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Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!

Deutschland, 2007
Komödie

Originaltitel
Der Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!

Kino-Start
30.08.2007

Regie
Granz Henman

Darsteller
Franz Dinda (Sebastian Lämmle), Florian Lukas (Thorsten Schleifer), Axel Stein (Ufo), Christian Sengewald (Justus von Bülow), Kailas Mahadevan (Nefzat Akinci), Till Trenkel (Max Zonkowitz), Oona Devi Liebich (Unteroffizier Jana Roth), Ronald Nitschke (Major Hauptmann), Carsten Norgaard (Major Ridgeley), Jan Henrik Stahlberg (Oberfeldwebel Keller), Maren Scheel (Valesca), Arne Lenk (Martin), Philippe Reinhardt (Private First Class Norman), Susanne Jungk (Biggi), Heike Hunger (Simone), Maximilian Loewenstein (Oberstabsgefreiter Schultz), Michael Brandner (Musterungsarzt), Lucie Pohl (Mrs. Ridgeley), Renate Bopp (Hirtenmama), Bernhard Butz (Hirtenpapa), Granz Henman (Mister Nice & Easy)
Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten! - Kinoplakat
Dass der Ernst des Lebens bei der Bundeswehr auch mächtig komisch sein kann, beweist Regisseur Granz Henman mit "Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!". Er hat ja auch schon gezeigt, was "Harte Jungs" (2000) und erst recht "Knallharte Jungs" (2002) so alles draufhaben.

Basti Lämmle (Franz Dinda) hat gerate sein Abitur in der Tasche, und schon wird er von der Bundeswehr zur Musterung geladen. Da ihm Wehrdienst gerade nicht so in die persönliche Lebensplanung passt, kommt ihm gerade recht, dass Thorsten Schleifer (Florian Lukas), sein Leidensgenosse bei der Untersuchung, ihm von seiner Freundin entnommenes Urin verscherbelt. Die ist nämlich zuckerkrank, und das ist ein eindeutiger Ausmusterungsgrund.

Dummerweise fliegt der Schwindel auf, denn die Diagnose lautet nicht nur "Diabetes", sondern auch noch "schwanger". Auch das schriftliche Vorbringen seiner Verweigerung findet nicht den rechten Adressaten, und so wird Basti mitten auf einer Abifete vor den Augen seiner Freundin Valesca (Maren Scheel) von den Feldjägern abgeführt.

So landet er in den Händen vom cholerischen Spieß, Oberfeldwebel Keller (Jan Henrik Stahlberg), und Kompaniechef Major Hauptmann (Ronald Nitschke), die aus dem Weichei und verhinderten Zivildienstleistenden binnen acht Wochen einen brauchbaren Kämpfer für die Nation machen wollen.

Doch die Kameraden auf seiner Stube sind allesamt ebenfalls keine potentiellen Mustersoldaten: Der geschäftstüchtige Schleifer etwa, der ihm den wenig hilfreichen Urin verpasst hatte, will Unterwäsche von Sanitäterinnen im Web verkaufen.

Wenig vom Bund halten auch der merkwürdige Ufo (Axel Stein) und Justus von Bülow (Christian Sengewald), dessen adeliger Vater ihn zu enterben droht, wenn er nich seinen Dienst am Vaterland ableistet. Zwei weitere Stubenkameraden sind zwar richtig heiß auf den Komiss, doch wenn die Optik für treffsichere Schüsse wie beim Deutsch-Türken Nefzat Akinci (Kailas Mahadevan) nicht ausreicht oder Max "Zonk" Zonkowitz (Till Trenkel) gar mit seinem Diktiergerät sein Streben zum BND dokumentiert, sorgt auch das für Misfallen unter den Vorgesetzten.

Das würde ja solange nicht weiter auffallen, wie diese Chaostruppe unter sich bliebe. Zum Ende der Grundausbildung müssen die Wehrdienstleistenden von Stube 54 jedoch beim Auftakt eines Manövers gegen ihre Kollegen von den US-Streitkräften antreten. Und gegen die von Major Ridgeley (Carsten Norgaard Kristensen) gedrillten Kriegsathleten kackt der desorganisierte Trupp um Basti mächtig ab - allerdings nicht, ohne noch versehentlich den geheiligten Sternenbanner abzufackeln

Und während das deutsch-amerikanische Verhältnis auf einem militärischen Tiefpunkt angelangt ist, macht sich daheim in Bastis WG dessen Mitbewohner Martin (Arne Lenk) an Valesca heran. Als Basti die beiden dabei überrascht, ist er dermaßen deprimiert, dass seine Stubenkameraden ihn nur noch mit einem Mittel aufzuheitern wissen: Eine zünftige Panzer-Party...



