KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Lotte im Dorf der Erfinder

Estland, 2006
Animation, 81 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Leiutajateküla Lotte

Kino-Start
22.02.2007

Regie
Heiki Ernits, Janno Põldma

Darsteller
Synchronsprecher: Jodie Blank (Lotte), Simon Illig (Bruno), Stefan Staudinger (Jaak), Santiago Ziesmer (Susumu), Sebastian Schulz (Albert), Ilja Richter (Adalbert), Lutz Riedel (Maulwurf John), Hasso Zorn (Maulwurf James ), Claudio Maniscalco (Oskar), Sabine Falkenberg (Anna), Petra Barthel (Paula), Michael Bauer (Mati), Cathleen Gawlich (Sophie)
Lotte im Dorf der Erfinder - Kinoplakat
Hundemädchen Lotte ist eine der Serienstars beim Kinderkanal KiKa. Sie ist auch die Heldin im Kinofilm "Lotte im Dorf der Erfinder", der aus dem erfolgreichsten Trickfilmstudio Estlands stammt. Die Erstaufführung des Kinofilms war im Wettbewerb der 57. Berlinale 2007 innerhalb der Kinderfilm-Sektion.

Ein kleines Dorf, irgendwo am Meeresufer, zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Die Bewohner haben Spaß daran, neuartige Geräte zu erdenken und stellen ihre neuesten, mehr oder weniger nützlichen Erfindungen einmal im Jahr bei einem Wettbewerb vor, wo die beste Erfindung gekürt wird. Zu den Favoriten zählt auch diesmal wieder Hund Oskar (Claudio Maniscalco), der in seinem Schuppen an nie dagewesenen Haushaltsgeräten tüftelt und schon manchen Preis beim Wettstreit gewinnen konnte.

Jeden Mittag bringt ihm seine Tochter Lotte (Jodie Blank) das Essen vorbei und begutachtet dabei seine neuesten Werke. Ansonsten spielt sie mit ihrem Freund, dem Kater Bruno (Simon Illig) und tobt mit ihm herum, obwohl der das eigentlich gar nicht darf: Sein Vater Mati (Michael Bauer) war nämlich einmal bei dem versuch, den Weltrekord im Hammerwerfen zu brechen, davongeflogen. Als beide vor dem entscheidenden Tag im Meer schwimmen, finden sie am Strand ein großes Buch mit japanischen Schriftzeichen, in dem sich eine Biene namens Susumu verbirgt.

Währenddessen steht die Tüftlermeisterschaft kurz bevor, und endlich will Kaninchen Adalbert (Ilja Richter) auch einmal den begehrten Preis gewinnen. Ein genialer Gemüseschneider soll ihm dabei helfen. Oskar hingegen kontert mit einer Universalmaschine, die nicht nur Wäsche waschen, sondern sie auch gleich bügeln und falten kann. Um die Zuschauer zu beeindrucken, dreht Adalbert das Tempo seiner Maschine auf, doch plötzlich zerbricht der Apparat, und aus seinem Inneren kommt Sophie (Cathleen Gawlich), die Frau des Erfinders zum Vorschein.

Der überführte Adalbert dreht durch und kann nur durch einen gekonnten Judogriff von Susumu ruhiggestellt werden. Die Umstehenden sind beeindruckt, und auch Lotte beschließt dank dieser Vorführung, selbst Judo zu lernen. Susumu erklärt sich bereit, sie zu trainieren, und auch Bruno und Albert (Sebastian Schulz), Adalberts Sohn, schließen sich ihr an. Der Sport macht ihnen so viel Freude, dass sie Susumu nach Japan begleiten wollen, um dort an einer Judomeisterschaft teilzunehmen...



Film-Inhalt  


Bruno spielt mit Lotte am Strand
Bruno spielt mit Lotte am Strand


  Hintergrund


Lotte blickt auf das Dorf der Erfinder
Lotte blickt auf das Dorf der Erfinder

Estland hat eine viele Jahrzehnte währende Tradition im Zeichentrickfilm. Bereits in den 1930er Jahren wurde das Produktionsstudio Eesti Joonisfilm gegründet und erstellte 1931 mit "Kutsu-Juku seiklusi" (Die Abenteuer der Puppe Juku) den ersten estnischen Trickfilm.

Als das Land längst Teil der Sowjetunion war, baute 1971 das Studio Tallinnfilm seine Animationsabteilung auf, das sich bald einen überregionalen Ruf auf dem Gebiet des Trickfilms erwarb. Der erste Film war "Veekandaja" (Der Wasserträger) von 1972. Einer der Väter des Erfolgs war Regisseur Rein Raamat, der mit "Suur Tõll" (Tõll, der Gigant) 1980 eine Figur einer der estnischen Volkssage behandelte. Internationales Prestige brachte dem Studio insbesondere Raamats Film "Lend" (Der Flug, 1973), der den Spezialpreis der Jury beim Animafest Zagreb erhielt.

Ein weiterer wichtiger Regisseur von Tallinnfilm war Priit Pärn, der sich insbesondere mit Karrikaturen einen Namen gemacht hatte. Zwei seiner Filme haben gleich Preise gewinnen können: "Aeg maha" (Time Out, 1985) und "Eine murul" (Frühstück im Gras, 1987).

Nach dem Zerfall der UdSSR gab es auch Umwälzungen in der Filmindustrie Estlands, und so bildete sich aus der Animationsabteilung von Tallinnfilm das eigenständige Studio Eesti Joonisfilm. Schwerpunkte sind Werke mit humoristischem Hintergrund und Filme und TV-Serien für Kinder, aber auch für Werbespots ist sich Eesti Joonisfilm nicht zu schade.

Auch Heiki Ernits und Janno Põldma, Regisseure und Autoren von "Lotte im Dorf der Erfinder" waren schon zu Zeiten von Tallinnfilm mit von der Partie. Poldma zunächst an der Kamera und Ernits als Zeichner. Co-Autor Andrus Kivirähk, der auch die Dialoge schrieb, kommt hingegen aus dem journalistischen Fach und hat seine Meriten bei verschiedenen Zeitungen und mit Büchern erworben.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Lotte im Dorf der Erfinder" in der Regie von Heiki Ernits, Janno Põldma liefen am 22.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tagebuch eines Skandals
Drama, England, 2006

Pan´s Labyrinth
Horror-Drama, Spanien, Mexiko, USA, 2006

Lonely Hearts Killers
Thriller, USA, 2006

Letters From Iwo Jima
Kriegsdrama, USA, 2006

La vie en Rose
Drama, Frankreich, 2007

In 3 Tagen bist du tot
Horrorthriller, Österreich, 2006

Ghost Rider
Fantasy-Action, USA, 2006

Bordertown
Politthriller, England, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




KINO

morgen