KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Liebesleben

Deutschland, Israel, 2007
Drama, 110 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
Liebesleben

Kino-Start
08.11.2007

Regie
Maria Schrader

Darsteller
Neta Garty (Ya'ara), Rade Serbedzija (Arie), Tovah Feldshuh (Hannah), Stephen Singer (Leon), Ishai Golan (Joni), Aryeh Moskona (Nathan), Caroline Sihol (Josephine)
Liebesleben - Kinoplakat
Die Schauspielerin Maria Schrader hatte in der Rolle der Jaguar in Max Färberböcks Film "Aimée & Jaguar" aus 1999 ihren großen Durchbruch und war seitdem in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen. "Liebesleben" ist ihr Debüt als Regisseurin. Es geht dabei um dunkle Flecken in der Vergangenheit einer israelischen Familie und eine von sexueller Gier getriebene Beziehung einer jungen verheirateten Frau zu einem wesentlich älteren Mann.

Die Welt der jungen Israelitin Jara (Netta Garti) ist eigentlich einigermaßen in Ordnung: Sie ist seit einigen Jahren mit Joni (Ishai Golan) verheiratet. Die erste große Leidenschaft ist inzwischen zwar abgeklungen, aber die beiden sind dennoch nicht unglücklich. Erst vor kurzem hat das Paar eine neue Wohnung bezogen.

Auch wirtschaftlich leidet Jara keine Not: Ihre Karriere an der Universität von Jerusalem steht gerade erst am Anfang.

Doch ihre Welt gerät völlig aus den Fugen, als sie am sechzigsten Geburtstag ihres Vaters Leon (Stephen Singer) den ebenfalls etwa sechzigjährigen Arie (Rade Sherbedgia) kennenlernt:

Ursprünglich hatte Jara für ihren Vater liebevoll ein Picknick zum Geburtstag vorbereitet, doch zu Jaras großer Besorgnis kommen ihre Eltern nicht. Als sie zu deren Haus fährt, öffnet ihr ein fremder Mann: Arie. Ein Freund des Vaters, so erfährt sie, der die letzten dreißig Jahre in Paris gelebt habe und jetzt nach Israel zurückgekehrt sei.

Arie scheint eine Bedrohung für ihre Familie zu sein: Ihr Vater ist überaus nervös, ihre Mutter hat sich gar im Schlafzimmer eingeschlossen und behauptet, krank zu sein.

Jara hingegen fühlt sich zu Arie auf geradeu mystische Art und Weise sexuell hingezogen. Sie folgt ihm, verfolgt ihn, versucht zu ergründen, was es mit der Beziehung zwischen ihm und ihren Eltern auf sich hat, und immer wieder kommt es zu kurzen, aber heftigen sexuellen Kontakten zwischen ihnen: In der Umkleidekabine eines Kaufhauses, an seiner Wohnungstür und in einem heruntergekommenen Hotel am Meer.

Geradezu besessen von Arie, aber auch besessen von dem Willen, dass ihn umgebende Geheimnis zu ergründen, verlässt Jara schließlich ihren Mann...



Film-Inhalt  


Voller Neugier: Jara (Netta Garti)
Voller Neugier: Jara (Netta Garti)


  Hintergrund


Im Hotel
Im Hotel

"Liebesleben" beruht auf dem gleichnamigen Roman der israelischen Schriftstellerin Zeruya Shalev. Es ist der erste Roman von ihr, der verfilmt wurde.

Sie war während der Dreharbeiten selbst am Set. "Das war sehr seltsam", berichtet Shalev. "Wir haben uns einen Tag vor dem Beginn der Dreharbeiten in Tel Aviv getroffen. Maria stellte mich vor und sagte: 'Das ist Arie, das ist die Mutter, das ist Jara...' Ich brauchte Zeit, um mich an die Gesichter zu gewöhnen, denn natürlich hatte ich ganz andere vor Augen, als ich das Buch schrieb. Doch ich habe mich schnell daran gewöhnt. Das ist genau wie beim Skript: Ich versuche, nicht danach zu suchen, was ich damals in meinem Kopf hatte, sondern mich dem anzupassen, was nun daraus wird. Das Buch hat sein eigenes Leben, und ich weiß, dass auch der Film ein wundervolles Leben haben wird. Da bin ich ausgesprochen tolerant und sehe das als eine Art Koexistenz."

Die Drehbuchadaption und auch die Regieführung übernahm die als Schauspielerin bekannte Maria Schrader. Dass es dazu kam, ist eher dem Zufall geschuldet: Maria Schrader wurde gebeten, im Rahmen der Buchvorstellung aus diesem Roman zu lesen. Daraus entwickelte sich dann eine Lesereise, auf der sich die Autorin und die spätere Regisseurin näher kennenlernten.



Maria Schrader wurde am 27. September 1965 in Hannover als Tochter eines Künstlerehepaares geboren.

Nach einer frühen schauspielerischen Ausbildung gehörte sie bereits ab 1982 zum Ensemble des Staatstheaters von Hannover und war auf diversen weiteren Bühnen - darunter auch Wien und Venedig - zu sehen.

Ihr Filmdebüt hatte Schrader 1988 in Dani Levys Komödie "RobbyKallePaul".

Obwohl bereits 1992 mit dem Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin und 1994 mit dem Bayerischen Filmpreis für ihre Rolle in "Keiner liebt mich" ausgezeichnet, war ihr ganz großer Durchbruch 1999 die Rolle der Jaguar in dem mehrfach ausgezeichneten Drama "Aimée & Jaguar" in der Regie von Max Färberböck.

"Liebesleben" ist ihr Debüt als Regisseurin. "Ich habe großen Respekt vor Regisseuren", berichtet sie. "Ein Regisseur hat mal zu mir gesagt: 'Das ist der einsamste Beruf der Welt'. Sicherlich hatte ich eine Vorgeschichte, die in diese Richtung zielte. Ich habe zusammen mit Dani Levy fünf Filme von Anfang bis Ende begleitet, mitgeschrieben, für 'Meschugge' haben wir acht Jahre gebraucht. Ich wusste, was auf mich zukommen würde, deswegen hatte ich auch Angst. Erst als ich das erste Drehbuch fertig hatte, ist die Entscheidung gefallen, bei 'Liebesleben' selbst Regie zu führen. Ich dachte, wenn überhaupt, dann hiermit, dann jetzt."



Info Maria Schrader  


Besessenheit: Eine schnelle Nummer zwischendurch
Besessenheit: Eine schnelle Nummer zwischendurch
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Liebesleben" in der Regie von Maria Schrader liefen am 08.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Von Löwen und Lämmern
Kriegsdrama, USA, 2007

Mein Kind vom Mars
Tragikomödie, USA, 2007

Ich will dich - Begegnungen mit Hilde Domin
Dokumentation, Deutschland, 2007

Die drei ??? - Das Geheimnis der Geisterinsel
Abenteuer, Deutschland, Südafrika, 2007

Die Chroniken von Erdsee
Anime, Japan, 2006

Abbitte
Drama, England, Frankreich, 2007

30 Days of Night
Horror, Neuseeland, USA, 2007



KINO

morgen