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Kann das Liebe sein?

Frankreich, 2007
Liebeskomödie, 90 Minuten

Originaltitel
Je crois que je l´aime

Kino-Start
19.07.2007

Regie
Pierre Jolivet

Darsteller
Vincent Lindon (Lucas), Sandrine Bonnaire (Elsa), François Berléand (Roland Christin), Kad Merad (Rachid), Liane Foly (Larozière), Hélène de Saint-Père (Sophie), Guilaine Londez (Birgitte), Pierre Diot (Francis), Albert Dray (Albert), Mar Sodupe (Lola), Clémentine Poidatz (Marina), Venantino Venantini (Della Ponte), Brian Bigg (Sumo Yakeshi), William Boisgérault (Boissière), Silvana Gasparini (Antonia), Nancy Tate (Lucas´ Ex-Frau)
Kann das Liebe sein? - Kinoplakat
Der französische Schauspieler François Berléand, Sohn eines armenischen Einwanderers, ist auch dem deutschen Publikum vorwiegend als Nebendarsteller bekannt, der bestens in markigen Rollen gefällt. Bei "Kann das Liebe sein?" spielt er einen Detektiv, der die neue Liebschaft seines Chefs abklopft.

Lucas (Vincent Lindon) ist 43 und leitet ein Industrieunternehmen der Telekommunikationsbranche. Das hat ihn zwar wohlhabend gemacht, doch weil diese Tätigkeit ihm kaum Zeit für sein Privatleben ließ, hat sich seine Frau (Nancy Tate) von ihm getrennt.

Er hatte eine heiße Affäre, doch die Gespielin hatte es nicht auf sein Herz abgesehen, sondern auf seine Geschäftsgeheimnisse: Sie hatte ihn für die Konkurrenz ausspioniert.

Die 38-jährige Elsa (Sandrine Bonnaire) ist eine bekannte Künstlerin, die von Lucas´ Firma beauftragt wird, im Foyer seines Büros ein Fußboden-Mosaik aus Keramik zu gestalten. Als Lucas sie sieht, ist er sofort von ihr hingerissen.

Auch Elsa scheint an dem Firmenschef Gefallen zu finden, obwohl sie eigentlich nicht so auf den Businessman mit Krawatte steht. Doch Lucas´ etwas linkische Art übt auf die Künstlerin eine anziehende Wirkung aus.

Doch seit seiner letzten Erfahrung will Lucas diesmal vorsichtig an die Sache herangehen. Er bespricht sich mit seiner Sekretärin Birgitte (Guilaine Londez) und mit Roland (François Berléand), dem Detektiv seiner Firma, und der bestärkt ihn in seinem Zweifel: Warum sollte eine so attraktive Frau alleinstehend sein. Voller Eifer waltet Roland seines Amtes und installiert Wanzen und Kameras in Elsas Wohnungs.

Während Lucas seiner Flamme allmählich näherkommt, mit ihr durch Paris streift und bald die ersten Umarmungen und Küsse folgen, observiert Roland Elsa auf Schritt und Tritt. Als Elsa eine der versteckten Kameras in ihrer Wohnung entdeckt, stellt sie Lucas zur Rede...



Film-Inhalt  


Lucas (Vincent Lindon) ist ein erfolgreicher Unternehmer
Lucas (Vincent Lindon) ist ein erfolgreicher Unternehmer


  Das Autoren-Duo


Warum ist Elsa (Sandrine Bonnaire) noch Single?
Warum ist Elsa (Sandrine Bonnaire) noch Single?

Pierre Jolivet war bislang eher für Thriller oder Komödien bekannt. "Kann das Liebe sein?" ist der erste Film, mit dem sich Pierre Jolivet im Fach der romantischen Komödie versucht.

Er erklärt das so: "Mit 'Kann das Liebe sein?' hatte ich einfach Lust, einmal einen Film über die Liebe zu drehen, weil ich das noch nie gemacht hatte. Über Liebe zu reden macht fast genau soviel Angst wie die Liebe selbst. Doch ich konnte darüber nur durch eine Figur meines Alters sprechen.

