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Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM

Deutschland, 2007
Sport-Dokumentation, 106 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM

Kino-Start
30.07.2007

Regie
Winfried Oelsner

Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM - Kinoplakat
Nachdem sein erster Film "Tsunami" eine Riesenwelle in einem Abenteuerdrama verarbeitet hatte, beschreibt Regisseur Winfried Oelsner in seinem Kinodebüt "Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM" ein Abenteuer, das wohl ähnlich unerwartet über die Millionen Fans hereinbrach und in den Medien als Wintermärchen bejubelt wurde.

Nach dem Sommermärchen von 2006 verwirklicht sich ein gutes halbes Jahr später ein weiterer, vorher von kaum jemandem erwarteter sportlicher Traum im deutschen Mannschaftssport. Bei der Weltmeisterschaft im Handball erkämpft sich die deutsche Nationalmannschaft unter ihrem Trainer Heiner Brand gegen von der Fachwelt favorisierte Teams den Titel.

Angespornt durch Söhnke Wortmanns Film über die Fußball-WM in Deutschland, hat Winfried Oelsner mit seinem Kamerateam sich ebenfalls hautnah an die Beteiligten herangewagt. Er filmt das Geschehen auf dem Spielfeld, beobachtet die Reaktionen der Zuschauer und begibt sich in die Katakomben der Stadien.

Bewaffnet mit drei Kameras, zeigen Oelsner und seine beiden Kameramänner Frederik Walker und Mark Liedtke die Teams in ihren Kabinen und bei den Vorbereitungen auf das Spiel. Dazu zählen nicht nur die strategischen Briefings mit Coach Heiner Brand oder Co-Trainer Martin Heuberger, auch Entspannung bei der Massage, beim Tischtennis oder mit der Carrerabahn gehört mit dazu.

Oelsner begleitet die Mannschaft bei ihren Reisen zu den verschiedenen Spielorten und beobachtet die Fans, die entlang des Weges ihren neuen Idolen zuwinken. Die Freude bei den Siegen nach den einzelnen Spielen wird in Erinnerung gerufen, wie gegen Spanien und Frankreich, und die Zitterpartie gegen Polen, das die deutsche Mannschaft im Gruppenspiel noch besiegt hatte.

Der wechselhafte Weg zum Triumph wird mit Aufnahmen der entscheidenden Spielszenen, Erläuterungen der Beteiligten und Interviews nachgezeichnet. Dabei wird sichtbar, wie der schwache Start und die Niederlage gegen das polnische Team in der Vorrunde mit Hilde der Anfeuerung durch die Motivationstrainer und den Rückhalt im heimischen Publikum den Spielern hilft, ihre Ängste zu überwinden und das letzte aus sich herauszuholen, um eine scheinbar unlösbare Aufgabe schließlich zu bewältigen.



Film-Inhalt  


Wollen den Sieg: Heiner Brand und Oliver Roggisch
Wollen den Sieg: Heiner Brand und Oliver Roggisch


  Hintergrund


Lars Kaufmann und Pascal Hens
Lars Kaufmann und Pascal Hens

Die Weichen zu der Sport-Doku "Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM" wurden bereits bei der Europameisterschaft in Schweden 2002 gestellt. Beim Finalspiel der Deutschen in Kampffrisur gegen das schwedische Team im ausverkauften Stockholmer Globen kam Produzent Stephan Limbach, der selbst früher als Kreisläufer im Handball aktiv war, auf die Idee, diesen Sport filmisch zu Verarbeiten.

Die Gelegenheit dazu sollte die im eigenen Land stattfindende Weltmeisterschaft 2007 geben, doch zunächst stieß Limbach bei seinem geplanten Projekt auf wenig Begeisterung. Die befragten Finanziers reagierten zurückhaltend, nicht zuletzt wegen der geringen Chancen, die der deutschen Mannschaft von den meisten Sportexperten auf den Titel zugestanden wurden.

