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Mein Kind vom Mars

USA, 2007
Tragikomödie, 90 Minuten

Originaltitel
Martian Child

Kino-Start
08.11.2007

Regie
Menno Meyjes

Darsteller
John Cusack (David), Bobby Coleman (Dennis), Amanda Peet (Harlee), Sophie Okonedo (Sophie), Joan Cusack (Liz), Oliver Platt (Jeff)
Mein Kind vom Mars - Kinoplakat
Ein Kind zu adoptieren ist keine einfache Sache, besonders nicht, wenn man ein unverheirateter Single ist. Schwerer aber noch ist es, ein Kind zu erziehen - besonders wenn es felsenfest davon überzeugt ist, vom Mars zu stammen und daher nur im Raumanzug bereit ist, auf die Straße zu gehen. Wie man trotz solcher Widrigkeiten zu einem Familienvater wird, zeigt John Cusack in Menno Meyjes Komödie "Mein Kind vom Mars".

Nach dem plötzlichen Tod seiner Ehefrau fühlt sich David Gordon (John Cusack) einsam, leer und ausgebrannt, was nicht gerade positive Eigenschaften für einen Science-Fiction-Autor sind.

Er entschließt sich daher - gegen den dringenden Rat von Freunden und Verwandten - einen Jungen aus einem Waisenhaus zu adoptieren.

Seine Wahl trifft ausgerechnet auf den kleinen Dennis (Bobby Coleman): Er ist verschlossen, hat sich von seiner Umwelt fast völlig abgeschottet und läuft ständig in selbstgebastelter "Schutzkleidung" herum: Dennis ist felsenfest überzeugt davon, dass er vom Mars stammt.

Bei der Erziehung des Kleinen geht David seine beste Freundin Harlee (Amanda Peet) zur Hand, wobei sich - wenn auch langsam und zögerlich - aus der platonischen Freundschaft eine Liebesbeziehung entwickelt.

Trotz aller Fortschritte muss David aber auch bald feststellen, dass Vater sein dann doch komplizierter ist, als er sich das zunächst gedacht hatte:

Andauern liegt ihm seine Schwester Liz (John Cusacks leibliche Schwester Joan Cusack) mit guten Ratschlägen in den Ohren. Auch die Direktorin des Waisenhauses Sophie (Sophie Okonedo) kann sich mit selbigen nicht zurückhalten.

Doch das ist erst der Beginn des Ärgers: David versäumt den Abgabetermin für seinen neuen Roman und ruft damit seinen Agenten Jeff (Oliver Platt) auf den Plan, und das Jugendamt hetzt ihm den Schnüffler Lefkowitz (Richard Schiff) auf den Hals, weil Dennis durchaus nicht den Glauben an seine marsiale Herkunft aufgeben will und sogar von der Schule fliegt.

David allerdings denkt gar nicht daran, den liebgewonnenen Jungen wieder zurückzugeben. Er denkt über ganz andere Dinge nach: Nach mehr als nur einem absonderlichen Erlebnis mit seinem Ziehsohn fragt er sich ernsthaft, ob an dieser Mars-Geschichte vielleicht mehr dran sein könnte als nur die wüste Phantasie eines kleine Kindes.

Aber Menschen vom Mars, die gibt es nicht. Oder vielleicht doch?



Film-Inhalt  


David Gordon (John Cusack) und sein Sohn vom Mars
David Gordon (John Cusack) und sein Sohn vom Mars


  Hintergrund


Party mit der Familie
Party mit der Familie

"Mein Kind vom Mars" beruht auf der 1994 veröffentlichten und mehrfach ausgezeichneten Kurzgeschichte "The Martian Child" des amerikanischen Schriftstellers David Gerrold, die dieser später zu einen Roman ausbaute.

David Gerrold - ebenfalls Adoptivvater eines Sohnes - hat in dem Buch zahlreiche eigene Erlebnisse verarbeitet: Als alleinstehender Homosexueller hatte er zunächst erhebliche Probleme, überhaupt ein Kind adoptieren zu dürfen.

Nachdem ihm dies dann schließlich gelang, war es nicht eben einfach, das Vertrauen des Kindes zu erlagen, das in seinem kurzen bisherigen Leben im Waisenhaus nie echte Zuwendung erfahren hatte. Gerrold dachte sich daher ein "Mars-Spiel" für sich und seinen Sohn aus.

Bereits kurz nach der ersten Veröffentlichung traten die Produzenten David Kirschner und Corey Sienega an den Autor mit der Idee einer filmischen Umsetzung heran, dennoich dauerte es dann rund zehn Jahre, bis das Projekt realisiert wurde.

Als Hauptdarsteller hatten die Produzenten von der ersten Minute an John Cusack im Blick. Nach Krischner Meinung verkörptert Cusack auf ideale Weise den Jedermann der heutigen Zeit. Er sei "neurotisch, manchmal paranoid, aber immer humorvoll und mit einem schlagfertigen Spruch auf den Lippen."

Ob Cusack sich diesen Schuh anziehen will, bleibt offen. Vom Drebuch jedenfalls war er mehr aus schauspielerischen Gründen angetan: "Die Story ist dramatisch, geheimnisvoll, aber sie beschränkt sich auf eine übersichtliche Umgebung, ist fast ein Kammerspiel, wenn man sie von den Figuren her analysiert", sagt Cusack.



Die Rolle des Waisenkindes Dennis wird von Bobby Coleman verkörpert. Der am 5. Mai 1997 in Los Angeles geborene Junge stand schon im Alter fünf Jahren vor der Kamera und wirkte seitdem in diversen TV-Produktionen mit. Die Rolle des Dennis als "Kind vom Mars" ist aber seine erste Hauptrolle.

"Ich habe noch nie einen so natürlich begabten Schauspieler erlebt wie Bobby", sagt Regisseur Menno Meyjes über den Jüngsten am Set.

"Er kam als Schauspieler auf die Welt. Beim täglichen Anschauen der Muster haben wir uns schlappgelacht, weil er direkt vor der Einstellung Faxen machte wie der Tasmanische Teufel aus den Comics. Und wenn ich dann 'Action!' rief, verkroch er sich sofort in sich selbst und wurde zu Dennis. Das war einfach fantastisch!"



Kinderstar Bobby Coleman  


Macht sich Sorgen: Liz (Joan Cusack)
Macht sich Sorgen: Liz (Joan Cusack)
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Mein Kind vom Mars" in der Regie von Menno Meyjes liefen am 08.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Von Löwen und Lämmern
Kriegsdrama, USA, 2007

Liebesleben
Drama, Deutschland, Israel, 2007

Ich will dich - Begegnungen mit Hilde Domin
Dokumentation, Deutschland, 2007

Die drei ??? - Das Geheimnis der Geisterinsel
Abenteuer, Deutschland, Südafrika, 2007

Die Chroniken von Erdsee
Anime, Japan, 2006

Abbitte
Drama, England, Frankreich, 2007

30 Days of Night
Horror, Neuseeland, USA, 2007



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