Am Ende ihres Sommerurlaubs, den sie in Spanien verbracht hat, erwartet die 19-jährige Lili (Mélanie Laurent) eine böse Überraschung: Schon als sie von ihren Eltern am Busbahnhof abgeholt wird, merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Lapidar teilen ihr Paul (Kad Merad) und Isabelle Tellier (Isabelle Renauld) mit, dass Lilis Zwillingsbruder Loïc (Mickaël Trodoux) sich aus dem Staub gemacht habe, nachdem man sich wieder einmal über die Ordnung im Haus gestritten hatte.
Während sich die Eltern optimistisch geben, dass ihr Sohn schon irgendwann wieder auftauchen werde, ist seine Schwester verwundert, dass Loic die Familie verlassen hat, ohne ihr Bescheid zu geben. Sie versucht ihren Bruder auf dem Handy zu erreichen, doch er geht nicht, dran, und es meldet sich nur seine Mailbox, auf die sie spricht, er solle sich bei ihr melden.
Doch Tage und Wochen vergehen ohne ein Lebenszeichen von Loic. Lili, die immer ein besonders inniges Verhältnis zu ihm hatte, hat mit dem ihr unerklärlichen Verlust schwer zu kämpfen. Sie gerät in eine zunehmende Depression, gerät immer öfter mit ihren Eltern aneinander, und ihre Verzweiflung geht schließlich so weit, dass sie nichts mehr essen will.
Als die Hoffnung fast erloschen scheint, kommt plötzlich eine Postkarte von Loic, mit der er schreibt: "Keine Sorge, mir geht's gut." Von da ab trifft regelmäßig eine Karte von ihm ein, immer aus verschiedenen Orten der französischen Provinz. Diese Nachrichten lassen Lili wieder aufleben, doch vermisst sie ihren Bruder immer noch schmerzlich.
Sie zieht von zuhause aus, geht nicht mehr zur Universität und jobbt im Supermarkt als Kassiererin. Sie versucht sich mit Thomas (Julien Boisselier) abzulenken, dem früheren Freund ihrer alten Freundin Léa (Aïssa Maïga). Nachdem wieder eine Postkarte von Loic eingetroffen ist, diesmal aus der Normandie, fast sie sich ein Herz und reist dorthin, um seine Spur aufzunehmen...