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Hoffnung - Der große Sprung ins Glück

Schweden, Deutschland, 2007
Familienfilm, 89 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Hoppet

Kino-Start
29.11.2007

Regie
Petter Næss

Darsteller
Ali Abdulsalam (Azad), Ronas Gemici (Tigris), Peter Stormare (Hot-Dog-Mann), Richard Jarl (Markus), Kajsa Bergqvist (selbst), Dler Rasul (Alan, Vater), Shagul Tofik (Kajal, Mutter), Talar Hussein (Naza), Mariwan Tofik (Raman), Mehmet Aras (Hussein), Baran Hiwa Kader (Såma), Arman Amin (Dingo), Shada-Helin Sulhav (Tara), Per Fritzell (Bosse), Marie Göranzon („Pennerin“), Heinrich Schafmeister (deutscher Zollbeamter), Ia Langhammer (Sozialarbeiterin Kristina), Suzanna Dilber (Lehrerin), Dalia Salahaddin (Sara), Philipe Niklasson (Anton), Paiv Darbandi (Tigris, 8 Jahre), Ahmed Nadim (Azad, 6 Jahre)
Hoffnung - Der große Sprung ins Glück - Kinoplakat
Auf zahlreichen Festivals wurde ein Werk ausgezeichnet, das die Geschichte eines Jungen schildert, dessen Weg als illegaler Einwanderer unfreiwillig nach Schweden führt. Der schwedische Originaltiteln des Films ist "Hoppet" und hat eine doppelte Bedeutung: Neben "Hoffnung" heißt es auch "Sprung".

Ein kleines Dorf im Mittleren Osten: Eine Fernsehsendung mit Kajsa Bergqvist, der schwedischen Weltmeisterin im Hochsprung, löst beim sechsjährigen Azad (Ahmed Nadim) und seinem älteren Bruder Tigris (Paiv Darbandi) eine anhaltende Begeisterung für diese Sportart aus. Fortan trainieren die beiden eifrig zusammen, und Azad träumt davon, einmal als Hochspringer Karriere zu machen.

Doch eines Tages, während die beiden auf einer Anhöhe üben, wird ihr Dorf Ziel eines Bombardements durch Kriegsflugzeuge. Die Eltern Alan (Dler Rasul) und Kajal (Shagul Tofik), die nach dem Angriff verzweifelt nach ihren Kindern suchen, finden die Jungen schließlich unverletzt vor. Bei Tigris ist allerdings der Schock so groß, dass er von da ab verstummt.

Auf der Feier zu Azads (Ali Abdulsalam) zwölftem Geburtstag werden die Festgäste durch zwei Soldaten bedroht. Alan beschließt, mit seiner Familie die gefährliche Region zu verlassen und vertraut zunächst seine Söhne einem Schlepper an, der sie nach Deutschland bringen soll. In Frankfurt soll Onkel Kawa die Jungs in Empfang nehmen.

Weil die Schlepper sie betrügen, landen die beiden jedoch auf dem Flughafen von Stockholm. So schließen sie sich der Familie von Raman (Mariwan Kamal) an, einem Freund ihres Vaters, der die Reise nach Schweden freiwillig angetreten hat. In der fremden Umgegung ist es für die Asylbewerber schwer, sich einzuleben.

Azad verliebt sich in Ramans Tochter Sama (Baran Hiwa Kader), außerdem findet er in dem Verkäufer (Peter Stormare) der Hot-Dog-Bude an seiner Schule einen väterlichen Freund und Mentor. Außerdem freunded sich Azad noch mit Anton (Philipe Niklasson) an sowie mit Markus (Richard Jarl), dem Sohn des Sportlehrers Bosse (Per Fritzell), der ebenfalls ein Hochsprung-Ass ist.

Als ein Leichtathletikwettkampf in Berlin bevorsteht, an dem seine Schule beteiligt ist, sieht Azad seine Chance, als Hochspringer ganz groß rauszukommen und außerdem seine Eltern wiedersehen zu können. Er und Tigris, den er unbedingt dabeihaben möchte, sind allerdings illegal im Lande und haben folglich keine Pässe. Doch da helfen ihm seine neuen Freunde gerne aus...



