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Herr Bello

Deutschland, 2007
Familien-Komödie

Originaltitel
Herr Bello

Kino-Start
17.05.2007

Regie
Ben Verbong

Darsteller
August Zirner (Herr Sternheim), Armin Rohde (Herr Bello), Sophie von Kessel (Verena Lichtblau), Manuel Steitz (Max Sternheim), Jan Gregor Kremp (Edgar), Gerd Knebel (Cholerischer Polizist), Henni Nachtsheim (Ruhiger Polizist), Hildegard Schmahl (Jolande), Johanna Gastdorf (Huhn), Patrick Geller (Kind in Auto), Gunther Gillian (Restaurantbesitzer), Barbara Schöneberger (Yvette)
Herr Bello - Kinoplakat
Armin Rohde war ja schon in vielen Rollen zu sehen - als SM-Metzger, Mephisto oder Räuber Hotzenplotz. In "Herr Bello" stellt er erneut seine Vielseitigkeit unter Beweis und tritt gar als Hund auf - nachdem der an einem Zaubertrank genascht hat. Eine tierische Komödie für die ganze Familie.

Sechs Jahre, nachdem seine Mutter verstarb, hat sich der mittlerweile 12-jährige Max (Manuel Steitz) mit seinem Vater, dem Apotheker Sternheim (August Zirner) arrangiert. Doch da der den ganzen Tag die Kundschaft bedienen muss, ist Max oft allein. Sein Wunsch nach einem Hund ist bisher zurückgewiesen worden, da ein solches Tier nicht in eine sterile Apotheke passen würde.

Als Max jedoch eines Tages einen Hundemischling vom Bauernhof des Landwirts Edgar (Jan Gregor Kremp) mit nach Hause bringt, gibt Sternheim nach. Er ist ohnehin gerade guter Stimmung, ist doch mit der hübschen Verena Lichtblau (Sophie von Kessel) eine junge Dame zur Miete in ihr Haus gezogen, die frischen Wind in ihr Alltagsleben bringt und das Herz des Witwers höher schlagen lässt.

Max, der seinen neuen Freund "Bello" getauft hat, ist allerdings von der neuen Nachbarin zunächst gar nicht begeistert. Doch dann ereignet sich ein Vorfall, der für neue Aufregung sorgt: Sternheim erhält Besuch von Jolande (Hildegard Schmahl). Sie war mit dessen lange verstorbenen Großvater befreundet und bringt eine Flasche mit einem wundersamen Elixier mit. Dieser war selbst Pharmazeut und hatte das konzentrierte Wachstumsmittel angerührt.

Ein Test bei Bauer Edgar als Düngemittel erweist sich als Fehlschlag, doch dann zeit das Mittel eine unerwartete Wirkung: Versehentlich stößt Max die Flasche um, Bello schleckt die Flüssigkeit auf - und aus dem niedlichen Hund wird plötzlich ein Mensch. Herr Bello (Armin Rohde) kann sprechen, doch ansonsten verhält er sich wie ein Hund. Dass er beim Wildern im Hühnerstall erwischt und von der Polizei verhört wird, wäre ja noch zu verschmerzen, doch droht der die sich zart anbahnende Romanze zwischen Sternheim und Frau Lichtblau im Keim zu ersticken.

Bevor diese Vater und Sohn beim Essen besucht, erhält Herr Bello daher erst einmal einen Crashkurs in Sachen menschliche Manieren. Das klappt auch zunächst, doch dann kommt wieder das Tier in ihm hervor, und zu Maxens Freude verliebt er sich ebenfalls in Frau Lichtblau. Der Junge fördert diese ungewöhnliche Beziehung, da er keinesfalls eine Stiefmutter haben möchte. Doch dann lässt die Wirkung des magischen Elixiers nach...



Film-Inhalt  


Sternheim (August Zirner) und Max (Manuel Steitz) mit Hund Bello
Sternheim (August Zirner) und Max (Manuel Steitz) mit Hund Bello


  Hintergrund


Nach der Metamorphose: Herr Bello (Armin Rohde)
Nach der Metamorphose: Herr Bello (Armin Rohde)

Das Autorenduo Ulrich Limmer und Paul Maar ist bereits vor "Herr Bello" ein eingespieltes Team. Nachdem ihre Filme "Das Sams" und "Das Sams in Gefahr" die Zuschauer verzaubert hatten, schrieben sie das Treatment zu einem Folgeprojekt, das sie beim FFF (FilmFernsehFond) Bayern einreichten. Dieser gab sein Einverständnis zur Förderung des Drehbuchs.

Um in entspannter Umgebung Ideen für den neuen Film zu sammeln, flogen die beiden mit ihren Familien zusammen nach Sardinien, wo sie gemeinsam ihren Urlaub verbrachten und die erste Fassung des Drehbuches entwickelten. Der Name des Filmhundes wurde von Paul Maar vorgeschlagen, dessen Tochter als Kleinkind einen unsichtbaren - virtuellern - Hund hatte - und der hieß eben Bello. Danach begann eine Aufgabenteilung, und schnellstmöglich das Drehen des Filmes zu ermöglichen.

Limmer kümmerte sich auch um die Produktion und kontaktierte die entsprechenden Stellen, um "Herr Bello" finanzieren zu können, während Maar aus dem Skript ein Kinderbuch entwickelte, dem er den Titel gab "Herr Bello und das blaue Wunder". Neben fast 100.000 verkauften Exemplaren reiste der Co-Autor zu rund einhundert Lesungen durch das Land und warb damit gleichzeitig für den kommenden Film.



