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Letters From Iwo Jima

USA, 2006
Kriegsdrama, 135 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Letters From Iwo Jima

Kino-Start
22.02.2007

Regie
Clint Eastwood

Darsteller
Ken Watanabe (General Tadamichi Kuribayashi), Kazunari Ninomiya (Saigo), Tsuyoshi Ihara (Baron Nishi), Ryo Kase (Shimizu), Shido Nakamura (Lieutenant Ito), Hiroshi Watanabe (Lieutenant Fujita), Takumi Bando (Captain Tanida), Yuki Matsuzaki (Nozaki), Takashi Yamaguchi (Kashiwara), Eijiro Ozaki (Lieutenant Okubo)
Letters From Iwo Jima - Kinoplakat
Anfang 1945 entbrannte zwischen den USA und Japan um die kleine Felseninsel Iwo Jima eine der blutigsten Schlachten des gesamten Pazifikkrieges. Im Kampf um das winzige Eiland, etwa so groß wie die Nordseeinsel Norderney, starben über 20.000 japanische Soldaten. Ihrem Schicksal geht Regisseur Clint Eastwood in "Letters from Iwo Jima" nach.

Die japanischen Verteidiger von Iwo Jima hatten ein komplexes Labyrinth von Höhlen und Stollen in den Felsen der Insel gesprengt. Jahrzehnte nach Kriegsende wurden in diesen Verteidigungsanlagen hunderte von Briefen gefunden. Briefe, die nie ihre Addressaten erreichten, Briefe von Soldaten, die wussten, dass sie keine Chance auf ein Überleben mehr hatten.

Befehligt wurden die Verteidiger von Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe), der Amerika bereist hatte und deshalb wusste, dass sein Land den Krieg nicht gewinnen konnte. Allerdings war er strategisch versiert genug, um die auf dem Pazifik herannahende amerikanische Armada wirkungsvoll zu empfangen: 7.000 amerikanische Soldaten fanden während des rund 40 Tage andauernden Kampfes den Tod.

Weil Kuribayashi angesichts der gewaltigen amerikanischen Flotte eine praktisch zum Scheitern verurteilte Aufgabe zu bewältigen hatte, benutzte er bei seiner Verteidigungsstrategie buchstäblich den schwarzen vulkanischen Boden der Insel selbst: Er ließ ein Wabensystem aus 5000 Höhlen und Maschinengewehrnestern anlegen, die man mit Tunneln von fast 30 Kilometer Länge verband: So konnten die zahlenmäßig weit unterlegenen japanischen Truppen die Amerikaner ins Visier nehmen. Sein Befehl: Jeder einzelne seiner Männer musste zehn Feinde töten, bevor er selbst fiel...



Film-Inhalt  


Clint Eastwood und Ken Watanabe
Clint Eastwood und Ken Watanabe


  Hintergrund


Ken Watanabe und Hirsohi Watanabe
Ken Watanabe und Hirsohi Watanabe

In "Letters from Iwo Jima" wird die Schlacht um das Inselarchipel aus Sicht der Japaner dargestellt. Regisseur Clint Eastwood drehte den Film quasi gleicheitig mit Flags of our Fathers, der die Geschichte aus amerikanischer Sicht erzählt.

Mit den zwei Filmen möchte Eastwood eine komplette Darstellung beider Seiten des Konflikts präsentieren, indem er sich auf eine Handvoll Einzelschicksale konzentriert und die Schlacht durch das Prisma derer individuellen Erfahrungen reflektiert.

"In den Kriegsfilmen meiner Jugend war die Welt meist klar in die Guten und die Bösen aufgeteilt", stellt Eastwood fest. "Das hat aber mit dem wirklichen Leben, mit dem wahren Krieg nichts zu tun. In meinen Filmen geht es nicht um Sieg oder Niederlage. Es geht um das, was der Krieg in den Menschen anrichtet, es geht um jene, die viel zu früh sterben müssen."



Bei der Vorbereitung von "Flags of Our Fathers" studierten die Filmemacher die Unterlagen über die geografischen und historischen Umstände, unter denen der Zweite Weltkrieg im Pazifik ausgefochten wurde.

"Dabei begann ich mich sehr für die einzigartigen Verteidigungsmaßnahmen zu interessieren, die General Kuribayashi auf der Insel durchführte", berichtet Eastwood. "Die amerikanischen Streitkräfte konnten nicht begreifen, wie die Japaner das ungeheure Bombardement durch die Navy und das Air Corps der Navy aushalten konnten."

Um mehr über die Persönlichkeit hinter dieser Strategie zu erfahren, ließ Eastwood eine Reihe japanischer Bücher übersetzen. Er stieß auf eine Briefsammlung von General Kuribayashi selbst: "Bildbriefe des Kommandeurs" von Tadamichi Kuribayashi, herausgegeben von Tsuyuko Yoshida im Verlag Shogakukan-Bunko.

"Er schrieb diese Briefe an seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn", erklärt Eastwood. "Viele schickte er aus den USA, wo er Ende der 20er- und Anfang der 30er-Jahre als Gesandter tätig war. Er war ein sehr sensibler Mann, ein Familienmensch, der seine Lieben sehr vermisste. Diese Briefe geben ein gutes Charakterbild ab."

Bei den Nachforschungen über die jungen Männer unter Kuribayashis Befehl wurden auch ihre Gesichter und Stimmen lebendig. "Die jungen zwangsrekrutierten Soldaten auf der Insel ähnelten den Amerikanern sehr", sagt Eastwood. "Sie hatten sicher kein großes Interesse, in diesem Krieg zu kämpfen. Man schickte sie dort hin und sagte ihnen gleich, dass sie keine Pläne für die Rückkehr machten sollten.

So etwas könnte man keinem Amerikaner direkt ins Gesicht sagen. Die meisten ziehen in den Kampf und denken: 'Klar wird das gefährlich, ich könnte dabei draufgehen, aber ich habe auch die Chance, wieder nach Hause zu kommen und ein normales Leben zu führen.' Im Falle der jungen Japaner war das nicht so. Sie wussten, dass sie diese Insel höchstwahrscheinlich nicht mehr verlassen würden."



Clint Eastwood über den Film  


In den Höhlen von Iwo Jima
In den Höhlen von Iwo Jima
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Letters From Iwo Jima" in der Regie von Clint Eastwood liefen am 22.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tagebuch eines Skandals
Drama, England, 2006

Pan´s Labyrinth
Horror-Drama, Spanien, Mexiko, USA, 2006

Lotte im Dorf der Erfinder
Animation, Estland, 2006

Lonely Hearts Killers
Thriller, USA, 2006

La vie en Rose
Drama, Frankreich, 2007

In 3 Tagen bist du tot
Horrorthriller, Österreich, 2006

Ghost Rider
Fantasy-Action, USA, 2006

Bordertown
Politthriller, England, USA, 2006



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