Vom ersten Tag an hat Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Ryan Murphy mich mit einbezogen. Man hatte mich gewarnt: "Hast du die Rechte an deinem Buch erst mal zum Verkauf angeboten, liegt es schon nicht mehr in deiner Hand." Für mich war es eher so: "Nimm es, mach's nett. Ruf mich an, wenn ich einen Smoking kaufen muss."
Ich hatte nie das Gefühl, dass mir jemand meine Lebensgeschichte weggenommen und sich damit aus dem Staub gemacht hat. Ich hatte immer das Gefühl, dass Ryan sehr viel daran gelegen war, nicht nur einen guten Film zu drehen, sondern einen Film zu drehen, der eine aufrichtige Wiedergabe meiner Erfahrungen sein würde. Ich wusste nie, was mein Leben von einem Moment zum nächsten bringen würde.
Ich weiß, dass es Menschen geben wird, die diesen Film sehen und denken: "Oh, das ist ja so deprimierend. Was für ein schreckliches Leben. Wie konnten Sie nur überleben?" Aber ich habe überlebt. Und ich habe ein Buch geschrieben, das ein großer Bestseller geworden ist. Und jetzt wurde daraus ein Film.
Wenn Sie also einen Schritt zurücktreten, werden Sie erkennen, dass meine Geschichte das glücklichste Ende von allen hat. Ja, es war eine harte Kindheit. Und ja, ich habe viele Dinge erlebt, die nicht normal sind. Aber ich habe nie die Hoffnung verloren. Ich habe nie den Glauben verloren, dass es morgen besser als heute werden würde. Ich habe nicht einen Moment aufgehört, zu glauben, dass am Ende alles gut werden wird.
All dies spiegelt sich im Film wider, die Hoffnung und der Optimismus. Am Ende ist "Krass" ("Running with Scissors") nicht mehr eine Geschichte über einen Jungen mit einer schrecklichen Kindheit. Es ist die Geschichte eines Jungen, der das Leben mehr als alles andere liebt. Und der niemals, was auch immer geschehen sein mag, seine Freude am Leben verlieren würde.