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Lizenz zum Heiraten

USA, 2007
Liebeskomödie, 87 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
License To Wed

Kino-Start
30.08.2007

Regie
Ken Kwapis

Darsteller
Robin Williams (Reverend Frank), Mandy Moore (Sadie Jones), John Krasinski (Ben Murphy), Eric Christian Olsen (Carlisle), Christine Taylor (Lindsey Jones), DeRay Davis (Joel), Peter Strauss (Mr. Jones), Grace Zabriskie (Grandma Jones), Roxanne Hart (Mrs. Jones), Mindy Kaling (Shelley), Angela Kinsey (Judith), Rachael Harris (Janine), Brian Baumgartner (Jim)
Lizenz zum Heiraten - Kinoplakat
Mehr als die Hälfte aller Ehen gehen früher oder später in die Brüche. Um diese ernüchternde Quote etwas zu verbessern, hat sich Reverend Frank - gespielt von Robin Williams - etwas besonderes ausgedacht: Bevor er ein Paar traut, haben diese eine Art "Ehe-Führerscheinprüfung" zu bestehen. In Ken Kwapis romantisch angelegter Slapstickkomödie "Lizenz zum Heiraten", müssen sich Mandy Moore und John Krasinski als angehendes Brautpaar durch Franks haarsträubende Test durchschlagen.

Sadie Jones (Mandy Moore) und Ben Murphy (John Krasinski) sind glücklich verliebt und haben sich entschlossen, den Bund fürs Leben miteinander einzugehen. Sadie möchte gerne in derselben Kirche heiraten, in der sie auch getauft wurde: St. Augustine. Die kleine alte Kirche im Herzen von Chicago ist auf Jahre ausgebucht, und so bleibt für die Trauung nur ein gerade frei gewordener Termin in drei Wochen. Das kommt zwar reichlich plötzlich, ist jedoch für die beiden in Ordnung.

Ganz und gar nicht in Ordnung hingegen ist der Termin für Reverend Frank (Robin Williams), der in St. Augustien das Sagen hat: Die Scheidungsquote ist ihm einfach zu hoch, und so hat der Gottesmann beschlossen, nur noch Paare zu trauen, die sich zuvor einem von ihm selbst erdachten "Ehe-Tauglichkeitstest" unterzogen haben. Ohne so recht zu wissen, worauf sie sich dabei einlassen, erklären sich Sadie und Ben dazu bereit.

Doch der "Test" erweist sich als problematischer als gedacht: So ist den beiden zunächst einmal für die nächsten Wochen jeglicher Sex verboten. Und Frank gedenkt dies auch ganz genau zu überwachen: Durch einen seiner Ministranten läßt er das Haus des Paares verwanzen.

Hinzu kommen weitere Prüfungen: So muss für einen "Kommunikationstest" Sadie mit verbundenen Augen Autofahren, gelotst durch Ben. Schließlich bekommen Sadie und Ben auch noch "Nachwuchs": Zwei roboterähnliche Babypuppen, die gefüttert und gewindelt werden wollen.

Trotz allen ernsthaften Bemühens bringen die Tests das Paar an den Rande des Wahnsinns. Die Situation eskaliert, als Ben einem der "Babys" voller Rage den Garaus macht, was zufällig anwesende Zeugen für einen echten Mord halten und die Polizei rufen. Endgültig in die Brüche geht die Beziehung dann, als Ben auch noch vergisst, ein schriftliches Eheversprechen auszuarbeiten - ebenfalls eine Auflage von Reverend Frank.

Aber noch haben die beiden ja ihre Tickets in die Karibik, wo das bis dato glückliche Paar eigentlich seine Flitterwochen verbringen wollte...



