Die alpenländische Volksmusik ist so alt wie die Besiedlung des Alpenraums selbst. Geprägt ist sie insbesondere vom Jodler oder auch "Almschrei" oder "Juchzer", der einst eine ernsthafte Kommunikationsform darstellte.
In Folge von Tourismus und insbesondere in Folge der Erfindung von modernen Tonträgern und Medien ist die traditionelle Musik des Alpenraums jedoch durch das Bild dirndlschwingender "Volkmusik"-Gruppen geprägt, angepasst und in erheblichen Umfang trivialisiert worden.
Der schweizerische Regisseuer Stefan Schwietert portraitiert drei eidgenössische Stimmkünstler, die sich auf den Spuren der Geschichte ihrer Heimat wieder den ursprünglicheren Klangformen zuwenden.
Noldi Adler wurde 1953 in Urnäsch geboren. Er reiste als "Adler Buebe" mit der Musikgruppe seiner Familie bereits als Kind durch verschiedenen europäische Länder. Er arbeitet heute als freischaffender Musikkünstler und hat sich insbesondere dem Narturjodler verschrieben.
Erika Stucky verfolgt bei ihrer Musik das Motto "serious fun". Sie wurde 1962 in San Francisco als Kind eidgenössischer Eltern geboren. Die Familie kehrte 1972 zurück in die Schweiz. Im Jahre 2007 ist Erika europaweit unterwegs mit einem neuen Jodel-Projekt, in dem sie mit Traditionen und Konventionen bricht.
Christian Zehnder wurde 1961 in Zürich geboren. Sein Projekt "Stimmhorn" wurde mehrfach ausgezeichnet. Er lehrt Obertongesang, Stimmtechnik und Chor und arbeitet an einem neuen Solo-Projekt unter dem Namen "kraah".