Bei den Sams-Filmen war es so, dass die Bücher ja existierten, und die Arbeit am Drehbuch hat uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir gesagt haben: "Wir wollen mal etwas ganz neu erfinden. Wir wollen nicht einem Buch hinterher schreiben, sozusagen - so toll das ist, es ist ganz wunderbar. Wir wollen ganz einfach eine neue Geschichte machen". Wir haben uns dann hingesetzt und haben uns einfach so Ideen zugeworfen und am Computer mitgeschrieben, das kann man heute noch so nachlesen. Nach fünf Seiten verrückter Ideen kam plötzlich so ein Hund, der sich in einen Menschen verwandelt. Und dann war die Geschichte da, und dann fingen wir halt an, alles darum herum zu bauen. Wo kommt dieser Hund hin? Was ist die Familie? Und natürlich hat sich dann alles so strukturiert, wie es jetzt ist. Dann gibt´s noch andere Tiere; und warum wird der Hund verwandelt? Als wir dann dieses Drehbuch fertig hatten, war auch die Abmachung, dass der Paul Maar sich hinsetzt und ein Kinderbuch daraus macht.

Die Kinder, die werden über den Hund natürlich sehr viel lachen, und auch Erwachsene werden sehr viel lachen, und das ist auch richtig. Aber es ist keine Schenkelklatsch-Komödie, sondern es ist eine Komödie auf einer sehr ernsten Basis, nämlich auf der Basis einer Familienproblematik. Ich hoffe, dass man weint und lacht in dem Film. Ich hab bei den Muster sehr viel gelacht, als ich das jetzt gesehen habe, aber es kamen mir bei manchen Szenen auch einfach die Tränen der Rührung, und so soll es sein - es ist eine Mischung von Lachen und Weinen.

Als wir das Drehbuch geschrieben haben, schreibt man ja vieles rein. Papier ist geduldig, und meine Erfahrung, weil ich das auch schon sehr lange mache in dieser Doppelfunktion: Es ändert sich ja dann im Laufe der Arbeit, und dann wir man auch viele Abstriche und manche Sachen einfacher machen müssen, wenn man sagt: "Der Hund macht dies, und der Hund macht das." Wir haben das alles so gelassen im Vertrauen, dass unsere Tiertrainerin, die Renate Hiltl das hinkriegt, und sie hat das Drehbuch gelesen und gesagt: "Es geht alles", und ich hab mir gedacht: "Dann wollen wir mal sehen, ob das Versprechen stimmt." Aber es ist wirklich erstaunlichst - es sind ja zwei Hunde - was diese beiden Hunde können. Ich habe wirklich nicht gehofft, dass es alles so funktioniert, wie es funktioniert. Also die können wirklich die unglaublichsten Sachen. Die kann man tatsächlich so führen, wie man einen Schauspieler führt.



Co-Autor und Produzent Ulrich Limmer über den Film  


Hat ein Auge auf Max´ Vater: Frau Lichtblau (Sophie von Kessel)
Hat ein Auge auf Max´ Vater: Frau Lichtblau (Sophie von Kessel)

  Armin Rohde über seine Rolle


Herr Schwein (Peter Rappenglück) ist glücklich
Herr Schwein (Peter Rappenglück) ist glücklich

Ich spiele die Titelrolle in dem wunderbaren Film "Herr Bello". Das ist ein Mann, der eigentlich ein Hund ist, also ein Hund, der zu einem Mann wird. Diese Flüssigkeit stürzt eines Tages um durch ein kleines Versehen, einen kleinen Unglücksfall, wie so Unglücksfälle passieren eben. Der Hund der Familie, Herr Bello, der da noch nicht Herr Bello ist, sondern nur Bello - Herr Bello ist er dann, als er Mensch ist - also dieser Hund trinkt davon, und dann bin ich das.

Er weiß nicht, wie man Kleidung trägt, wie man Schuhe trägt, wie man isst, wie man trinkt wie ein Mensch. Wie man seine Notdurft verrichtet - auf eine Art und Weise, die in mitteleuropäischen Zivilisationen zulässig erscheint, und das ist nicht so ganz ohne.

Herr Bello verliebt sich heillos in Frau Lichtblau, die aber in Herrn Sternheim verliebt ist. Und das ist eine ziemlich aussichtslose Geschichte, weil dieser Hund natürlich nur sehr wenige Flirt - na -techniken will ich nicht sagen - er weiß natürlich nicht, wie man unter Menschen Annäherungsversuche startet. Als Hund wüsst´er schon was zu tun ist - da wüsst´ich auch was zu tun ist...



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Herr Bello" in der Regie von Ben Verbong liefen am 17.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Stomp the Yard
Musical-Drama, USA, 2007

Shooting Dogs
Kriegsdrama, England, 2007

Ein Lied für Argyris
Dokumentation, Schweiz, 2006

Die History Boys - Fürs Leben lernen
Tragikomödie, England, 2006

Der Große Ausverkauf
Dokumentation, Deutschland, 2007

Das Perfekte Verbrechen
Thriller, USA, 2007

Adam & Steve
Gay-Komödie, USA, 2005

2 Tage Paris
Liebeskomödie, Frankreich, 2007

Ebenfalls im Kino 




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