Cozumel, ein Motel in Santiago de Chile: In einem plüschig roten Zimmer haben eine Frau und ein Mann wilden, hemmungslosen Sex. Nach dem ersten Akt, schwitzend und erschöpft, beginnen die beiden ein Gespräch. Kurz zuvor, am selben Abend noch, waren sich Daniela (Blanca Lewin) und Bruno (Gonzalo Valenzuela) auf einer Party zum ersten Mal begegnet. Da sich beide attraktiv fanden, fanden sie schon nach wenigen Worten zusammen den Weg ins Bett.
Doch erst jetzt fangen die beiden an, sich langsam kennenzulernen. Vorher hatten sie noch nicht einmal den Vornamen des Geschlechtspartners gewusst. Entsprechend belanglos kommt die Unterhaltung in Gang. Es geht um den Kalorienverbrauch beim Liebesspiel und ums Eisessen, darum, welche Spielfilme den beiden gefallen. Auch die Zigarette danach fehlt nicht, ebenso das gemeinsame Bad.
Unterbrochen von weiteren Sexakten, geben Bruno und Daniela allmählich mehr von sich preis: Beide reden über ihre anderweitigen Beziehungen, Sie erzählt über ihre religiöse Überzeugung, er erwidert mit dem Verschwinden seines Bruders in seiner Kindheit, das seinen Glauben erschüttert hat. Ebenso wie zuvor schon körperlich, so entsteht immer mehr auch eine geistige und seelische Intimität.
Doch je näher sich das Paar durch weitere Kopulation und Konversation kommt, desto zwiespältiger werden die Gefühle füreinander. Bruno wirft in den Raum, aus dem One-Night-Stand eine längere Beziehung entstehen zu lassen, und das Wachsen der gegenseitigen Sympathie scheint das tatsächlich möglich zu machen. Doch dann offenbaren Bruno und dann Daniela, dass beiden in der folgenden Woche ein entscheidendes Ereignis vor sich haben...