Film-Inhalt  


Früh übt sich, was ein Meister werden will: Azad mit Bruder Tigris
Früh übt sich, was ein Meister werden will: Azad mit Bruder Tigris


  Hintergrund


Der Hot-Dog-Mann (Peter Stormare) hat manch heißen Tip
Der Hot-Dog-Mann (Peter Stormare) hat manch heißen Tip

Der am 14. März 1960 in Oslo geborene Regisseur Petter Naess war zuerst beim Theater in über dreißig Produktionen als Schauspieler, Autor und Regisseur tätig. 1999 inszenierte er mit "Absolute Hangover" (Absolutt blåmandag) seinen ersten Spielfilm. Mit seiner Tragikomödie "Elling" erzielte er im Jahr 2001 seinen internationalen Durchbruch, mit dem er auch für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert war. Auch Naess´ Komödie "Gekrallt" ("Tatt av kvinnen"), die er nach "Hoffnung" drehte, kam wieder bei den Academy Awards für Norwegen ins Rennen.

Dort spielt "Hoffnung" zwar keine Rolle, wurde aber auf zahlreichen anderen internationalen Veranstaltungen sowohl von den Jurys wie auch vom Publikum prämiert. In Deutschland etwa mit dem Lucas in Frankfurt und bei den Nordischen Filmtagen Lübeck in der Kindersektion, in Norwegen beim Internationalen Kinderfilmfestival Kristiansand oder auch in den USA mit dem Ersten Preis der Erwachsenenjury beim Kinderfilmfestival Chicago.



Die Frau, die sich der kleine Protagonist als Vorbild nimmt, gibt es tatsächlich, und in "Hoffnung" spielt sie sich selbst: Kajsa Bergqvist wurde am 12. Oktober 1976 in Sollentuna bei Stockholm geboren. Die sportlichen Gene wurden ihr von Vater Gunnar, Hürdenläufer bei den Olympischen Spielen 1972 in München, in die Wiege gelegt.

Sie selbst hatte mit der Bronzemedaille bei Olympia 2000 in Sydney ihren internationalen Durchbruch. Durch eine Verletzung wurde sie zwar eine Olympiade später in Athen gehindert, konnte aber im Jahr darauf die Weltmeisterschaft im Hochsprung erringen. Anfang 2006 löste die 1,75 großen Sportlerin im thüringischen Arnstadt mit einer Höhe von 2,08 Metern Heike Henkel als Hallen-Weltrekordlerin ab, die diesen Titel 14 Jahre lang innehatte.



Hoch hinaus  


Die Sportkameraden sind zunächst skeptisch
Die Sportkameraden sind zunächst skeptisch
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Hoffnung - Der große Sprung ins Glück" in der Regie von Petter Næss liefen am 29.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum Männer nicht zuhören - und Frauen schlecht einparken können
Romantikkomödie, Deutschland, 2007

Snipers Valley
Kriegsdrama, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, 2007

Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Fantasy-Abenteuer, Deutschland, USA, Kanada, 2007

Nichts als Gespenster
Drama, Deutschland, 2007

Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
Thriller, USA, 2007

Morgen, Findus, wird´s was geben
Zeichentrick, Schweden, Dänemark, England, Ungarn, 2005

Hunting Party
Abenteuer-Komödie, Bosnien, Kroatien, 2007

Hotel Very Welcome
Komödie, Deutschland, Indien, Thailand, 2007

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Thriller, USA, 2007

Die Todeskandidaten
Action-Thriller, USA, 2007

Die Gebrüder Weihnachtsmann
Komödie, USA, 2007

Der Mann von der Botschaft
Drama, Deutschland, Georgien, 2006

Bruno Manser - Kampf um den Regenwald
Dokumentation, Schweiz, Borneo, 2007



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