Das Drehbuch zu "Das Herz ist ein dunkler Wald" stammt von Nicolette Krebitz, die auch Regie führt. Die 1971 in Berlin geborene Schauspielerin hatte zuletzt im Jahre 2001 ein Kinoprojekt realisiert ("Jeans") und seitdem vorwiegend in TV-Produktionen, so etwa in zwei "Tatort"-Folgen, vor der Kamera agiert.
"Mir ist diese Geschichte von einem Vater, der zwei Familien hat, die nichts voneinander wissen, immer wieder begegnet", sagt sie über ihren Film. "Was das für die Mütter bedeutet hat, wurde entweder gar nicht erwähnt, oder sie wurden als stille Märtyrerinnen, als Wartende beschrieben. Mich hat interessiert, was mit einer Frau
passiert, die ihr Leben als Mutter und Ehefrau einem Mann anvertraut, und dann erfahren muss, dass es sie sozusagen doppelt gibt."
Produziert wurde "Das Herz ist ein dunkler Wald" von Tom Tykwer. Er sagt:" Nicolette und ich haben uns über den Film "Jeans" kennengelernt, den X-Verleih herausgebracht hat, und der mich in seiner eigensinnigen Sprache beeindruckte. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, und ich war neugierig, was sie als nächstes vorhat. Darafhin hat sie mir von der Grundidee zur Geschichte von 'Das Herz ist ein dunkler Wald' erzählt. Einen Film über die moderne dysfunktionale Familie und ihre Abgründe zu machen. Über die Alltagswidersprüche einer ebenso aufgeklärten wie abgeklärten Generation. Und natürlich über eine Frau, die sich an all den Spannungen, die ungelöst bleiben, aufreibt."
"Das Herz ist ein dunkler Wald" ist eine Koproduktion mit dem NDR und wurde gefördert von der Filmförderung Hamburg, der MSH Filmförderung Schleswig-Holstein und dem Medienboard Berlin-Brandenburg.