Der argentinische Urwald am Flusslauf des Paraná-Deltas, rund dreißig Kilometer südlich von Buenos Aires:
Hier wohnt allein und zurückgezogen der homosexuelle Alvaro (Jorge Román). Der Einzelgänger lebt in bescheidenen Verhältnissen vom Fischfang, außerdem schneidet er zusammen mit Ibarran (José Muñoz), einem väterlichen Freund, Schilf und flicht daraus Körbe. Seine sexuelle Neigung verheimlicht Alvaro weitgehend vor seiner Umgebung. Beziehungen geht er lediglich gelegentlich und nur tageweise mit Touristen ein, die es in diese Gegend verschlägt.
Ein völlig anderer Typ ist El Turu (Daniel Valenzuela): Er ist Eigentümer und Betreiber der Fähre "La León", die für die meisten Bewohner dieser Region die einzige Möglichkeit darstellt, aus ihren Dörfern herauszukommen. Turu ist grobschlächtig und machtbewusst.
Die beiden so unterschiedlichen Männer begegnen sich bei einer Trauerfeier für einen jungen Mann des Ortes, der nach fester Überzeugung Turus von 'Misioneros' ermordet wurde: Eine Gruppe von städtischen Neuankömmlingen, die den Wald roden und mit den althergebrachten Lebensweisen der Dorfbewohner nicht zu tun haben wollen.
Nicht nur den Neuankömmlingen steht Turu ablehnend gegenüber, sondern auch Alvaros, den er später bei einem Fest als schwul outet. Turu fühlt sich allerdings zugleich auch auf eine ihm bis dahin unbekannte Art und Weise zu Alvaros hingezogen...