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Jindabyne

Australien, 2006
Drama, 123 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Jindabyne

Kino-Start
01.11.2007

Regie
Ray Lawrence

Darsteller
Chris Haywood (Gregory), Tatea Reilly (Susan), Laura Linney (Claire), Sean Rees-Wemyss (Tom), Gabriel Byrne (Stewart Kane), Deborra-Lee Furness (Jude), John Howard (Carl), Eva Lazzaro (Caylin-Calandria)
Jindabyne - Kinoplakat
Wie verhält man sich korrekt, wenn man auf einer Angeltour in einer abgelegenen Gegend zufällig auf die Leiche einer vergewaltigten und brutal ermordeten jungen Frau trifft? Jedenfalls nicht, indem man seinen Trip fortsetzt, als wäre nichts geschehen. Das muss auch Gabriel Byrne als Hauptdarsteller in dem australischen Spielfilm "Jindabyne" des Regisseurs Raw Lawrence lernen.

Der gebürtige Ire Stewart Kane (Gabriel Byrne) lebt mit seiner US-amerikanischen Frau Claire (Laura Linney) und ihrem gemeinsamen kleinen Sohn in der australischen Kleinstadt Jindabyne.

Wie jedes Jahr macht Stewart mit seinen Freunden Carl (John Howard), Rocco (Stelios Yiakmis) und Billy (Simon Stone) einen Angelausflug an einen abgelegenen Fluss in den Highlands.

In den Abendstunden des ersten Tages ihres Ausflugs stoßen die vier auf die Leiche eines vergewaltigten und brutal ermordeten jungen Mädchens. Da es bereits zu spät zu einer Rückkehr bei Tageslicht ist, beschließen sie, die Nacht wie ursprünglich geplant in der Wildnis zu verbingen. Doch auch am nächsten Morgen verspüren die Männer wenig Lust, sich auf den Rückweg zu machen. Stattdessen setzen sie ihre Angelpartie wie geplant fort, als wäre nichts geschehen.

Als die Ausflügler dann schließlich nach Jindabyne zurückkehren und von ihrem grausigen Fund berichten, reagieren die Menschen in dem Ort mit völligem Unverständnis bis hin zur offenen Anfeindung.

Auch Claire hat keinerlei Verständis für das Verhalten ihres Mannes, der selbst nicht einzusehen vermag, dass er etwas falsch gemacht haben soll. Über die Unstimmigkeiten beginnt die Ehe der beiden langsam aber sicher in die Krise zu schlittern, und auch die Beziehungen der anderen Anglerkameraden zu deren Frauen und Kindern leiden zusehens.

Schließlich beginnt Claire, Geld für die Beerdigung des Mordopfers zu sammeln, um so eine Möglichkeit zur Aussprache und Entschuldigung bei der Famile des jungen Mädchens zu finden...



Film-Inhalt  


Stewarts und Claires Ehe ist am Scheideweg
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  Hintergrund


Sohnemann hat Probleme mit Papas neuem Image
Sohnemann hat Probleme mit Papas neuem Image

"Jindabyne" lehnt sich an eine Kurzgeschichte aus der Feder des 1938 geborenen und 1988 verstorbenen amerikanischen Schriftstellers Raymond Clevie Carver an, der in den USA als der "Wiederentdecker der Kurzgeschichte" galt.

Mit Fred Ward und Anne Archer als Stuart und Claire Kane wurde die Story bereits 1993 von Altmeister Robert Altman verfilmt und fand Eingang in den Episodenfilm "Short Cuts".

Auch die mehrfach ausgezeichnete Filmmusik der australischen Rock-Legende Paul Kelly ist nicht wirklich taufrisch: Der Titelsong "Everything's Turning To White" basiert auf dem Score des bereits 1989 erschienen Albums "So Much Water, So Close To Home".

"Jindabyne" hatte seine Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes im Jahre 2006 und stieß auf durchweg gute Kritiken; die Amerika-Premiere fand auf den Filmfestspielen in Toronto statt.



Kaum ein anderer australischer Spielfilm konnte bisher derart viele Auszeichnungen und Awards einheimsen wie "Jindabyne" in der Festivalsaison 2006. Allerdings hagelte es die Preise ausschließlich in Australien. Außerhalb des Inselkontinents ging der Film regelmäßig leer aus.

Film Critics Circle of Australia Awards: Beste Film, Beste Regie, Beste Drehbuchadaption, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Soundtrack, Bester Hauptdarsteller (Gabriel Byrne), Beste Hauptdarstellerin (Laura Linney), Beste Nebendarstellerin (Deborra-Lee Furness)

IF Awards: Beste Regie, Beste Schauspielerin (Laura Linney), Bester Schauspieler (Gabriel Byrne), Beste Kamera

Film Critics Circle of Australia Awards: Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Laura Linney), Bester Nebendarsteller (John Howard), Bester Soundtrack

Valladolid International Film Festivab: Golden Spike (Ray Lawrence)

Australian Screen Sound Guild Awards: Bester Ton, Bester Tonmix, Bester Soundtrack des Jahres



Festspielpreise ohne Ende  


In der Wildnis
In der Wildnis
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Jindabyne" in der Regie von Ray Lawrence liefen am 01.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Weißt was geil wär?
Komödie, Deutschland, 2007

Nach 7 Tagen - Ausgeflittert
Komödie, USA, 2007

Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier
Sport-Doku, Deutschland, USA, Österreich, Finnland, Schweden, 2007

Königreich Arktis
Dokumentation, USA, 2007

Kirgisische Mitgift
Drama, Kirgisien, Deutschland, Frankreich, 2006

Jennas Kuchen - Für Liebe gibt es kein Rezept
Liebeskomödie, USA, 2007

It´s Winter - Zemestan
Drama, Iran, 2006

Das Reichsorchester
Dokumentation, Deutschland, 2007

Bis zum Ellenbogen
Komödie, Deutschland, 2007



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