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Joe Strummer - The future is unwritten

England, Irland, 2007
Dokumentation, 123 Minuten

Originaltitel
Joe Strummer - The future is unwritten

Kino-Start
24.05.2007

Regie
Julien Temple

Joe Strummer - The future is unwritten - Kinoplakat
Julien Temple, der unter anderem mit seinen Musikdokus "The Filth and the Fury" und "Glastonbury" viel Anerkennung geerntet hatte, widmet sich mit "Joe Strummer - The future is unwritten" einer Punk-Legende. Der Film über den mit 50 an einem Herzinfarkt gestorbenen Bandleader von The Clash lief in der offiziellen Auswahl der Filmfestivals von Sundance und Dublin 2007.

Einer der charismatischsten Vertreter des Punkrock war der Clash-Frontman und -Gründer Joe Strummer. Dieses Portrait beschreibt das Wirken des Musikers als Leadsänger, Gittarist, Texters und Mitbegründer von The Clash, und als Representant eines Genres, das nicht nur die Musik der 1970er und 80er Jahre, sondern das Lebensgefühl einer Generation beeinflusst hat.

Der Musik-Dokumentarist Julien Temple versucht die Atmosphäre seiner musikalischen Ära einzufangen und zu vermitteln, wer hinter der Punk-Legende steckt. Vier Jahre nach dessen überraschendem Tod zeigt diese Dokumentation, wer Joe Strummer war, seine menschliche Seite, seine künstlerische Arbeit und seine politischen Ansichten.

Temple zeigt Archivaufnahmen von Bühnenauftritten, Proben, Tourneen, aber auch Bilder aus dem Privatbereich, Werbeclips und Cartoons, und auch die Zeit vor The Clash kommt nicht zu kurz. Er lässt Freunde, Kollegen und andere zu Wort kommen, die mit dem Künstler zusammenkamen. Dazu gehören Mick Jones und Topper Headon von The Clash, Bono von den irischen Kollegen U2, die im selben Jahr wie die Clash gegründet wurden.

Auch aus dem Filmbusiness äußern sich Fans von Strummer, so die Regisseure Martin Scorsese und Jim Jarmusch; die Produzentenbrüder Bob und Harvey Weinstein oder die Schauspieler Johnny Depp, Matt Dillon und John Cusack. So erschließt sich das facettenreiche Bild einer Ikone des Punk-Rock, dessen Einfluss auf die Musik auch nach seinem überraschenden Tod geblieben ist.



Film-Inhalt  


John Mellor in jungen Jahren
John Mellor in jungen Jahren


  Hintergrund


Aus der Feder von Joe Strummer
Aus der Feder von Joe Strummer

Regisseur Julien Temple hatte sich schon früh in seiner Karriere auf das Drehen von MusikVideos und -dokus spezialisiert. Er hatte das Aufkommen der Londoner Punkszene von den Anfängen Mitte der 1970er Jahre an verfolgt. Temple wollte bereits 1976, kurz nach der Gründung von The Clash, einen Film über sie drehen, hatte aber den rechten Kontakt zu Joe Strummer nicht gefunden. Stattdessen freundete er sich bei seinen Recherchen mit den Sex Pistols an, von denen sein erster Dokumentarfilm handelte.

Erst Mitte der 1990er Jahre traf er überraschend auf sein altes Idol. Der suchte in Somerset nach einer Wohnung und besuchte Temple, woraus sich spontan eine Freundschaft entwickelte. Die gründet sich auch auf viele Gemeinsamkeiten der beiden vom Alter nur ein Jahr auseinanderliegenden Londoner, die beide von der Hippie-Bewegung, der Hausbesetzerszene und der No-Future-Einstellung beeinflusst waren.

Der Filmemacher sieht in der Punk-Legende mehr als einen berühmten Musiker, für ihn ist er ein Philosoph. "In ihm konzentrierte sich das Leben und die Zeit, die wir alle erlebten", so Temple. "Was er diskutierte und worüber er nachdachte, war die Natur des Menschen, war die Bedeutung der Freiheit... eine Menge Fragen, die in unserer jetzigen Lebensweise einfach ausgemerzt wurden. Seine Worte zu mir waren: 'Das Denken ist der Grund, warum man am Morgen aufsteht.'"



Als John Graham Mellor wird Joe Strummer am 21. August 1952 in Ankara geboren, der noch einen älteren Bruder, David, hat. Sein Vater Ron Mellor ist Diplomat, und so reist seine Familie Zwischen 1953 und 1958 mit ihm in den Iran, nach Ägypten, Malawi und Mexiko, bevor sie nach England zurückkehren.

1971 schreibt John sich an der Kunsthochschule ein mit dem Ziel, Cartoonist zu werden. Ein Jahr später fängt er an, Gitarre zu lernen, um im Jahr darauf mit seiner ersten Band, den "Vultures" zu spielen. Danach kam er mit der Hausbesetzerszene in Kontakt, spielte kurz mit den "The 101ers", benannt nach der Hausnummer des besetzten Objekts, und gründete kurz darauf mit drei weiteren Musikern "The Clash", eine der ersten und erfolgreichsten Punkrock-Bands.

Nach der Auflösung von The Clash 1985 folgten Solo-Auftritte und -Alben, zeitweise zusammen mit den Pogues, und "Woody" war auch in einigen Filmen zu sehen. An den früheren Erfolg konnte er allerdings nicht anschließen. Ein Comeback zeichnete sich ab 1999 mit seiner neuen Band Mescaleros ab. Doch schon drei Jahre später, am 22. Dezember 2002 starb Joe Strummer, der einen unentdeckten Herzfehler hatte, an einem Herzinfarkt.



Kurzbiografie  


Einer seiner Fans: Martin Scorsese
Einer seiner Fans: Martin Scorsese
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Joe Strummer - The future is unwritten" in der Regie von Julien Temple liefen am 24.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Vinci - Crime ... is a Work of Art
Krimi-Komödie, Polen, 2004

Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt
Abenteuer, USA, 2007

Kurz davor ist es passiert
Dokumentation, Österreich, 2006

Elbe
Drama, Deutschland, 2006

El Custodio - Der Leibwächter
Drama, Argentinien, Frankreich, Deutschland, Uruguay, 2006

Der Traum
Drama, Dänemark, 2006



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