Wer war Hedy Lamarr wirklich? Dieser Frage geht Barabara Obermaier zusammen mit Donatello und Fosco Dubini in der vorliegenden Dokumentation nach.
Bereits ihre Biografie ist ebenso beeindruckend wie komplex: Wohl am 9. November 1914 in Wien geboren - vielleicht auch 1913 oder 1915, so genau weiß man das nicht - stand sie ab 1932 vor der Kamera. In "Man braucht kein Geld" 1933 unter anderem zusammen mit Heinz Rühmann und Hans Moser.
1937 floh Kiesler sowohl vor ihrem herrsüchtigen ertsen Ehemann wie auch vor den Nationalsozialisten - sie war Halbjüdin - über Paris und London in die USA. MGM-Chef Louis B. Mayer entdeckte sie, nahm sie unter Vertrag und bezeichnete sie als "die schönste Frau des Jahrhunderts".
In den 40er und 50er Jahren drehte sie - nun unter dem Künstlernamen Hedy Lamarr - rund 30 Filme ab, die sie stets in der Rolle der Femme Fatale zeigen. Künstlerisch wie auch kommerziell ist ihr größter Erfolg die Rolle der Delilah in Cecil B. DeMilles Bibelepos "Samson und Delilah" von 1949.
Für die damailge Presse war sie eine Vorzeige-Diva. Sie wechselte ihre Ehemänner - insgesamt waren es sechs - regelmäßig kurz vor den Premieren ihrer Filme und steuerte noch eine große Zahl von angedichteten oder tatsächlichen Liebhabern bei.
Mehr als andere weibliche Filmschönheiten dieser Zeit - zu diesem Ergebnis jedenfalls kommt der Film - litt Hedy Lamarr nicht etwa unter Image und Klischee einer männermordenden Diva - vielmher liebte und lebte sie diese Rolle.
Hedy Lamarr starb im Jahre 2000 in der Nähe von Orlando, Florida. Kurz zuvor hatte sie noch erfolgreich die Corel Corp. verklagt, die in dem Glauben, Hedy wäre längst tot, auf die Verpackung der Zeichen-Software "Corel Draw Vers. 8" ihr Portrait gedruckt hatte.