"Hot Fuzz" vermeidet die übliche Drei-Akter-Struktur vieler Actionfilme und geht einen völlig anderen Weg. Pegg und Wright haben den Film in zwei sehr unterschiedliche Hälften geteilt.
Teil Eins ist bestimmt durch Zurückhaltung und Inaktivität für Angel, der sich höchstens mit vermissten Schwänen, Kirchenfesten und der Nachbarschaftswache eines verschlafenen Dorfes herumschlagen muss, abgesehen von ein paar seltsamen Todesfällen, bei denen Angel schnell beginnt, nicht mehr an Unfälle zu glauben.
Die zweite Hälfte des Filmes zeigt einen Angel, der sich waffenstarrend einer Armee von Bösewichten stellt. Das Ganze wird präsentiert mit einer Reihe von Schießereien, Autoverfolgungsjagden und Explosionen.
Von Anfang an war Pegg and Wright klar, dass dieser plötzliche Wechsel im Tonfall das Publikum ziemlich überraschen könnte. Um die Entwicklung von einem drolligen englischen Krimi zum explosiven, eher amerikanisch anmutenden Actionkino zu erklären, kam das Duo auf ein simples, aber wirkungsvolles Anwendungsprinzip: "Popcorn-Logik".
"Es ist 'Bruckheimers Gesetz'", lacht Pegg und spielt damit auf den Produzenten Jerry Bruckheimer an, "'Popcorn-Logik' ist unsere Entschuldigung für schlechte Kontinuität. Wir passen schon darauf auf, dass alles irgendwie funktioniert und glaubwürdig ist, aber mit der 'Popcorn-Logik' haben wir zusätzlich das in vielen übertriebenen Actionfilmen verwendete und eher dehnbare Realitätskonzept mit an Bord genommen. ... Und das Ende ist einfach völlig verrückt. Es ist wie ein Videospiel: Es gibt viele Level, die man erstmal erledigen muss, bevor man am Ende zum Big Boss kommt."