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Die Regeln der Gewalt

USA, Kanada, 2007
Krimidrama, 98 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
The Lookout

Kino-Start
13.09.2007

Regie
Scott Frank

Darsteller
Joseph Gordon-Levitt (Chris Pratt), Jeff Daniels (Lewis), Matthew Goode (Gary Spargo), Isla Fisher (Luvlee), Carla Gugino (Janet), Bruce McGill (Robert Pratt), Alberta Watson (Barbara Pratt), Alex Borstein (Mrs. Lange), Sergio Di Zio (Deputy Ted)
Die Regeln der Gewalt - Kinoplakat
Der gefeierte Drehbuchautor Scott Frank, der für seinen Skript zu "Out of Sight" von 1998 für den Oscar nominiert war und mit weiteren Filmen im Thrillergenre glänzte ("Get Shorty", 1995; "Minority Report", 2002), gibt mit dem Kriminaldrama "The Lookout" sein Regiedebüt. Joseph Gordon-Levitt spielt hier einen jungen Mann, dessen geistige Behinderung für kriminelle Machenschaften ausgenutzt wird.

Chris Pratt (Joseph Gordon-Levitt) hat blendende Zukunftsaussichten: Seine Eltern Robert (Bruce McGill) und Barbara (Alberta Watson) sind gutbetucht, er ist ein beliebter und begabter Schüler, Star in der Eishockey-Mannschaft an seiner Highschool und Schwarm aller Mädels seiner Klasse. Doch dann wird diese Zukunft jäh zerstört:

"Es passiert nur einmal im Jahr, dann sterben sie," sagt er zu seinen Freunden und rast nachts in einer lauen Sommernacht mit ihnen in seinem Auto über eine Landstraße. Er macht die Scheinwerfer aus, um die Schwärme von Leuchtkäfern besser sehen zu können - und dann kracht es...

Chris hat aus purem Leichtsinn das Leben der anderen zerstört, aber auch sein eigenes. Seit dem schrecklichen Unfall plagen ihn Schuldgefühle, und er ist nicht mehr derselbe Mensch: Die einfachsten Dinge kann er sich wegen seiner Gehirnverletzung nicht mehr merken, darum hat Chris ständig ein Notizbuch bei sich, das ihm als Gedächtnisstütze dient.

Er wohnt mit einem Freund, dem blinden Musiker Lewis (Jeff Daniels), zusammen in einer Wohnung, der ihm bei der Bewältigung seines Alltags hilft. Chris übt einen Job aus, dem er geistig gerade so gewachsten ist: Nachts putzt er die Räume in einer Bank.

Eines Tages trifft Chris auf Gary Spargo (Matthew Goode), der sich als alter Schulkamerad von damals in Erinnerung bringt. Der charismatische junge Mann trägt dazu bei, Chris´ Selbstbewusstsein zu steigern und eine neue Freundin zu finden - auch wenn es sich nur um die Stripperin Luvlee Lemons (Isla Fisher) handelt.

Dann offenbart Gary seine wahren Absichten: Chris soll ihm und seinen Kumpanen bei einem millionenschweren Bruch in die Bank helfen, in der er arbeitet. Tatsächlich ist es ihm ein leichtes, den jungen Mann zum Komplizen zu machen. Doch dann läuft der Bankraub anders als geplant, und Chris ist besonders gefordert, seinen lädierten Geist anzustrengen...



Film-Inhalt  


Lewis (Jeff Daniels) leitet Chris (Joseph Gordon-Levitt) durchs Leben
Lewis (Jeff Daniels) leitet Chris (Joseph Gordon-Levitt) durchs Leben


  Hintergrund


Chris putzt in der Bank
Chris putzt in der Bank

Ich habe diese europäischen Thriller schon immer geliebt, die düster, interessant und voller Leute sind, die man wirklich mag," sagt Scott Frank. "Da gibt es dieses vorrangige Gespür für Furcht und Ungewissheit, weil Du für die Figuren eingenommen bist - und einen solchen Film wollte ich immer schon einmal schreiben."

Zwei weitere Bestandteile wirkten zusammen, die Frank inspirierten, "The Lookout" zu schreiben: "Ich kannte jemand, der hatte eine ziemlich heftige Kopfverletzung, und das Faszinierende an ihm ist, dass, als er wieder aufwachte, jemand anderes war. Ich dachte, eine Person, die eine solche erschreckende Situation durchmacht, wäre sehr interessant in einem Thriller unterzubringen," erklärt er.

