Diese Dokumentation lässt vier Männer zu Wort kommen, die mit Lug und Betrug andere Leute übers Ohr gehauen haben. Dabei geht es nicht in jedem Fall um materielle Bereicherung, sondern auch um Macht über Andere.
Alexander Adolph hat für sein Portrait nach jahrelangen Recherchen die vier verurteilten Straftäter ausgesucht, die bereit waren, dem Filmemacher Einsicht in ihre Strafakten zu gewähren und ihre Anwälte von der Schweigepflicht zu befreien.
Über meherere Tage konfrontiert er sie mit den Tatsachen, und die Hochstapler und Betrüger berichten, mit welchen Tricks sie ihren Mitmenschen das Geld aus der Tasche gezogen haben oder eine ganze Stadt nach ihrer Pfeife tanzen ließen.
Der Interviewer hält sich mit seinen Fragen zurück; den meisten Raum nehmen die Protagonisten selber ein, die ihre Taten eloquent und selbstbewusst beschreiben und dabei demonstrieren, welches das wichtigste Werkzeug ihrer Sparte des Verbrechens ist: die Sprache.
Und auch die Leichtgläubigkeit, mit der ihre Opfer bereitwillig auf haarsträubende Geschichten hereinfallen, wird deutlich. Wenn etwa ein Manager einen Mondflug für mehrere Millionen finanziert, fragt sich der Zuschauer fast unwillkürlich, ob er die Chuzpe des Täters bewundern oder eher den Geneppten wegen dessen Naivität bemitleiden soll.