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Leroy

Deutschland, 2006
Komödie, 85 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Leroy

Kino-Start
27.09.2007

Regie
Armin Völckers

Darsteller
Alain Morel (Leroy), Anna Hausburg (Eva Braune), Frauke Schönhals (Eva), Constantin von Jascheroff (Dimitrios), Günther Kaufmann (Leroys Vater), Eva Mannschott (Leroys Mutter), Arnel Taci (Achmed), Afrob (Blacula), Paul Maaß (Hanno), Julius Jellinek (Horst Braune), Andreas Schulz (Siegfried Braune), Raphael Wild (Wotan Braune)
Leroy - Kinoplakat
"Werdet funky statt fascho!" - das Motto, mit dem der farbige Junge Leroy in Armin Völckers´ Spielfilmdebüt "Leroy" gegen Rassismus und Neo-Nazis ankämpft. Seine schärfste Waffe dabei ist sein Humor. Die Vorlage für den Film lieferte Armin Völckers ein Jahr zuvor selbst: "Leroy" beruht auf dem mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm "Leroy räumt auf" aus dem Jahre 2006.

Leroy (Aain Morel) ist ein ziemlich normaler 17-jähriger Schüler in Berlin. Mit seiner etwas wirren Afro-Frisur täuscht er darüber hinweg, dass er eigentlich recht schüchtern ist. Er spielt Mozart-Melodien auf dem Cello und liest in seiner Freizeit Goethe - und er ist schwarz.

Zu Leroys eigener höchst erfreuter Überraschung verliebt sich mit Eva Braune (Anna Hausberg) eines Tages das meistumworbene Mädchen der ganzen Schule in ihn. Ein Kuss, und Leroy ist hin und weg.

Doch Leroys Glück wird bald auf viele harte Proben gestellt: Mit erdrückendem Verständnis für alles und jeden platzt seine Mutter (Eva Mannschott) mit Kaffee und Keksen in romantische Augenblicke, und Leroys Vater (Günther Kaufmann) nervt mit Erfindungen, die die Welt nicht braucht, wie etwa heliumgefüllte Jogginganzüge.

Leroys größtes Problem aber ist Evas Familie: Vater Braune (Julius Jellinek) hält gar nichts von "Niggern", Evas fünf Brüder laufen mit Glatzenfrisuren herum, und die Wellensittiche der Familie sind nach Hitlers führenden Generälen benannt.

Der vorläufige Tiefpunkt in der gemeinsamen Beziehung ist erreicht, als im Anschluss an Evas feucht-fröhliche Geburtstagsparty ihre verbohrten und einfältigen Brüder Leroy auflauern und krankenhausreif prügeln.

Aber Leroy gibt so schnell nicht auf. Er liest nun "Malcolm X" und Martin Luther King statt Goethe, wendet sich stilgerecht dem Hip-Hop statt dem Chello zu und gründet mit seinem hellhäutigen Freund Dimitri (Constantin von Jascheroff) eine Black-Power-Bewegung der eigenen Art, die - unterstützt von einer militanten Lesben-Gruppe - mit viel schwarzem Humor der Familie Braune und ihren Vorurteilen zu Leibe rückt...



Film-Inhalt  


Mehr als nur Freunde: Eva (Anna Hausburg) und Leroy (Alain Morel)
Mehr als nur Freunde: Eva (Anna Hausburg) und Leroy (Alain Morel)


  Hintergrund


Alain Morel ist Leroy
Alain Morel ist Leroy

"Leroy" ist der erste - und zugleich auch der zweite - Film des 1963 in Berlin geborenen, aber in Rio de Janeiro aufgewachsenen Regisseurs und Drehbuchautoren Armin Völkers:

Im Jahre 2006 drehte Völckers den Kurzfilm "Leroy räumt auf" - ebenfalls mit Alain Morel in der Rolle des Leroy. Das Werk wurde unter anderem bei den Filmfesttagen in St. Petersburg als Bester Kurzfilm ausgezeichnet und gewann auf dem "Film+ Festival" in Köln den BMW-Förderpreis.

Völckers überarbeitete sein Drehbuch, fügte diverse Szenen hinzu und drehte "Leroy" ein zweites Mal - diesmal in Spielfilmlänge.

"Leroy" wurde vom ZDF co-produziert und entstand mit Fördermitteln des Medienboard Berlin-Brandenburg, des BKM (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) und der Nordmedia Niedersachsen.



Alain Morel ist 1989 in Berlin geboren und dort aufgewachsen. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus dem Kongo. "Leroy" war nicht nur seine erste Filmrolle, es war auch sein erster schauspielerischer Auftritt überhaupt.

Alain erzählt, wie er an die Filmrolle kam: "Das war letztlich ein lustiger Zufall. Ich war in der Kartei einer Agentur, die mich irgendwann mal auf offener Straße angesprochen hatten. Eigentlich hatte ich mit denen zwei Jahre lang gar keinen Kontakt gehabt, aber irgendwie bekam Armin Völckers dort mein Bild in die Hand. Und so saß ich eines Tages in einem Café, war gerade eingenickt und wurde geweckt von einem Anruf und der Frage, ob ich mir vorstellen könnte, in einem Film mitzuspielen. Im ersten Moment konnte ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Aber die Kellnerin des Cafés, eine Freundin von mir, hat mich dann gleich überredet, damit ich vorspreche."

Zur Vorbereitung auf seine Rolle in dem Film nahm Alain Unterricht bei der renommierten Berliner Schauspiellehrerin Sigrid Andersson.



Über den Hauptdarsteller  


Ein Küsschen in Ehren...
Ein Küsschen in Ehren...
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Leroy" in der Regie von Armin Völckers liefen am 27.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Resident Evil: Extinction
SciFi-Action, USA, Meciko, 2007

Kreuzzug in Jeans
SciFi-Abenteuer, Holland, Luxemburg, Deutschland, 2006

Jahreszeiten
Drama, Türkei, 2006

Die Fremde in Dir
Action-Thriller, USA, 2007

Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme
Komödie, USA, 2007

Auf der anderen Seite
Drama, Deutschland, Türkei, 2007



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