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Das doppelte Lottchen

Deutschland, 2007
Zeichentrick

Originaltitel
Das doppelte Lottchen

Kino-Start
10.05.2007

Regie
Michael Schaack

Das doppelte Lottchen - Kinoplakat
Die Münchner Firma "Trickompany" des Regisseurs Michael Schaak wurde durch Animationsfilme wie "Werner – beinhart" und den Katzenkrimi "Felidae" bekannt. Mit "Das doppelte Lottchen" bringt er die tricktechnische Umsetzung des Kinderbuches von Erich Kästner auf die Leinwand. Story und Bildsprache wurden bewusst einfach gehalten, Kindern ab einem Alter von etwa 4 Jahren gerecht zu werden.

Mitte der 1950er Jahre in einem Ferienheim in Seebühl am Bühlsee: Völlig entgeistert stehen sich zwei kleine Mädchen gegenüber, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen - und dennoch bisher nichts voneinander wussten: Luise und Lotte (beide gesprochen von Céline Vogt).

Die beiden sind Zwillinge. Ihre Eltern hatten die Kinder nach der Geburt getrennt. Aber warum? Um dies herauszufinden, vertauschen die beiden die Rollen und fahren als die jeweils andere vom Ferienlager aus nach Hause. Dort sorgen sie für mächtig Verwirrung und Durcheinander: Wenn sich beiden auch äußerlich völlig gleichen, so sind sie doch charakterlich ziemlich verschieden, haben unterschiedliche Hobbys und Veranlagungen.

So können die beiden den Schwindel nicht ewig durchhalten und müssen sich mithin den Erwachsenen anvertrauen. Immerhin finden sie den Grund ihrer Trennung heraus: Ihre Eltern haben sich gleich nach der Geburt der beiden getrennt und leben jetzt geschieden in München und Wien.

Für Lotte und Luise - die längst die besten Freundinnen der Welt geworden sind - steht fest: Ihre Eltern müssen wieder zusammenfinden, damit auch die beiden Mädchen endlich gemeinsam unter einem Dach wohnen können.

Aber die Sache hat einen Haken: Ihr Vater (Andreas Fröhlich) hat eine neue Flamme: Die flotte und hartnäckige Irene Gerlach (Anja Kling), die "ihren" Ludwig keinewegs ziehen lassen will. Wird es Luise und Lotte dennoch gelingen, ihre Eltern wieder zu vereinen?



Film-Inhalt  


Luise und Lotte am Bühlsee
Luise und Lotte am Bühlsee


  Regisseur Toby Genkel über die Erweckung der Charaktere


Im Ferienlager
Im Ferienlager

Wenn man das Drehbuch liest, bekommt man sehr schnell eine Idee davon, wie der Charakter aussehen sollte. Da setzt man sich zusammen mit dem Character Designer und erklärt ihm, wie man es sich vorstellt. Ist der Mann dick oder dünn; ist er hager, guckt er freundlich oder böse?

Dann setzt sich der Designer hin und fängt an, Scribbles zu machen, und dann entwickelt man zusammen mit dem Character Designer, wie die Figur am Schluss aussehen sollte. Mit den Animatoren entwickelt man dann, wie dieser vorher entworfene Character sich bewegen soll. Die Animatoren werden die Figuren nach den Sprachaufnahmen in Bewegung setzen.

Der spannendste Moment in der Produktion des Zeichentrickfilms ist, wenn man merkt, wie die Sache zum Leben erweckt. Es ist der Moment, wo die Figuren beginnen zu leben. Das muss gar nicht so direkt sein, wenn sie fertig animiert sind, wenn man sie in der flüssigen Bewegung sieht, sondern das geschieht zum Teil schon sehr viel früher. In der Animatic zum Beispiel: wenn die Figuren zwar noch in groben, skizzenhaften Bildern anfangen zu sprechen, und durch den fertigen Schnitt sich ein Film ergibt - das ist der schönste Moment.



"'Das doppelte Lottchen' ist mein erster Zeichentrickfilm – der Animationsfilm macht derzeit eine Wandlung durch", sagt Produzent Zenk.

"Klassischer Zeichentrick wurde auf der Leinwand in letzter Zeit fast völlig von den 3-D-Computeranimationen verdrängt. Jetzt höre ich allerdings, dass Disney auch wieder Zeichentrick produzieren will – vielleicht, weil das derzeitige Überangebot an Animationen aus dem Rechner letztlich austauschbar und ein wenig steril wirkt. Die traditionelle Zeichentricktechnik beinhaltet im Vergleich dazu eine gewisse Einfachheit, sogar Naivität, mit der man das Publikum manchmal vielleicht sogar mehr berührt als mit der High-Tech-Bilderwelt.

Vor allem aber sollen schon Kinder ab vier Jahren 'Das doppelte Lottchen' verstehen können, wenn sie mit ihren Eltern ins Kino kommen. Das ist unser vorrangiges Ziel – welche Technik man zu diesem Zweck einsetzt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle."



Zeichenbrett statt Computer  


Lotte als Luise mit Ihrem Vater Ludwig Palfy
Lotte als Luise mit Ihrem Vater Ludwig Palfy
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Das doppelte Lottchen" in der Regie von Michael Schaack liefen am 10.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Unsichtbar - Zwischen zwei Welten
Mystery-Thriller, USA, Kanada, 2007

How to cook your Life
Dokumentation, Deutschland, 2007

Flyboys - Helden der Lüfte
Action-Abenteuer, Frankreich, USA, 2006

Die Eisprinzen
Komödie, USA, 2007

Crash Test Dummies
Tragikomödie, Österreich, 2005

Black Book
Thriller, Holland, England, Deutschland, 2006

1:1 - Eins zu Eins
Drama, Dänemark, 2006



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