So begann das Team Ende 2006 entgegen schlechter Prognosen quasi auf eigene Faust und legte den sportlich Zuständigen Probeschnitte Vor. Sowohl die Verbände DHB und IHF wie auch Bundestrainer Heiner Brand ließen sich von Limbachs Begeisterung anstecken und stimmten zu, dass die Filmemacher die deutsche Mannschaft hautnah während der WM begleiten sollte und Zugang zum Allerheiligsten der Mannschaft erhielten.



Im Schatten der Fußball-WM, aber auch in ihrem Sog hatte die Handball-Weltmeisterschaft 2007 die Öffentlichkeit in Deutschland wie nie zuvor in ihren Bann gezogen. Von der Ostseehalle Kiel bis zur Porsche-Arena in Stuttgart waren die Stadien fast durchgängig ausverkauft, auch beim das Finale in der Köln Arena waren alle der 19.000 Plätze besetzt.

Während das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Brasilien in der Berliner Max-Schmeling-Halle immerhin vier Millionen Zuschauer vor die Bildschirme locken konnte, so haben das Endspiel laut ARD im 16,17 Millionen Zuschauer verfolgt. Der damit erzielte Marktanteil von 58,3 Prozent übertrifft sogar die Maßstäbe bei der Formel 1.

Auch den Spielern und dem Bundestrainer hat die Handball-WM Spitzenwerte verschafft. So stieg der Bekanntheitsgrad bei einer unmittelbar nach dem Finale erstellten Umfrage für Heiner Brand, der sowohl als Spieler (1978) wie auch als Trainer Handballweltmeister wurde, auf 89 Prozent - und liegt damit auf dem Niveau prominenter Fußballspieler.



Neue Popularität  


Michael Hegemann, Carsten Lichtlein und Henning Fritz
Michael Hegemann, Carsten Lichtlein und Henning Fritz

  Auf Tuchfühlung


Mit Brand-Schnäuzer: Henning Fritz, Oliver Roggisch, Torsten Jansen und Andrej Klimovets
Mit Brand-Schnäuzer: Henning Fritz, Oliver Roggisch, Torsten Jansen und Andrej Klimovets

Bei den Vorbereitungen zu einer Sport-Dokumentation wie "Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM" muss das Filmteam sich zunächst mit fachspezifischen Fragen vertraut machen, die die Organisation einer Sportmannschaft betrifft und die Hierarchien zwischen Spielern und Funktionären zu durchschauen. "Es ging erstmal darum zu zeigen, wie eine Mannschaft funktioniert," erläutert der Regisseur. "Wie schafft es ein Trainer, eine Mannschaft zusammenzustellen, die so ein Turnier bestreiten kann. Das fand ich spannend."

Zweimal hatte Oelsner die Mannschaft um Trainer Heiner Brand in ein Trainingslager begleitet, einmal im Frühjahr 2006 und einmal im Herbst. Dann haben sich Film- und Sportteam am 3. Januar 2007 in Herrsching am Ammersee getroffen und die kommende Zeit miteinander verbracht, bis nach dem Finale am 5. Februar.

Ein paar Wochen darauf hat der Regisseur nochmal das Handballkader besucht, diesmal im Schwarzwald. Während dieses ersten Trainingslagers nach der WM führte er abschließende Gespräche mit den Spielern und dem Trainer, um die Eindrücke festzuhalten, nachdem sich der erste Freudentaumel und die hochschlagenden Emotionen gelegt hatten.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM" in der Regie von Winfried Oelsner liefen am 30.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Von Frau zu Frau
Liebeskomödie, USA, 2007

Transformers
SciFi, USA, 2007

Ettore Sottsass - Der Sinn der Dinge
Dokumentation, Schweiz, Italien, 2002

Der Rote Elvis
Dokumentation, Deutschland, 2007

Der Date Profi
Komödie, USA, 2006

Auf Anfang
Drama, Norwegen, 2006

11 Men Out
Gay-Tragikomödie, Island, 2005

Ebenfalls im Kino 




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