Film-Inhalt  


Noch ein hoffnungsvolles Brautpaar: Ben (John Krasinski) und Sadie (Mandy Moore)
Noch ein hoffnungsvolles Brautpaar: Ben (John Krasinski) und Sadie (Mandy Moore)


  Film-Kritik


Auf Abhörmission: Reverend Frank (Robin Williams)
Auf Abhörmission: Reverend Frank (Robin Williams)

In den USA, wo der Film am 3. Juli 2007 anlief, fiel "Lizenz zum Heiraten" bei der Kritik wie auch beim Publikum weitgehend durch. Von "überraschend flach" bis "langweilig und vorhersehbar" gingen die meisten Bewertungen.

Insbesondere Robin Williams in der Rolle des Reverend Frank schnitt schlecht ab. Er spiele die Rolle wie in einem Horror-Film, nicht aber wie für eine Komödie.

Entsprechend enttäuschend war auch das Ergebnis an den Kinokassen: Mit Einnahmen von gut 40 Millionen Dollar in den USA dürften die Produktionskosten zwar gedeckt sein, fraglos aber hatten die Warner Brothers, die den Film produzierten, auf mehr gehofft.



Reverend Frank vergibt seine "Lizenz zum Heiraten" in Chicago. Gedreht wurde der größte Teil des Films aber in den Warner-Studios in Hollywood.

Da der Drehplan zeitlich recht eng begrenzt war, wollte man sich für die Außenaufnahmen eine Reise in den mittleren Westen ersparen und filmte stattdessen in einigen Vororten von Los Angeles, deren Bebauung mit der von Chicago vergleichbar ist.

Dabei tauchten unerwartete Probleme auf, wie Aufnahmeleiter Tom Hillman zu berichten weiß: "Die Menschen, die vor vielen Jahrzehnten ihre Häuser im Craftsman-Stil gebaut haben, waren stolz darauf, in L.A. zu wohnen, und pflanzten entsprechend jede Menge Palmen". Aber: "In Chicago gibt es keine Palmen". Und also musste beim Dreh peinlich genau darauf geachtet werden, dass eben auch keine solchen Pflanzen ins Bild kamen.

Besonderes Augenmerk legten die Filmeacher auf die passende Kulisse für die Kirche St. Augustine, in der Reverend Frank tätig ist. Nach der Besichtigugn zahlreicher potentieller Schauplätze entschied man sich schließlich für die First Congregational Church in Long Beach, Kalifornien. Sie wurde im Jahre 1914 errichtet und verfügt noch über das Originalgestühl von damals.

Die Schlussszenen des Films schließlich sollten nach dem Willen der Drehbuchautoren in einem tropischen Paradies spielen. Nun verfügt zwar Kalifornien über pefekte Strände, nur sehen diese - Plamen hin oder her - eben nicht sehr tropisch aus. Hillman: "Um die kalifornische Küste wie einen tropischen Strand wirken zu lassen, müsste man sie mit einer Menge Tropenpflanzen ausstatten. Das ist zwar möglich, aber sehr aufwendig". So entschloss man sich schließlich, die entscheidenden Szenen auf Jamaika aufzunehmen.

Hillman: "Das Blau der Karibik – eher ein Türkis – ist unverwechselbar, dafür gibt es keinen Ersatz: Die perfekte Kulisse für das große Finale des Films."



Keine Palmen in Chicago  


Mandy Moore, Wanda Sykes, John Krasinski und Robin Williams
Mandy Moore, Wanda Sykes, John Krasinski und Robin Williams
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Lizenz zum Heiraten" in der Regie von Ken Kwapis liefen am 30.08.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Thomas Harlan - Wandersplitter
Dokumentation, Deutschland, 2007

Schwarze Schafe
Komödie, Deutschland, 2006

Sakuran - Wilde Kirschblüte
Drama, Japan, 2006

Kein Bund fürs Leben - Sie kommen Deutschland zu retten!
Komödie, Deutschland, 2007

Hippie Masala - Für immer in Indien
Dokumentation, Schweiz, 2006

Hallam Foe - This is my Story
Liebesdrama, Schottland, 2007

Die Letzte Legion
Action, USA, England, Frankreich, 2007

28 Weeks Later
Scifi-Thriller, England, 2007



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