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Junebug

USA, 2005
Tragikomödie, 107 Minuten

Originaltitel
Junebug

Kino-Start
01.03.2007

Regie
Phil Morrison

Darsteller
Embeth Davidtz (Madeleine) Alessandro Nivola (George Johnsten) Frank Hoyt Taylor (David Wark) Scott Wilson (Eugene Johnsten) Benjamin McKenzie (Johnny Johnsten) Celia Weston (Peg Johnsten) Amy Adams (Ashley Johnsten) Alicia Van Couvering (Bernadette) Bobby Tisdale (Norman Venable) Beth Bostic (Nachbarin Lucille) David Kuhn (Auktionator) Joanne Pankow (Warks Schwester Sissy) R. Keith Harris (Pastor Bud)
Junebug - Kinoplakat
Mit "Junebug" haben die beiden von Jugend an befreundeten Filmemacher Angus MacLachlan und Phil Morrison ihren ersten gemeinsamen Spielfilm gedreht, der auch gleich viel Beachtung fand. Eine selbstbewusste Kunsthändlerin muss sich darin mit der Enge der Familie ihres Mannes auseinandersetzen.

Die weltläufige britische Galeristin Madeleine (Embeth Davidtz) und der Geschäftsmann George (Alessandro Nivola) treffen sich auf einer Kunst-Auktion in Chicago. Zwischen beiden funkt es kräftig, und schon kurze Zeit später sind sie verheiratet. Als die Frischvermählte den exzentrischen Maler David Wark (Frank Hoyt Taylor) in North Carolina aufsucht, um mit ihm einen Exklusiv-Vertrag abzuschließen, beschließt sie zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Sie überredet ihren Gatten, sie zu begleiten und seine neue Ehefrau bei der Gelegenheit seiner Familie vorzustellen, die dort ganz in der Nähe wohnt. Denn bisher war ihre Beziehung eher von körperlicher Leidenschaft geprägt, und über ihre neue, angeheiratete Verwandtschaft möchte sie mehr über Georges Wurzeln erfahren.

Im ländlichen Pfafftown angekommen, begrüßt sie gleich die Anwesenden unbefangen mit Wangenkuss und stößt damit auf Befremden, denn die Johnstens sind eher von der rustikalen, zurückhaltenden Art. Georges spröde Mutter Peg (Celia Weston), der wortkarge Eugene (Scott Wilson) und Bruder Johnny (Ben McKenzie), der immer noch bei den Eltern rumhängt und auf seinen erfolgreichen Bruder neidisch ist, kommen nicht auf Anhieb mit der selbstbewussten Art der neuen Schwiegertochter und Schwägerin zurecht.

Johnnys geschwätzige, hochschwangere Frau Ashley (Amy Adams) hingegen ist in ihrer naiven Art von ihrer Schwippschwägerin beeindruckt, zumal sie erfährt, das die Kosmopolitin in Japan geboren ist. Und während die beiden Schwägerinnen sich anfreunden und Madeleine langsam ins Familien- und Gemeindeleben einbezogen wird, vergrößert sich ihre Distanz zu George.



Film-Inhalt  


Madeleine (Embeth Davidtz) und George (Alessandro Nivola) auf der Fahrt zu dessen Eltern
Madeleine (Embeth Davidtz) und George (Alessandro Nivola) auf der Fahrt zu dessen Eltern


  Hintergrund


Künstler David Wark (Frank Hoyt Taylor) verhandelt mit Madeleine
Künstler David Wark (Frank Hoyt Taylor) verhandelt mit Madeleine

Regisseur Phil Morrison und Drehbuchautor Angus MacLachlan sind seit Jugendtagen befreundet. Sie wuchsen in Winston-Salem auf und besuchten gemeinsam die dortige North Carolina School of the Arts. Während Morrison in New York weiterstudierte, blieb MacLachlan auch nach seinem Abschluss 1980 in seinem Heimatort und schrieb dort ein rundes Dutzend Theaterstücke, die mit diversen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Die Stadt dient auch als Drehort für die fiktive Kleinstadt "Pfafftown" im Film.

Bereits beim 18-minütigen Kurzfilm "Tater Tomater" hatten die beiden zusammengearbeitet. Diese Komödie über die überforderte Bedienung in einem Café hat sich zum Kult unter Insidern entwickelt. Das Werk wurde 1992 auf dem Sundance Film Festival aufgeführt und war 2001 im Museum of Modern Art zu sehen, als Teil der Retrospektive "Best of 25 Years".

Die erste Fassung des Skripts zu "Junebug", seinem ersten Spielfilm, schrieb der Verfasser bereits 1984. Über mehrere Jahre haben die beiden Filmemacher zusammen am Drehbuch gefeilt. Auch als Produzentin mit ins Boot geholt wurde, dauerte es noch eine ganze Weile, bis sich das Projekt konkretisiert hatte. Zusammen mit ihrer Firma Epoch Films hatten sie bereits an Werbespots und Videoclips gearbeitet.

Nach "Junebug" wurde Morrison von Apple für eine TV-Werbekampagne engagiert. In diesen in den USA sehr populären Spots werden nach dem Motto "Get a Mac" die Vorzüge eines Macintosh gegenüber einem Windows-PC gepriesen.



Amy Adams wurde am 20. August 1974 im norditalienischen Vicenza geboren; ihr Vater war auf der nahegelegenen US-Airbase Aviano stationiert. Unter sechs Geschwistern wuchs sie in Castle Rock, Colorado, auf. Während der Highschool nahm sie Ballettstunden, wo schon ihr Talent der darstellenden Künste sichtbar wurde. Danach jobbte sie bei der Imbiss-Kette Hooters und in einem Dinner Theater, wo man seine Mahlzeit zu einer Bühnenvorstellung einnehmen kann und sie ihre ersten Rollen spielte.

Ihre erste Filmrolle bekam sie aufgrund ihrer tänzerischen Fähigkeiten als Cheerleader an der Seite von Kirsten Dunst in der Teeniekomödie "Gnadenlos schön" (Drop Dead Gorgeous). Danach siedelte Adams Es folgten einige Nebenrollen in TV-Serien, unter anderem in "Buffy", und Spielfilmen wie "Eiskalte Engel 2" (Cruel Intentions 2).

Ihre Karriere bekam einen gehörigen Anschub durch "Catch Me If You Can" von Steven Spielberg, in dem sie die Krankenschwester Brenda Strong spielt, an die Leonardo DiCaprio als Frank Abagnale sein Herz verliert. "Junebug" ist der vorläufige Höhepunkt ihrer Laufbahn. Mit diesem Film konnte sie zahlreiche Preise einstreichen, so den Spezialpreis der Jury in Sundance und den wichtigen Independent Spirit Award. Zudem wurde sie für ihre Darstellung der Ashley zum Oscar für die Bester Nebendarstellerin nominiert.



Amy Adams spielt Ashley  


Die schwangere Ashley (Amy Adams) entspannt auf dem Sofa
Die schwangere Ashley (Amy Adams) entspannt auf dem Sofa
► Cast, Crew► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Junebug" in der Regie von Phil Morrison liefen am 01.03.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Whole New Thing - einfach anders anders
Tragikomödie, Kanada, 2005

The Hitcher
Horror-Thriller, USA, 2007

The Good German
Mystery-Drama, USA, 2006

Smokin´ Aces
Action-Komödie, England, USA, Frankreich, 2007

Olé
Komödie, Italien, 2006

Fast Food Nation
Drama, USA, 2006

Brücke nach Terabithia
Fantasy-Abenteuer, Neuseeland, USA, 2007



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