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Marie Antoinette

USA, 2006
Drama, 118 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Marie Antoinette

Kino-Start
02.11.2006

Regie
Sofia Coppola

Darsteller
Kirsten Dunst (Marie-Antoinette), Marianne Faithfull (Maria Teresa), Steve Coogan (Botschafter Mercy), Judy Davis (Comtesse de Noailles), Jason Schwartzman (Louis XVI), Rose Byrne (Gräfin de Polignac), Al Weaver (Comte d'Artois), Shirley Henderson (Tante Sophie), Molly Shannon (Tante Victoire), Rip Torn (Louis XV), Jean-Christophe Bouvet (Graf de Choiseul)
Marie Antoinette - Kinoplakat
Mit "Marie Antoinette" inszeniert Regisseurin Sofia Coppola ("Virgin Suicides", "Lost in Translation") einen opulenten Kostümfilm über das Leben der letzten französischen Königin. Die Vorlage zum Film lieferte Antonia Frasers Biographie. In der Rolle der Königin von Frankreich ist Kirsten Dunst ("Spiderman", "Spiderman II") zu sehen, Jason Schwartzman ("Shopgirl", "Bewitches") agiert als Ludwig der XVI.

Die österreichische Kaiserin Maria Theresia (Marianne Faithfull) verheiratet 1770 aus politischen Überlegungen ihre jüngste und zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 14 Jahre alte Tochter Marie Antoinette (Kirsten Dunst) mit Ludwig dem XVI. (Jason Schwartzman), König von Frankreich.

Am französischen Hof herrschen Vergnügungssucht und Verschwendung. Ihr Ehemann hat wenig Interesse an ihr. Er bevorzugt die Jagd und seine zahlreichen Gespielinnen. Lediglich die gesellschaftliche Notwendigkeit, einen Thronfolger zu zeugen, treibt ihn ab und an in die Arme seiner Ehefrau.

Aber auch Marie-Antoinette ist kein Kind von Traurigkeit: Sie stürzt sich in Liebesabenteuer, gibt ein opulentes Fest nach dem anderen und wirft das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster.

In der Zwischenzeit bahnen sich in Frankreich gewaltige und gewalttätige soziale Umwälzungen an: Das Volk, vielfach von Hunger getrieben, rebelliert, und schließlich bricht die Revolution aus.

"Wenn das Volk kein Brot hat, so soll es doch Kuchen essen" - dieser Ausspruch stammt zwar entgegen der üblichen Meinung nicht von Marie Antoinette, er mag aber doch die Sorglosigkeit und Ignoranz wiederspielgeln, mit der die Regentin und ihre Welt dem Untergang entgegengehen.

Erst als die Revolution sie ihrer Macht und Mittel beraubt hat, besinnt sie sich auf ihre Klugheit, Bildung und Vernunft. Verzweifelt kämpft sie um das Überleben ihrer Familie...



Film-Inhalt  


Am französischen Hof
Am französischen Hof


  Hintergrund


Marie Antoinette (Kerstin Dunst)
Marie Antoinette (Kerstin Dunst)

Mit der Veröffentlichung von Antonia Frasers Biographie "Marie Antoinette: The Journey" erregte die Lebensgeschichte der französischen Königsgattin im Jahre 2002 einmal mehr weltweit Aufmerksamkeit. Das Buch wurde umgehend für seine akribischen Recherchen gelobt, die eine komplett neue und bezwingende Sicht auf die oft verschmähte Monarchin erlaubten. