In den 1960er Jahren entstand, ausgehend von der amerikanischen Westküste, eine Jugendkultur, die sich dem etablierten Lebensstil und den verkrusteten Moralvorstellungen ihrer Eltern und Ahnen verweigerten. Die Hippies wurden zu einer Massenbewegung, und lange Haare, schlabbrige Klamotten zierten schnell einen großen Teil der Generation.
Nur wenige aus dieser Flower-Power-Bewegung waren so konsequent und verließen ihre Gesellschaft, um ihre Ideen konkret zu verwirklichen. Von ihnen ging ein Teil nach Indien, wo sie mit Hilfe leicht erhältlicher und billiger Drogen und fernöstlicher Mystik versuchten, ihren eigenen Weg und idealerweise gleich Erleuchtung zu finden.
Während die meisten dieser Aussteiger über kurz oder lang wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind, leben einige wenige immer noch in Indien und haben sich dort arrangiert oder gar etabliert. Einige von ihnen haben die Filmemacher Ulrich Grossenbacher und Damaris Lüthi besucht, um zu erfahren, wie und inwieweit sie sich den Lebensbedingungen und den Menschen dort angepasst und was sie aus ihrer ursprünglichen Kultur beibehalten haben.
Dabei zeigt sich, dass von den ursprünglichen Vorstellungen manchmal nur wenig übrig geblieben ist. So mancher Traum aus Jugendjahren ist auch hier verblasst, und vieles, was die Befragten ursprünglich gewollt oder erwartet haben, hat sich als Illusion herausgestellt.
Der eine oder andere hat sich gar so weit assimiliert, dass für den unvoreingenommenen Betrachter kaum noch ein Unterschied zu Einheimischen erkennbar ist, etwa als asketischer Yogi oder Guru. Andere wiederum wirken als alternde, sich dennoch jugendlich gebende Blumenkinder selbst in einem Land wie Indien wie Exoten.
So erhält der Zuschauer Einblicke in die Widersprüche zwischen den Gedanken, die die Hippies von der Welt haben, und der indischen Wirklichkeit, aber auch in die Möglichkeiten, wie Menschen Teile von verschieden Kulturen miteinander in Einklang bringen können. Zudem äußern sich die Befragten über ihre Ansichten zu den neueren Jugendbewegungen und dem Zusammentreffen mit Tourisen.