Bei der Vorbereitung von "Flags of Our Fathers" studierten die Filmemacher die Unterlagen über die geografischen und historischen Umstände, unter denen der Zweite Weltkrieg im Pazifik ausgefochten wurde.
"Dabei begann ich mich sehr für die einzigartigen Verteidigungsmaßnahmen zu interessieren, die General Kuribayashi auf der Insel durchführte", berichtet Eastwood. "Die amerikanischen Streitkräfte konnten nicht begreifen, wie die Japaner das ungeheure Bombardement durch die Navy und das Air Corps der Navy aushalten konnten."
Um mehr über die Persönlichkeit hinter dieser Strategie zu erfahren, ließ Eastwood eine Reihe japanischer Bücher übersetzen. Er stieß auf eine Briefsammlung von General Kuribayashi selbst: "Bildbriefe des Kommandeurs" von Tadamichi Kuribayashi, herausgegeben von Tsuyuko Yoshida im Verlag Shogakukan-Bunko.
"Er schrieb diese Briefe an seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn", erklärt Eastwood. "Viele schickte er aus den USA, wo er Ende der 20er- und Anfang der 30er-Jahre als Gesandter tätig war. Er war ein sehr sensibler Mann, ein Familienmensch, der seine Lieben sehr vermisste. Diese Briefe geben ein gutes Charakterbild ab."
Bei den Nachforschungen über die jungen Männer unter Kuribayashis Befehl wurden auch ihre Gesichter und Stimmen lebendig. "Die jungen zwangsrekrutierten Soldaten auf der Insel ähnelten den Amerikanern sehr", sagt Eastwood. "Sie hatten sicher kein großes Interesse, in diesem Krieg zu kämpfen. Man schickte sie dort hin und sagte ihnen gleich, dass sie keine Pläne für die Rückkehr machten sollten.
So etwas könnte man keinem Amerikaner direkt ins Gesicht sagen. Die meisten ziehen in den Kampf und denken: 'Klar wird das gefährlich, ich könnte dabei draufgehen, aber ich habe auch die Chance, wieder nach Hause zu kommen und ein normales Leben zu führen.' Im Falle der jungen Japaner war das nicht so. Sie wussten, dass sie diese Insel höchstwahrscheinlich nicht mehr verlassen würden."