Bei den Sams-Filmen war es so, dass die Bücher ja existierten, und die Arbeit am Drehbuch hat uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir gesagt haben: "Wir wollen mal etwas ganz neu erfinden. Wir wollen nicht einem Buch hinterher schreiben, sozusagen - so toll das ist, es ist ganz wunderbar. Wir wollen ganz einfach eine neue Geschichte machen". Wir haben uns dann hingesetzt und haben uns einfach so Ideen zugeworfen und am Computer mitgeschrieben, das kann man heute noch so nachlesen. Nach fünf Seiten verrückter Ideen kam plötzlich so ein Hund, der sich in einen Menschen verwandelt. Und dann war die Geschichte da, und dann fingen wir halt an, alles darum herum zu bauen. Wo kommt dieser Hund hin? Was ist die Familie? Und natürlich hat sich dann alles so strukturiert, wie es jetzt ist. Dann gibt´s noch andere Tiere; und warum wird der Hund verwandelt? Als wir dann dieses Drehbuch fertig hatten, war auch die Abmachung, dass der Paul Maar sich hinsetzt und ein Kinderbuch daraus macht.
Die Kinder, die werden über den Hund natürlich sehr viel lachen, und auch Erwachsene werden sehr viel lachen, und das ist auch richtig. Aber es ist keine Schenkelklatsch-Komödie, sondern es ist eine Komödie auf einer sehr ernsten Basis, nämlich auf der Basis einer Familienproblematik. Ich hoffe, dass man weint und lacht in dem Film. Ich hab bei den Muster sehr viel gelacht, als ich das jetzt gesehen habe, aber es kamen mir bei manchen Szenen auch einfach die Tränen der Rührung, und so soll es sein - es ist eine Mischung von Lachen und Weinen.
Als wir das Drehbuch geschrieben haben, schreibt man ja vieles rein. Papier ist geduldig, und meine Erfahrung, weil ich das auch schon sehr lange mache in dieser Doppelfunktion: Es ändert sich ja dann im Laufe der Arbeit, und dann wir man auch viele Abstriche und manche Sachen einfacher machen müssen, wenn man sagt: "Der Hund macht dies, und der Hund macht das." Wir haben das alles so gelassen im Vertrauen, dass unsere Tiertrainerin, die Renate Hiltl das hinkriegt, und sie hat das Drehbuch gelesen und gesagt: "Es geht alles", und ich hab mir gedacht: "Dann wollen wir mal sehen, ob das Versprechen stimmt." Aber es ist wirklich erstaunlichst - es sind ja zwei Hunde - was diese beiden Hunde können. Ich habe wirklich nicht gehofft, dass es alles so funktioniert, wie es funktioniert. Also die können wirklich die unglaublichsten Sachen. Die kann man tatsächlich so führen, wie man einen Schauspieler führt.