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Happy Feet

Australien, USA, 2006
Animation, 104 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Happy Feet

Kino-Start
30.11.2006

Regie
George Miller

Happy Feet - Kinoplakat
In den 1990er Jahren wirkte George Miller als Produzent und Drehbuchautor an den Filmen aus der Reihe "Ein Schweinchen namens Babe" mit. Nun hat er sich mit "Happy Feet" der Kaiserpinguine angenommen. Anders als "Babe" sind diese zwar nicht aus Fleisch und Blut, sondern "nur" animiert, dafür aber können sie nicht nur sprechen, sie beherrschen auch das Singen und Tanzen in Perfektion.

Irgendwo am Südpol bei den Kaiserpinguinen: Ein Pinguin, der nicht singen kann, ist nicht viel wert. Singen ist nicht nur Ausdruck der Lebensfreunde, durch ein laut geschmettert´ Lied findet man auch den Partner fürs Leben - so jedenfalls die dort vorherrschende Meinung.

Und das ist ein Problem für den kleinen Mumble. Er kann nicht singen. Nur tanzen. Eine Eigenart, die seine Mutter Norma Jean zwar noch ganz niedlich findet, die aber schon sein Vater Memphis als "seltsames Gehopse" abtut.

Es kommt, wie es kommen muss: Mumble ist noch gar nicht recht den Kinderschuhen entwachsen, da wird er von Noah, dem strengen Oberen der Kolonie, auch schon aus der Gemeinschaft der Kaiserpinguine verbannt.

Einsam und traurig zieht Mumble über die vereisten Landschaften, bis er schließlich auf eine fröhliche Horde von Adelie-Pinguinen trifft. Deren Chef Ramon (gesprochen von Rick Kavanian) ist so begeistert von Mumbles Tanzfähigkeiten, dass er spontan eine Party schmeißt. Und damit Mumbles neugewonne Lebensfreude auch von Dauer ist, weiß Guru und Orakel Lovelace (gesprochen von Ben Becker) eine guten Rat...



Film-Inhalt  




  Hintergrund



"Happy Feet" ruft spontan Assoziationen zur Natur-Dokumentation "Die Reise der Pinguine" wach. Regisseur George Miller wehrt jedoch ab: "Wir hatten mit 'Happy Feet' schon längst begonnen, als 'La marche de l’empereur' ("Die Reise der Pinguine") in die Kinos kam. Wir freuen uns doppelt über den Riesenerfolg der Dokumentation, weil sie natürlich auch das Interesse an unserem computeranimierten Film über Pinguine weckt."

"Mich hat die grandiose Natur der Antarktis immer schon fasziniert", fährt der Regisseur fort, "Vor etwa zehn Jahren sah ich die Pinguin-Doku 'Life in the Freezer' der BBC/National Geographic, und mir fiel sofort das großartige Story-Potenzial auf. Pinguine führen ein wirklich außergewöhnliches Leben – sie bieten sich als Allegorie auf unser menschliches Verhalten förmlich an. Sie leben am Ende der Welt, kuscheln sich gegen die Kälte zusammen, um ihre Körperwärme zu teilen, und bei der Partnersuche singen sie."

Miller bezieht sich dabei auf das "Herzenslied", mit dem sich die Kaiserpinguine definieren und identifizieren – so können sie einander in der Herde erkennen. "Wir nehmen das als Quäken wahr", erklärt er. "Aber jeder einzelne Pinguin erlebt das wie ein Lied. Auf dem antarktischen Eis leben etwa 25.000 dieser Vögel, doch jeder singt sein ganz individuelles Lied, und irgendwie gelingt es ihm, in all dem Lärm seine Partnerin zu finden."



Als George Miller, der u.a. auch bei der "Mad Max"-Serie Regie führte, die Idee zu "Happy Feet" entwickelte, plante er ursprünglich kein Musical: "Beim Konzept meiner Geschichte merkte ich aber, dass der Film Lieder braucht, weil die Kaiserpinguine ihre Lebenspartner mithilfe von Songs finden. Als es sich ergab, dass Mumble nicht singen, aber tanzen kann, war ich bereits mittendrin im Musical. Ich nenne es gern ein zufälliges Musical."

In "Happy Feet" sind diverse Musikstile zu hören: Rock, Funk, Oper, Rap, liturgische Gesänge, Pop, Gospel und Latin.

"Weil die Pinguine sich so ähnlich sehen, mussten sie sich durch besondere Stimmen und natürlich besondere Songs unterscheiden. Ich beschloss also gleich zu Anfang, vor allem das Song-Repertoire des 20. Jahrhunderts zu verwenden", führt Miller aus. "Judy Morris hat die gesamte Musikgeschichte in ihrem Kopf gespeichert – sie wirkt wie ein wandelnder iPod. Sie kann aus dem Stand jede Melodie und jeden Text von jedem Song zitieren. Bei unseren unzähligen Treffen inspirierte sie uns für die Musikauswahl mit tollen Ideen, die bestens zu unserer Story passen."

Zu den Liedern im Film gehören unter anderem: "Do It Again" der Beach Boys, Frank Sinatras "My Way" von Robin Williams auf Spanisch gesungen, und eine Version von Princes "Kiss", als Duett von Hugh Jackman und Nicole Kidman gesungen. Zudem ist Princes "The Song of the Heart" auch auf der Soundtrack-CD von "Happy Feet" zu hören, die Ende Oktober 2006 von Warner Sunset/Atlantic Records veröffentlicht wurde.



Die Musik  


  Info: Kaiserpinguine


Kaiserpinguine (wissenschaftlich "Aptenodytes forsteri", erstmals beschrieben 1844 von Grey), sind die am weitesten südlich lebenden Pinguine. Ihre Zahl wird auf ca. 300.000 geschätzt.

Kaiserpinguine werden bis 130 cm groß und 50 kg schwer. Sie ernähren sich von Fisch, Krill und Tintenfischen und können zu deren Jagd bis über 500 Meter tief tauchen. Sie erreichen unter Wasser - wo sie bis zu 20 Minuten verbleiben können - Geschwindigkeiten von nahezu 40 km/h.

Sie verlassen das Packeis nur zur Fortpflanzung und wandern dann bis zu 200 Kilometer, um den Paarungs- und Brutplatz auf dem sicheren Festland zu erreichen. Kaiserpinguine haben nur wenige Feinde und können bis zu 25 Jahre alt werden.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Happy Feet" in der Regie von George Miller liefen am 30.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Severance - Ein blutiger Betriebsausflug
Horrorkomödie, England, Ungarn, 2006

Pulse - Du bist tot bevor Du stirbst
Mystery-Thriller, USA, 2005

Little Miss Sunshine
Tragikomödie, USA, 2006

Jackass: Nummer 2
Komödie, USA, 2006

Bye Bye Blackbird
Drama, Österreich, Luxemburg, Deutschland, England, 2005

Als das Meer verschwand
Mystery-Thriller, Neuseeland, England, 2004

Ebenfalls im Kino 




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