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Krass

USA, 2006
Tragikomödie, 117 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Running with Scissors

Kino-Start
18.01.2007

Regie
Ryan Murphy

Darsteller
Annette Bening (Deirdre Burroughs), Brian Cox (Dr. Finch), Joseph Fiennes (Neil Bookman), Evan Rachel Wood (Natalie Finch), Alec Baldwin (Norman Burroughs), Joseph Cross (Augusten Burroughs), Jill Clayburgh (Agnes Finch), Gwyneth Paltrow (Hope Finch), Gabrielle Union (Dorothy)
Krass - Kinoplakat
Seit vielen Jahren schon gehört Augusten Burroughs zu den gefeiertsten amerikanischen Schriftstellern der Gegenwart. Wie in allen seinen Büchern, geht es auch in "Running with Scissors" - so der Originaltitel von Film und Romanvorlage - um die Schilderung persönlicher Erinnerungen im autobiographischen Stil. Wieviel hiervon wirklich autobiographisch und wieviel Dichtung ist, bleibt wie bei allen Werken Burroughs auch hier offen.

1971: Die Ehe der Eltern des frühreifen sechsjährigen Augusten (Joseph Cross) steht vor dem Ende: Mutter Deirdre (Annette Bening) hängt der Wahnvorstellung nach, eines Tages eine berühmte Schriftstellerin zu werden. Vater Norman hingegen (Alec Baldwin) ist Mathematik-Professor. Er ist dem Alkohol verfallen und hat es schon vor langer Zeit aufgegeben, sich der Probleme seiner Familie zu widmen.

Als letzten Ausweg begeben sich die Eheleute Burroughs in die Behandlung des exzentrischen Dr. Finch (Brian Cox), doch auch dieser Rettungsversuch scheitert, und die Ehe geht endgütltig in die Brüche.

Während Mutter Deirdre ins Hotel zieht und ihren Kummer mit Valium zu übertünchen versucht, kommt Augusten in die Familie der Finchs und damit vom Regen in die Traufe: Mrs. Finch (Jill Clayburgh) ist völlig neurotisch, Tochter Hope (Gwyneth Paltrow) hat sich den bibeltreuen Christen verschrieben, und ihres Schwester Natalie (Evan Rachel Wood) verbringt jede freie Minute in der Disco.

Das Leben in der Familie der Finchs wird bald zum Albtraum für den kleinen Augusten. Einzig der 35-jährige durchgeknallte Adoptivsohn der Famile - Neil Bookman (Joseph Fiennes) - bietet eine gewisse Zuflucht...



Film-Inhalt  


Augusten Burroughs (Joseph Cross) findet seine neue
Augusten Burroughs (Joseph Cross) findet seine neue "Ersatzmutter" Agnes Finch (Jill Clayburgh) zunächst ziemlich befremdlich


  Augusten Burroughs zum Film


Annette Bening, Joseph Cross als Mutter und Sohn Burroughs
Annette Bening, Joseph Cross als Mutter und Sohn Burroughs

Vom ersten Tag an hat Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Ryan Murphy mich mit einbezogen. Man hatte mich gewarnt: "Hast du die Rechte an deinem Buch erst mal zum Verkauf angeboten, liegt es schon nicht mehr in deiner Hand." Für mich war es eher so: "Nimm es, mach's nett. Ruf mich an, wenn ich einen Smoking kaufen muss."

Ich hatte nie das Gefühl, dass mir jemand meine Lebensgeschichte weggenommen und sich damit aus dem Staub gemacht hat. Ich hatte immer das Gefühl, dass Ryan sehr viel daran gelegen war, nicht nur einen guten Film zu drehen, sondern einen Film zu drehen, der eine aufrichtige Wiedergabe meiner Erfahrungen sein würde. Ich wusste nie, was mein Leben von einem Moment zum nächsten bringen würde. Ich weiß, dass es Menschen geben wird, die diesen Film sehen und denken: "Oh, das ist ja so deprimierend. Was für ein schreckliches Leben. Wie konnten Sie nur überleben?" Aber ich habe überlebt. Und ich habe ein Buch geschrieben, das ein großer Bestseller geworden ist. Und jetzt wurde daraus ein Film.

Wenn Sie also einen Schritt zurücktreten, werden Sie erkennen, dass meine Geschichte das glücklichste Ende von allen hat. Ja, es war eine harte Kindheit. Und ja, ich habe viele Dinge erlebt, die nicht normal sind. Aber ich habe nie die Hoffnung verloren. Ich habe nie den Glauben verloren, dass es morgen besser als heute werden würde. Ich habe nicht einen Moment aufgehört, zu glauben, dass am Ende alles gut werden wird.

All dies spiegelt sich im Film wider, die Hoffnung und der Optimismus. Am Ende ist "Krass" ("Running with Scissors") nicht mehr eine Geschichte über einen Jungen mit einer schrecklichen Kindheit. Es ist die Geschichte eines Jungen, der das Leben mehr als alles andere liebt. Und der niemals, was auch immer geschehen sein mag, seine Freude am Leben verlieren würde.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Krass" in der Regie von Ryan Murphy liefen am 18.01.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wer Feuer sät...
Drama, USA, England, Südafrika, 2006

Unser täglich Brot
Dokumentation, Deutschland, Österreich, 2005

The Return
Thriller, USA, 2006

The Fountain
Drama, USA, 2006

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
Horror, USA, 2006

Schwere Jungs
Sportkomödie, Deutschland, Schweiz, Tschechien, 2006

Rache ist Sexy
Romantik-Komödie, USA, 2006

Flags of Our Fathers
Kriegsdrama, USA, 2006

Die Unzerbrechlichen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Das Streben nach Glück
Drama, USA, 2006

Dancing with myself
Dokumentation, Deutschland, 2005

Chanson d´amour
Liebesdrama, Frankreich, 2006

Ebenfalls im Kino 




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