Film-Inhalt  


Basti Lämmle (Franz Dinda) muss erstmal von Valesca (Maren Scheel) Abschied nehmen
Basti Lämmle (Franz Dinda) muss erstmal von Valesca (Maren Scheel) Abschied nehmen


  Hintergrund


Sie sind schwanger - Doktor (Michael Brandner) zu Schleifer (Florian Lukas) und Basti
Sie sind schwanger - Doktor (Michael Brandner) zu Schleifer (Florian Lukas) und Basti

Quirin Berg und Max Wiedemann, die Produzenten von "Kein Bund fürs Leben", gehören selbst zu den vom vaterländischen Schicksal getroffenen: Berg, am 1. März 1978 in München geboren, war als waschechter Bayer seiner Wehrpflicht bei den Gebirgsjägern nachgekommen, Wiedemann, ein Freund aus der Schulzeit, die seine bei der Luftwaffe.

Während in den 1970er Jahren ganze eineinhalb Jahren bei der Bundeswehr abgeleistet werden mussten, waren es bei den beiden nur noch zehn Monate, und bei der Chaostruppe in "Kein Bund fürs Leben" dauert die Wehrpflicht nur noch so lange wie eine Schwangerschaft.

So schrieben sich die beiden nach der Rückgabe der Uniform an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film ein und begannen unter dem eigenen Label "Wiedemann & Berg Filmproduktion" mit dem Produzieren von Kurzfilmen. Vorläufiger Höhepunkt ihrer Karriere ist ihre Kinoproduktion "Das Leben der Anderen", die neben drei Europäischen, sieben Deutschen und vier Bayrischen Filmpreisen auch mit dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film ausgezeichnet wurde.



Der einzige aus dem Ensemble, der "gedient" hat, war Jan Henrik Stahlberg, der in "Kein Bund fürs Leben" den Ausbilder Oberfeldwebel Keller spielt. Daher mussten die Schauspieler vor dem Dreh zunächst einmal einen Crash-Grundwehrdienst ableisten. Denn natürlich müssen auch in einer Komödie die Rollen mit einer gewissen Glaubwürdigkeit gespielt werden.

Zusammen mit den ebenfalls ungedienten Autoren Oliver Philipp und Oliver Ziegenbalg sowie Regisseur Granz Henman wurden die Darsteller für ein paar Tage in ein Boot-Camp geschickt. Dort wurde mit einigen aktiven Soldaten erst einmal Krieg gespielt, militärische Grundkommandos sowie Bewegungsabläufe beim Exerzieren geübt.

Vier Tage lang simulierten die Schauspieler unter freiem Himmel einen Auslandseinsatz unter dem Kommandonamen "X-For". "Da gab es also die regulären Soldaten und natürlich auch die 'Feinde", berichtet Hauptdarsteller Franz Dinda. "Das war eine ganz eigene Erfahrung: Es gab unter anderem kein warmes Wasser, und beim Abwasch blieb so ein Fettfilm auf dem Geschirr zurück, den man hinterher abkratzen musste."

Als Standorte für die Dreharbeiten, die von Mitte September bis Anfang November 2006 stattfanden, dienten die Prinz-Heinrich-Kaserne in Lenggries, früherer Sitz einer Gebirgsjäger-Garnison der Wehrmacht, und der Truppenübungsplatz Alte Heide bei München, nebst einigen anderen Orten in und um München.



Einsatz im Felde  


Basti trifft auf seine Stubenkameraden Schleifer und Ufo (Axel Stein)
Basti trifft auf seine Stubenkameraden Schleifer und Ufo (Axel Stein)
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!" in der Regie von Granz Henman liefen am 30.08.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Thomas Harlan - Wandersplitter
Dokumentation, Deutschland, 2007

Schwarze Schafe
Komödie, Deutschland, 2006

Sakuran - Wilde Kirschblüte
Drama, Japan, 2006

Lizenz zum Heiraten
Liebeskomödie, USA, 2007

Hippie Masala - Für immer in Indien
Dokumentation, Schweiz, 2006

Hallam Foe - This is my Story
Liebesdrama, Schottland, 2007

Die Letzte Legion
Action, USA, England, Frankreich, 2007

28 Weeks Later
Scifi-Thriller, England, 2007



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