Die Erzählung über den kleinen, aber mutigen und pfiffigen Jungen Kiriku hat mit "Kiriku und die Zauberin" nicht aufgehört. So erzählt dessen Großvater im Dorf vier weitere Episoden, die der Knirps erlebt hat:
Kiriku und die schwarze Hyäne
Die Dorfbewohner haben endlich ihre neue Bewässerungsanlage fertiggestellt. Ein Kanal leitet das Wasser von der Quelle zum Pflanzgebiet, wo es von kleineren Gräben auf die einzelnen Beete weitergeleitet wird. Der bislang trockene Boden wird so fruchtbar und ermöglicht den Anbau verschiedenen Gemüses, Früchte und auch von Baumwolle. Doch eines Tages finden die Dorfbewohner die Früchte ihrer Arbeit zerstört: Die Gärten wurden verwüstet, und der Verdacht fällt auf die Zauberin Karaba (Elisabeth Günther). Doch Kiriku (Tobias John von Freyend) hat eine Idee, wie man den Anbau schützen kann: mit einem Zaun. Der Plan ist schnell verwirklicht, und Kiriku bietet sich als Wache an. Und tatsächlich taucht der Täter wieder auf: Es ist eine riesige schwarze Hyäne. Sie durchbricht den Zaun und rast über die Beete. Der Junge nimmt reißaus, verfolgt von der Bestie. Er kann sich auf einen Baum retten und sieht in der Krone ein Bienennest. Das lässt er auf den Verfolger fallen, und die aufgebrachten Bienen verjagen die Hyäne. Während Onkel (Mike Carl) damit den Fall als erledigt ansieht, widerspricht Kirikus Mutter (Carin Tietze): Was bringt einen Fleischfresser dazu, das Gemüse zu durchpflügen?
Kiriku und der wilde Büffel
Nachdem die Hyäne die Ernte der Dorfbewohner vernichtet hat, herrscht Ratlosigkeit: Sollen sie nun hungern? Kaufen können sie ihre Nahrung auch nicht, weil Karaba ihren Schmuck geraubt hat. Doch Kiriku hat wieder eine Idee: Zwar sind die Pflanzen unbrauchbar geworden, doch der Boden auf dem sie wuchsen, besteht aus Lehm. Und das ist ein guter Werkstoff für allerlei nützliche Gegenstände. So gehen die Leute mit Elan an die Töpferei und formen Töpfe, Krüge und Schalen her, die sie dann über dem Feuer brennen. Als sie eine stattliche Anzahl an Steinzeug hergestellt haben, macht sich eine Gruppe auf den beschwerlichen Weg in die Stadt, die Ware auf den Köpfen gestapelt, um sie dort auf dem Markt zu verkaufen. Zu ihrem Erstaunen, aber auch zur Erleichterung treffen sie unterwegs auf einen an einem Baum angebundenen, schwarzen Büffel. Trotz der Warnung Kirikus laden sie ihre Last auf dessen Rücken und gehen mit ihm weiter. Doch kaum haben sie ihr Ziel erreicht, geht das Tier durch, und sämtliche Töpfereiarbeiten gehen in Scherben auf. Doch ein Nachzügler rettet sie: Kiriku hatte geahnt, dass die Zauberin hinter der Sache steckt und hat seine Last bei sich behalten. Seine Handarbeiten finden reißenden Absatz...
Kiriku und die stolze Giraffe
Als eines Tages in Dorf seltsame Fußabdrücke gefunden werden, die aussehen, als hätte sie ein Vogel mit drei Beinen hinterlassen, lässt seine Neugier dem kleinen Jungen keine Ruhe: Kiriku verfolgt die Spur, die ihn aus dem Dorf herausführt und immer weiter davon weg. In der Einsamkeit sieht er sich auf einmal von Fetischen umzingelt: Die Zauberin Karaba hat ihn in eine Falle gelockt, indem ein Fetisch mit einem Stempel die Abdrücke in den Boden gedrückt hat. Es gelingt ihm zwar, sich auf einen Baum zu retten, doch ohne Essen und Trinken kann er eine Belagerung nicht lange aushalten. Zu seinem Glück taucht eine Giraffe auf, um den Baum abzuäsen. Kiriku klettert auf ihren Kopf, und in Begleitung der Fetische reist er hoch über ihren Köpfen durch die vielfältige afrikanische Landschaft. Als die Giraffe sich zu einem Bach beugt, um zu trinken, gleitet der pfiffige Junge hinein und schwimmt zum anderen Ufer. Die Fetische versuchen ihm zwar zu folgen, doch die Strömung reißt die hölzernen wesen mit sich, und so ist Kiriku erst einmal in Sicherheit...
Kiriku und die giftige Blume
Nach alter Tradition haben die Frauen des Dorfes wieder in einem großen Fass Bier gebraut und wollen natürlich wissen, wie es ihnen diesmal gelungen nist. So kosten alle von dem Trank, doch bald darauf bekommen sie Schmerzen. Kiriku überlegt, dass es nur an dem Bier gelegen haben kann und entleert das Fass. An dessen Grund fällt ihm eine sonderbare schwarze Blume auf. Als er diese seiner Mutter zeigt, die erschrickt: Es handelt sich um Karabas giftige Blume! Und es gibt nur ein Gegenmittel für die Krankheit, die sie verursacht - die Blüte einer anderen, gelben Blume, die im Garten der bösen Zauberin wächst. Doch der ist von ihren Fetischen gut bewacht. Kiriku hat einen Einfall: Er will diese mit einer Verkleidung täuschen. Und so basteln die Kinder zusammen ein Fetischkostüm, mit dessen Hilfe er die Helfer der Zauberin überlisten will. Tatsächlich schafft er es, in den Garten zu gelangen und findet auch die gelben Blumen, doch seine Anwesenheit bleibt nicht geheim...