Da ich schon einige Zeit verheiratet bin, habe ich seit fast zwanzig Jahren keiner Frau mehr den Hof gemacht. Auf eine bestimmte Art scheint mir das zu fehlen."

Sein Co-Autor Simon Michaël ergänzt: Wir konnten diese Komödie über die Liebe nur schreiben, weil wir durch unsere Arbeit eine Ebene der Bekanntschaft und des gegenseitigen Vertrauens erreicht haben, die uns erlaubt, ein solch persönliches Sujet zu behandeln."

Seit dem Thriller "Fred" von 1997 ist "Kann das Liebe sein?" bereits die fünfte Zusammenarbeit der beiden Autoren. In all diesen Filmen verließen sie sich auch auf die eingespielten Schauspieler Vincent Lindon und François Berléand. Letzterer ist ebenso wie Jolivet Jahrgang 1952 und arbeitet bereits seit dessen erstem Spielfilm "Strictement personnel" mit ihm zusammen.



Der am 15. Juli 1959 in Bologne geborene Schauspieler konnte sich sicherlich gut in die Rolle eines Industriebosses einfügen: er ist der Sohn eines Industriellen, und sein Onkel Jérôme Lindon war leiter des französischen Verlags "Éditions de Minuit", der während der deutschen Besatzung zum Druck von Schriften der Résistance gegründet wurde.

Lindons Großvater hatte sich nach der Befreiung Frankreichs einen Namen als Ankläger gegen Kollaborateure gemacht. Auch Vincent Lindon ist politisch aktiv, so unterstützte der Urgroßneffe des Autokonstrukteurs André Citroën 2007 François Bayrou, den Kandidaten der neuen liberalen Mouvement démocrate, bei den Präsidentschaftswahlen.

Anfang der 1980er Jahre orientierte sich Vincent Lindon in verschiedene Richtungen. Eigentlich wollte er Musiker werden, studierte kurz in New York und Boston und organisierte Tourneen des französischen Komikers Coluche.

Seine Filmkarriere begann Lindon als Assistent der Kostümbildnerin bei "Mein Onkel aus Amerika" ("Mon oncle d'Amérique", 1980) mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle. 1982 nimmt er Schauspielunterricht am Pariser Cours Florent. Dort empfiehlt sein Lehrer Francis Huster ihn dem Regisseur Paul Boujenah, der ihn für seine erste Rolle in "Der Falke" ("Le Faucon", 1983) besetzt.

Es folgen zahlreiche Nebenrollen, unter anderem an der Seite von Alain Delon ("Geschichte eines Lächelns" / "Notre histoire", 1984; "Der Panther" / "Parole de flic", 1985), Sigourney Weaver und Michael Caine ("Half Moon Street", 1986) sowie Claudia Cardinale und Jamie Lee Curtis ("Leidenschaftliche Begegnung" / "Un homme amoureux", 1987).

Für seine Rolle des Musikers Edouard, in den sich Sophie Marceau als "Die Studentin" (L´Étudiante, 1988) verliebt, wird er als Nachwuchsschauspieler mit dem Jean-Gabin-Preis geehrt. In seinen weiteren Filmrollen verkörpert Vincent Lindon regelmäßig einen modernen Typus von Mann, der neben Entschlossenheit auch Gefühle zeigt.



Vincent Lindon (Lucas)  


Lucas heuert Detektiv Roland (François Berléand) an
Lucas heuert Detektiv Roland (François Berléand) an
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Kann das Liebe sein?" in der Regie von Pierre Jolivet liefen am 19.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tarantino: Death Proof - Todsicher
Actionthriller, USA, 2007

Sterben für Anfänger
Tragikomödie, USA, 2007

Next
Action-Thriller, USA, 2007

Motel
Horror-Thriller, USA, 2007

Max Ernst - Mein Vagabundieren - Meine Unruhe
Dokumentation, Deutschland, 1991

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge
Dokumentation, Schweiz, 2004

Du bist nicht allein
Tragikomödie, Deutschland, 2007

2:37
Drama, Australien, 2006



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