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Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star

Kanada, Schweiz, Deutschland, 2006
Dokumentation, 85 Minuten

Originaltitel
Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star

Kino-Start
07.09.2006

Regie
Donatello Dubini, Fosco Dubini, Barbara Obermaier

Darsteller
Hedy Lamarr, Jan-Christopher Horak, Lupita Tovar, Hans Janitschek, Marvin Paige, Jan Rooney, Mickey Rooney
Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star - Kinoplakat
Der tschechische Film "Ekstase" sorgte 1933 für einen Skandal, war da doch zum ersten Mal in einem großen Publikumsfilm eine 10-minütige Nacktszene zu sehen. Die weibliche Hauptrolle spielte eine Wienerin mit dem Namen Hedwig Eva Maria Kiesler. Die gleiche Frau - jetzt aber bekannt als der Hollywood-Star Hedy Lamarr - reichte 1942 ein Patent zur störungssicheren Funkfernsteuerung von Torpedos ein, das heute als Grundlage der modernen Mobilfunk-Technik gilt.

Wer war Hedy Lamarr wirklich? Dieser Frage geht Barabara Obermaier zusammen mit Donatello und Fosco Dubini in der vorliegenden Dokumentation nach.

Bereits ihre Biografie ist ebenso beeindruckend wie komplex: Wohl am 9. November 1914 in Wien geboren - vielleicht auch 1913 oder 1915, so genau weiß man das nicht - stand sie ab 1932 vor der Kamera. In "Man braucht kein Geld" 1933 unter anderem zusammen mit Heinz Rühmann und Hans Moser.

1937 floh Kiesler sowohl vor ihrem herrsüchtigen ertsen Ehemann wie auch vor den Nationalsozialisten - sie war Halbjüdin - über Paris und London in die USA. MGM-Chef Louis B. Mayer entdeckte sie, nahm sie unter Vertrag und bezeichnete sie als "die schönste Frau des Jahrhunderts".

In den 40er und 50er Jahren drehte sie - nun unter dem Künstlernamen Hedy Lamarr - rund 30 Filme ab, die sie stets in der Rolle der Femme Fatale zeigen. Künstlerisch wie auch kommerziell ist ihr größter Erfolg die Rolle der Delilah in Cecil B. DeMilles Bibelepos "Samson und Delilah" von 1949.

Für die damailge Presse war sie eine Vorzeige-Diva. Sie wechselte ihre Ehemänner - insgesamt waren es sechs - regelmäßig kurz vor den Premieren ihrer Filme und steuerte noch eine große Zahl von angedichteten oder tatsächlichen Liebhabern bei.

Mehr als andere weibliche Filmschönheiten dieser Zeit - zu diesem Ergebnis jedenfalls kommt der Film - litt Hedy Lamarr nicht etwa unter Image und Klischee einer männermordenden Diva - vielmher liebte und lebte sie diese Rolle.

Hedy Lamarr starb im Jahre 2000 in der Nähe von Orlando, Florida. Kurz zuvor hatte sie noch erfolgreich die Corel Corp. verklagt, die in dem Glauben, Hedy wäre längst tot, auf die Verpackung der Zeichen-Software "Corel Draw Vers. 8" ihr Portrait gedruckt hatte.



Film-Inhalt  


Eine der ersten Nackt-Szenen der Filmgeschichte:<br>Hedy Kiesler
Eine der ersten Nackt-Szenen der Filmgeschichte:
Hedy Kiesler


  Hintergrund


"Die schönste Frau des Jahrhunderts"? Hedy Lamarr

"Schon bevor Hedy Lamarr im Januar 2000 in Florida starb, haben wir uns mit der Geschichte des Hollywoodstars beschäftigt. Unser erster Ansatz war es, die verwirrenden unterschiedlichen Rollen und die spärlichen Fragmente, die von ihrem Leben bekannt waren, in eine Übereinstimmung zu bringen", sagen die Filmemacher über ihre Dokumentation.

Dabei steht die "Secret Communication" - die geheime Kommunikation im Vordergrund. Geheime Kommunikation zwischen ihr und der Presse. Geheime Kommunikation in ihren Rollen, sei es als die biblische Delilah, die schöne Helena, Geneviève von Brabant, Josephine Beauharnais oder auch Jeanne d'Arc. Und um geheime Kommunikation geht es schließlich auch in ihrer Erfindung.

Dabei war die Wahrheitsfindung für die Filmemacher nicht gerade einfach: "Ich bin lügenhaft", sagte Hedy Lamarr über sich selbst in ihrer Biografie. Und die Yellow-Press der 50er Jahre war auch nicht zwingend wahrheitsliebend...



Unter Nr. 2.292.387 ließ Hedy Lamarr 1942 in den USA ein Patent zur Funkfernsteuerung von Torpedos eintragen, welches vor Störungen durch den Gegner sicher sein sollte.

Die Grundidee bestand darin, dass der Torpedo und die Fernsteuerung ständig zwischen verschiedenen Frequenzen hin- und herwechseln. Das Problem der Synchronisation sollte dabei durch einen Lochstreifenleser sowohl in der Sende- wie auch in der Empfängereinheit gelöst werden. Angeblich kam Hedy Lamarr auf diese Idee, als sie beobachtete, wie ein Freund verschiedene elektrische Klaviere synchronisierte.

Landläufig gilt ihre Erfindung als Grundlage der GSM-Technik in heutigen Mobiltelefonen. Allerdings gibt es auch fundierte Zweifel, was die Funktionalität und Originalität ihrer Erfindung betrifft. So oder so hat sie aus dem Patent nie Nutzen ziehen können, da es zu keinen Lizenzzahlungen kam und der Patentschutz 1972 auslief. Jedenfalls aber hat es ihr zeitlebens geholfen, an ihrem Mythos zu arbeiten.



Hedy Lamarrs Erfindung  


Hedy Lamarrs Erfindung
Hedy Lamarrs Erfindung
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Hedy Lamarr: Secrets of a Hollywood Star" in der Regie von Donatello Dubini, Fosco Dubini, Barbara Obermaier liefen am 07.09.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Water
Drama, Kanada, Indien, 2005

Snakes on a Plane
Action, USA, 2006

Sehnsucht
Liebes-Drama, Deutschland, 2006

News from Home
Dokumentation, Israel, Belgien, Frankreich, 2006

Le Chiavi di Casa - Die Hausschlüssel
Familiendrama, Italien, Frankreich, Deutschland, 2004

Friends with Money
Tragikomödie, USA, 2006

Das G muss weg
Dokumentation, Deutschland, 2006

Confetti - Heirate lieber ungewöhnlich
Komödie, England, 2006

Cars
Animation, USA, 2006



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