Nach dem Sommermärchen von 2006 verwirklicht sich ein gutes halbes Jahr später ein weiterer, vorher von kaum jemandem erwarteter sportlicher Traum im deutschen Mannschaftssport. Bei der Weltmeisterschaft im Handball erkämpft sich die deutsche Nationalmannschaft unter ihrem Trainer Heiner Brand gegen von der Fachwelt favorisierte Teams den Titel.
Angespornt durch Söhnke Wortmanns Film über die Fußball-WM in Deutschland, hat Winfried Oelsner mit seinem Kamerateam sich ebenfalls hautnah an die Beteiligten herangewagt. Er filmt das Geschehen auf dem Spielfeld, beobachtet die Reaktionen der Zuschauer und begibt sich in die Katakomben der Stadien.
Bewaffnet mit drei Kameras, zeigen Oelsner und seine beiden Kameramänner Frederik Walker und Mark Liedtke die Teams in ihren Kabinen und bei den Vorbereitungen auf das Spiel. Dazu zählen nicht nur die strategischen Briefings mit Coach Heiner Brand oder Co-Trainer Martin Heuberger, auch Entspannung bei der Massage, beim Tischtennis oder mit der Carrerabahn gehört mit dazu.
Oelsner begleitet die Mannschaft bei ihren Reisen zu den verschiedenen Spielorten und beobachtet die Fans, die entlang des Weges ihren neuen Idolen zuwinken. Die Freude bei den Siegen nach den einzelnen Spielen wird in Erinnerung gerufen, wie gegen Spanien und Frankreich, und die Zitterpartie gegen Polen, das die deutsche Mannschaft im Gruppenspiel noch besiegt hatte.
Der wechselhafte Weg zum Triumph wird mit Aufnahmen der entscheidenden Spielszenen, Erläuterungen der Beteiligten und Interviews nachgezeichnet. Dabei wird sichtbar, wie der schwache Start und die Niederlage gegen das polnische Team in der Vorrunde mit Hilde der Anfeuerung durch die Motivationstrainer und den Rückhalt im heimischen Publikum den Spielern hilft, ihre Ängste zu überwinden und das letzte aus sich herauszuholen, um eine scheinbar unlösbare Aufgabe schließlich zu bewältigen.