Haiti, zu Beginn der 1980er Jahre: Trotz der noch andauernden Diktatur von Jean-Claude Duvalier, berüchtigt als "Baby Doc", und der Unruhen in der Bevölkerung ist die karibische Insel ein beliebtes Reiseziel für Nordamerikaner. Das Hotel "La Petite Anse", unweit von Port au Prince gelegen, ist ein isoliertes Paradies, in das scheinbar kein Unbill von außen eindringen kann.
Albert (Lys Ambroise) steht in den Diensten des Hotels und holt Brenda (Karen Young) aus Georgia vom Flughafen ab. Sie war schon einmal hier im Urlaub gewesen und hatte nicht nur Sonne, Sand und Wasser genossen, sondern auch die Liebesdienste des jungen Schwarzen Legba (Ménothy Cesar), woran damals ihre Ehe gescheitert ist.
Im Hotel lernt sie Ellen (Charlotte Rampling) kennen, Professorin für französische Literatur aus Boston. Die ist hier bereits zum sechsten Mal auf Sommerurlaub und hat ebenfalls eine Schwäche für die einheimischen Männer, ebenso wie die stämmige Sue (Louise Portal) aus dem kanadischen Montreal. Alle drei vergnügen sich mit den jungen Haitianern und geben Geld oder Geschenke als Gegenleistung. Ellen hat sich ebenso wie Brenda in Legba verliebt, und es ist mehr als sexuelles Begehren, es ist echte Zuneigung.
So kommt es zwischen den beiden immer wieder zum Streit über den farbigen Adonis. Der genießt zwar einerseits die Begegnungen mir den freigiebigen Frauen, andererseits stört in die Bevormundung, die von Ellen ausgeht. Und ihre Sorge um Legba ist nicht unberechtigt, denn der gerät mit der haitianischen Geheimpolizei Tonton Macoute aneinander. Zwar verspricht ihm eine Freundin (Anotte Saint Ford) aus Kindertagen, selbst Mätresse eines einflussreichen Politikers, Zuflucht, doch Legba zieht es wieder zurück zu seinen beiden Verehrerinnen...