Manayaycuna in Peru ist ein kleines, abgelegenes Dorf in den Anden, in dem Indios leben. Hier lebt die hübsche, 14-jährige Madeinusa (Magaly Solier) mit ihrem Vater, Bürgermeister Cayo (Juan Ubaldo Huamán), und der Schwester Chale (Yiliana Chong). Es gibt keinen Strom und kein Telefon, und wer telefonieren möchte, muss auf den Kleinbus von El Mudo warten, der gelegentlich hier vorbeikommt.
Jedes Jahr findet in Manayaycuna mit "tiempo santo" ein ausgelassenes Fest statt, die "Heilige Zeit", in dem die Bewohner wie im Karneval feiern, um ihr ansonsten eintöniges Leben zu vergessen. Das Dorf wird farbenprächtig geschmückt, und auf dem Dorfplatz findet eine besondere Wahl statt. Madeinusa ist diesmal zur "Miss Virgen Manayaycuna", zur Heiligen Jungfrau erkoren worden.
In einem prächtigen weißen Kleid soll sie die religiöse Oster-Prozession anführen und darf Jesus, der zum Karfreitag vom Kreuz genommen wird, die Augen schließen. Bis zum Ostersonntag kann er dann all die Sünden nicht sehen, die in diesen Tagen begangen werden. Währenddessen schneiden sich die Dorfältesten nach alter Tradition die Krawatten ab. Auch Cayo gehört dazu und ist mächtig stolz auf seine Tochter und freut sich schon, ihr die Jungfräulichkeit nehmen zu können.
Doch das Fest mit der eigenwilligen Interpretation des christlichen Glaubens wird just bedroht: Ins Dorf hat es den attraktiven Fotografen Salvador (Carlos Juan De La Torre) aus der Hauptstadt Lima verschlagen. Sein Bus ist steckengeblieben, und so bleibt er über Nacht hier. Von der Dorfbevölkerung wird der Fremde als unerwünschter Eindringling, als Gringo angesehen. Kurzerhand wird Salvador im Hause des Bürgermeisters eingesperrt, und so können die Einwohner ungestört ihre kleinen Sünden begehen und dem Maisbier Chicha frönen.
Madeinusa verliebt sich in Salvador und sieht in ihm einen willkommenen Weg, ihren lange gehegten Traum zu erfüllen und aus der Enge des Dorfes und ihrer Familie auszubrechen und nach Lima zu gehen. Tatsächlich nimmt Salvador sie mit, doch nachdem sie aufgebrochen sind, bemerkt sie, dass sie ihre Ohrringe vergessen hat - ein Andenken an ihre Mutter, die die Familie vor einiger Zeit verlassen hatte und ebenfalls nach Lima geflüchtet war. Madeinusa kehrt noch einmal zurück, um die Schmuckstücke zu holen...