war für drei Oscars nominiert, und Bell errang haufenweise Ehrungen, so von der BAFTA und den Young Artist Awards.

Die Produzentin Gillian Berrie, die 2005 bei "Dear Wendy" mit Bell zusammengearbeitet hatte, wurde durch einen Artikel in einer Zeitschrift auf ihren Wunschkandidaten für die Titelrolle des Hallam Foe gebracht. "Irgendwann mitten während des Drehbuchschreibens sassen wir in einem Flugzeug Richtung London, und ich sah in einem Magazin ein Foto von ihm," erinnert sie sich. "Ich hielt es David vors Gesicht und wir dachten beide in dem Moment: Das ist unser Mann."

Für Mackenzie, der Bell bereits 2003 am Rande der Berlinale kennengelernt hatte, war er die perfekte Besetzung: "Hallam Foe wäre nichts ohne ihn," erklärt er. "Er gibt Hallam Ausgelassenheit, Energie und Charme, die weit über das hinausgehen, was im Drehbuch steht."



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Hallam Foe - This is my Story" in der Regie von David Mackenzie liefen am 30.08.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Thomas Harlan - Wandersplitter
Dokumentation, Deutschland, 2007

Schwarze Schafe
Komödie, Deutschland, 2006

Sakuran - Wilde Kirschblüte
Drama, Japan, 2006

Lizenz zum Heiraten
Liebeskomödie, USA, 2007

Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!
Komödie, Deutschland, 2007

Hippie Masala - Für immer in Indien
Dokumentation, Schweiz, 2006

Die Letzte Legion
Action, USA, England, Frankreich, 2007

28 Weeks Later
Scifi-Thriller, England, 2007

Ebenfalls im Kino 




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