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Glück im Spiel

USA, 2007
Drama, 124 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Lucky You

Kino-Start
28.06.2007

Regie
Curtis Hanson

Darsteller
Eric Bana (Huck Cheever), Drew Barrymore (Billie Offer), Horatio Sanz (Ready Eddie), Joey Kern (Billies Bewunderer), Debra Messing (Suzanne Offer), Jean Smart (Michelle Carson), Charles Martin Smith (Roy Durucher), Robert Duvall (L. C. Cheever), Delaine Yates (Ginger), Phyllis Somerville (Pawnbroker), Robert Downey Jr. (Telephone Jack)
Glück im Spiel - Kinoplakat
"Glück im Spiel", das hat - meistens jedenfalls - in Curtis Hansons ("L.A. Confidential", "8 Mile") gleichnamigem Film Eric Bana, der den Profipokerspieler Huck Cheever verkörpert. Er kämpft mit sich selbst und damit gegen den Wahrheitsgehalt des Sprichwortes, welches dem im Spiel Glücklichen Pech in der Liebe prophezeit. Ziel seines Begehrens ist Drew Barrymore als Billie, die sich mit Pokertricks allein jedenfalls nicht erobern lässt.

Die glitzernde Welt der Casinos in Las Vegas im Jahre 2003: Hier suchen zwei Menschen ihr Glück, die anscheinend keine großen Gemeinsamkeiten haben, sich tatsächlich jedoch ähnlicher sind, als sie bei ihrer ersten Begegnung selbst glauben:

Da ist zum einen Huck Cheever (Eric Bana). Er betätigt sich im Pokerspiel. Auf geradezu magische Art und Weise versteht er es, die Gedanken seiner Mitspieler zu lesen. Und dennoch mag ihm der große Durchbruch nicht gelingen: Zu emotional geht er die Dinge an, belastet insbesondere durch sein Verhältnis zu seinem übermächtigen Vater, dem legendären Pokerprofi L.C. Cheever (Robert Duvall), der in der Vergangenheit die World Series of Poker (WSOP) zweimal gewonnen hatte.

Ständig wird Huck an den Pokertischen rund um die Welt auf seinen einst enorm erfolgreichen Vater angesprochen, und bei jedem kleinen Verlust erntet "der Junior" Hohn und Spott. Um seine Gefühlswelt nicht noch mehr zu belasten, vermeidet er jedwede feste Beziehung und dauerhafte Bindung zum anderen Geschlecht.

Eine andere, die ihr Glück in Las Vegas sucht, ist Billie Offer (Drew Barrymore), ein typisches Mädchen vom Lande, fleißig, wohlerzogen und etwas naiv, die in die große Stadt gekommen ist, um eine Karriere als Sängerin zu machen. Und auch ihr ist bisher nicht der große Traum in Erfüllung gegangen. An Mut und Engagement mangelt es ihr nicht, an Talent dann doch schon eher.

Was Billie mit Huck gemein hat, ist das feinsinnge Gespür für die Gefühle der Menschen in ihrer Umgebung. Als die beiden sich begegnen, verliebt sich Huck spontan in Billie. Doch die ist schon von ihrer älteren Schwester Suzanne (Debra Messing), die Huck von früher kennt, gewarnt worden. Bevor Huck Billies Herz erobern kann, muss er zunächst mit seiner eigenen Gefühlswelt ins Reine kommen...



Film-Inhalt  


Robert Duvall als Pokerprofi L.C. Cheever
Robert Duvall als Pokerprofi L.C. Cheever


  Ein Spiel im Wandel der Zeit


Eric Bana und Robert Downey Jr.
Eric Bana und Robert Downey Jr.

Drehbuchautor Eric Roth und Regisseur, Produzent und Co-Autor Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "Wonder Boys", "8 Mile") haben "Glück im Spiel" bewusst im Jahre 2003 angelegt, denn in diesem Jahr erfuhr dieses traditionelle Kartenspiel zwischen Glück und Menschenkenntnis einen enormen Popularitätszuwachs.

Einer der Gründe für die stark ansteigende Beliebtheit des Spiels war das Aufkommen der ersten Internet-Casinos. Zum ersten mal konnte eine große Personengruppe von zuhause aus und somit weitgehend anonym gegen andere Spieler oder auch gegen rein mathematisch vorgehende Comupter antreten.

Ein andere Neuerung aus dem Jahr 2003 waren kleine Kameras an den Spieltischen, die dem Zuschauer die noch verdeckt liegenden Karten zeigen. Der Zuschauer weiß daher mehr über das laufende Spiel als die Spieler selbst. Dies erst machte Fersehübertragungen von großen Pokerturnieren weltweit populär.

Schließlich kumulierten beide Entwicklungen, als im gleichen Jahr ein bis dahin völlig unbekannter Amateur, der unter dem Pseudonym "Chris Moneymaker" auftrat, vor den Augen eines weltweiten Millionenpublikums die Poker World Serie gewann. Moneymaker hatte bis dahin nur in Online-Casinos gespielt.



Zu den Dreharbeiten hatten sich die Filmemacher diverse echte Pokergrößen ans Set geholt. Das war auch dringend notwendig, denn zahlreiche der Darsteller hatten vor dem Dreh keine Ahnung vom Pokern.

Robert Duvall zum Beispiel, der die (erfundene) Poker-Legende "L.C. Cheever" - Huck's Vater - spielt, konnte nach seinen eigenen Worten bis dahin "keinen Flush von einem Straight" unterscheiden. Ihm wurde mit Doyle "Texas Dolly" Brunson nicht nur eine wahre Pokerlegende an die Seite gestellt, die auch Vorlage für die Figur des Cheever im Drehbuch lieferte: Bruson hat die World Series of Poker (WSOP) zweimal gewonnen, und sein Sohn Todd Brusnon, ebenfalls ein Poker-Profi, stand viele Jahre im Schatten seines Vaters.

Mit am Set war mit Jennifer Harman auch eine der weltweit erfolgreichsten Spielerinnen. Sie gab nich nur Jean Smart, die die Profispielerin Michelle Lewis darstellt, wichtige Tips und Tricks, sie ist einer kleinen Nebenrolle auch selbst am Spieltisch zu sehen.

Auch die Poker-Profis John Hennigan und David Oppenheim übernehmen im Film die Rollen von fiktiven Spielern.



Nach wahren Vorbildern  


Drew Barrymore und Eric Bana als Huck und Billie
Drew Barrymore und Eric Bana als Huck und Billie
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Glück im Spiel" in der Regie von Curtis Hanson liefen am 28.06.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zizek!
Dokumentation, USA, Kanada, 2005

Traders´ Dreams - Eine Reise in die ebay-Welt
Dokumentation, Deutschland, 2007

Stirb langsam 4.0
Action, USA, 2007

Die Töchter des chinesischen Gärtners
Drama, Frankreich, Kanada, 2006



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