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Könige der Wellen

USA, 2007
Animation, 82 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Surf´s Up

Kino-Start
13.09.2007

Regie
Ash Brannon, Chris Buck

Könige der Wellen - Kinoplakat
Seit dem "Marsch der Pinguine", seit "Madagascar" und "Happy Feets" wissen Kinobesucher eine ganze Menge über Pinguine. Mit dem familientauglichen Animationsfilm "Könige der Wellen" erweitert Sony Pictures nochmals das Wissen der Cineasten, geht es hier doch um die Frage, welchem Hobby Pinguine mit Vorliebe in ihrer Freizeit nachgehen. Geht es nach den erfahrenen Zeichentrick-Regisseuren Ash Brannon ("Toy Story 2") und Chris Buck ("Tarzan"), lautet die Antwort: Wellenreiten.

Das Örtchen Buenos Eisig irgendwo in der Antarktis: Hier lebt der junge, draufgängerische Pinguin Cody Maverick. Er hat einen Job in der örtlichen Fischfabrik, fühlt sich aber zu Größerem berufen.

Codys große Leidenschaft ist das Wellenreiten, und er beherrscht sein Hobby wie kein zweiter - jedenfalls in Buenos Eisig.

Um sein Talent mit anderen Surfern zu messen - und nicht zuletzt, um reich und berühmt zu werden - reist Cody auf eigene Faust per Anhalter zu dem jährlich stattfindenden und in Erinnerung des vor Jahren verstorbenen Surf-Königs "Big Z" abgehaltenen "Big Z-Memorial-Surf-Cup" nach Pin Gu Eiland.

Dort angekommen, läuft jedoch so ziemlich alles schief: Erst verliebt er sich Hals über Kopf in die schöne Rettungsschwimmerin Lani Aliikai, stellt sich bei seinem Werben aber derart tolpatschig an, dass sie nichts von ihm wissen will, und dann wird Cody bei seinen ersten Surf-Übungen auch noch so heftig unter Wasser gezogen, dass er sein Bewusstsein verliert und fast ertrinkt.

Sein Retter ist kein geringerer als Big Z selbst. Nein, Cody ist nicht im Jenseits, Big Z ist vielmehr im Diesseits. Tatsächlich war er gar nicht gestorben, sondern hatte sich nur von dem nicht ungefährlichen Sport nach einem Unfall zurückgezogen.

Das aber ist jetzt alles nicht wichtig. Wichtig für Cody ist es nach wie vor nur, den bevorstehenden Wettkampf zu gewinnen und das Herz von Lani zu erobern.

Wie gut, dass er mit Big Z jetzt einen Meister aller Klassen an seiner Seite hat, der nicht nur der beste Surfer aller Zeiten ist, sondern sich auch noch in Herzensdingen auskennt...



Film-Inhalt  


Fisch ist nicht genug!
Fisch ist nicht genug!


  Film-Kritik


Cody Maverick auf dem Weg in den Süden.
Cody Maverick auf dem Weg in den Süden.

Pinguine, Pinguine und immer wieder Pinguine. Es begann mit dem "March of the Penguins" (US-Start Juni 2005), es folgte "Madagascar" und schließlich "Happy Feet" (Herbst 2006). So herrschten vor dem Kinostart von "Könige der Wellen" (Originaltitel: "Surf's Up") erhebliche Zweifel, ob das Publikum noch einen Film über die flugunfähigen, watschelnden Polarvögel akzeptieren würde.

Aber - sehr zur Beruhigung der hier produzierenden Sony Pictures, deren Animations-Filme (z.B. "Open Season") in der Vergangenheit mehr als einmal weit hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurückgeblieben waren - sowohl Kritik wie auch das Publikum nahmen den Film an:

Bereits vor dem Europa- und Asien-Start wurden knapp 100 Millionen Dollar eingespielt und damit die Produktionskosten von geschätzt 85 Millionen Dollar wieder hereingeholt. Zu dem Erfolg dürfte nicht zuletzt eine großangelegte, weltweite Kooperation mit McDonalds beigetragen haben, die ihren "Happy Meals" Figuren von "Surf's Up" beilegten.



Was haben knall-bunt animierte, lustige Pinguine mit dem Irak-Krieg zu tun? Nichts - sollte man meinen. Und um auch nicht den leisesten Verdacht aufkommen zu lassen, dass dies anders sein konnte, überarbeite Sony mehrfach den Soundtrack zum Film.

Die Musik zu "Könige der Wellen" zeichnet sich durch ein aufwendiges Mixture aus grellen Rock- und Pop-Songs diverser aktueller Gruppen und Künstler wie Lauryn Hill, Sugar Ray und Pearl Jam aus. Zum ursprünglichen Soundtrack gehörten auch die Songs "Welcome to Paradise" und "Holiday" der alternativen Rock-Gruppe "Green Day", die unter anderem als Hintergrundmusik in einigen Trailer-Veröffentlichungen zu hören waren.

Nun ist aber Green Day für seine ablehnende Haltung zur Georg W. Bush-Administration und zum Irak-Krieg bekannt. Nach Veröffentlichung ihres Albums "American Idiot" warfen konservative Kreise Green Day sogar "kalkulierten Anti-Amerikanismus" vor.

Lead-Sängher Billie Joe Armstrong hatte in einem Viodeoclip den Song "Holiday" unter anderem mit folgenden Worten angekündigt: "This next song's a big 'fuck you' to all the politicians. This song's called Holiday! This song is not anti-America; it's anti-war!"

Ein Statement, dass der Marketing-Abteilung von Sony Pictures dann doch wohl zu suspekt war, und so flogen die Green Days aus dem offiziellen Soundtrack wieder raus.



Die Politik surft mit  


Pause beim Hobby
Pause beim Hobby
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Könige der Wellen" in der Regie von Ash Brannon, Chris Buck liefen am 13.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zimmer 1408
Horror-Thriller, USA, 2007

Yella
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Tödliche Verbindungen
Krimi-Komödie, Deutschland, 2006

Sisters in Law
Dokumentation, England, Kamerun, 2005

Salvador - Kampf um die Freiheit
Drama, Spanien, England, 2007

Rezept zum Verlieben
Komödie, USA, 2007

Paulas Geheimnis
Familienfilm, Deutschland, 2007

Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John
Dokumentation, USA, 2005

Ein Mutiger Weg
Thriller-Drama, USA, England, 2007

Die Regeln der Gewalt
Krimidrama, USA, Kanada, 2007

Death Sentence - Todesurteil
Actiondrama, USA, 2007



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