"Und während ich darüber nachdachte, las ich etwas über die Situation der Banken im Mittelwesten und wie dort all die kleinen Filialen ein oder zweimal im Jahr Gelder des Landwirtschaftsministeriums bekommen, sodass in einer einzigen Nacht mehrere Millionen Dollar in einem Tresor landen, der normalerweise nur sehr wenig enthält. Diese beiden Geschichten begannen zusammenzukommen, und "The Lookout" floss von dieser ungewöhnlichen Person in diese ungewöhnliche Situation."



Obwohl die Story von "The Lookout" im Kernland der USA angelegt ist, wurde fast der gesamte Film der kanadischen Provinz Manitoba gedreht, und nur ausgesprochene Insider werden die Unterschiede zum Mittleren Westen der USA feststellen können. Um der Geschichte die visuelle Umgebung zu geben, die die innere Stille und den äußeren Zwiespalt widerspiegelt, wusste Scott Frank, dass er einen einfallsreichen und gefühlvollen Kameramann brauchte.

Nach einem Gespräch mit Alar Kivilo war er sicher, den richtigen gefunden zu haben. Die beiden besprachen jede Aufnahme und jede Einstellung zusammen, bevor sie noch den Set betraten. "Alar und ich verbrachten im Grunde eine Menge Zeit, den Film in unseren Köpfen zu machen, bevor wir tatsächlich drehten," erläutert Frank. "Die Planung war ein entscheidender Teil des Ganzen."

Schauplatz waren einige Orte in Manitoba: Zum einen die Hauptstadt Winnipeg, zum anderen Hartney, ein winziges Dorf im Südwesten der Provinz. Der Bühnenbildner David Brisbin, der bereits in "My Own Private Idaho" sein Können gezeigt hatte, stellte sich der Aufgabe, die Ortschaft in Kanada in Noel zu verwandeln, das sich in Kansas befindet. "Die Stadt selbst war die ideale Besetzung," bemerkt Frank. "Sie bot einen grandiosen Anblick mit dem Getreidesilo und der Art, wie sie nachts so leer erscheint."

Ein weiterer Drehort wurde für den Höhepunkt von "The Lookout" ausgesucht, wo der finale Showdown vor einem weitläufigen Horizont einer einsamen Ebene stattfindet. Für diese Szene wurde das Team nach St. Pierre-Joly in einer sehr ländlichen Gegend von Manitoba gebracht. "Alles was schiefgehen konnte, ging da auch schief," erinnert sich Scott Frank. "Wir hatten Regen, wir hatten Matsch, und wir hatten Sturm. Doch der Wettergott machte uns ein Geschenk: Dieser wunderschönen Nebel, der über die karge Landschaft wogte, sorgte für einige überwältigende Aufnahmen."



Die Schauplätze  


Chris lernt Gary (Matthew Goode) kennen
Chris lernt Gary (Matthew Goode) kennen

  Der Crash


Versteckspiel in der Bank
Versteckspiel in der Bank

Eine der spektakulärsten und entscheidendsten Actionsequenzen in "The Lookout" war der Autounfall, der den Protagonisten so schwer verwundet und einen schicksalhaften Einschnitt in dessen Leben bedeutet.

Um einen authentischen, schwerwiegenden Crash zu schaffen, der angemessen veranschaulicht, wie schnell und drastisch die Situation von Chris umschlägt, vertraute der Regisseur auf die Fähigkeiten von Stunt-Koordinator Steve Ritzi.

"Die Herausforderung war, etwas zusammenzufügen, das entsetzlich wirkt, ohne dass es wie ein Trick erscheint," legt Frank dar. "Wir verbrachten vier Monate mit der Planung des Unfalls, übten mit dem Auto und erörterten jede Bewegung. Steve baute die Anordnung auf, probte sie und legte den Ort jeder einzelnen Kamera fest, um den entscheidenden Moment optimal festzuhalten.



► Cast, Crew► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Die Regeln der Gewalt" in der Regie von Scott Frank liefen am 13.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zimmer 1408
Horror-Thriller, USA, 2007

Yella
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Tödliche Verbindungen
Krimi-Komödie, Deutschland, 2006

Sisters in Law
Dokumentation, England, Kamerun, 2005

Salvador - Kampf um die Freiheit
Drama, Spanien, England, 2007

Rezept zum Verlieben
Komödie, USA, 2007

Paulas Geheimnis
Familienfilm, Deutschland, 2007

Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John
Dokumentation, USA, 2005

Könige der Wellen
Animation, USA, 2007

Ein Mutiger Weg
Thriller-Drama, USA, England, 2007

Death Sentence - Todesurteil
Actiondrama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




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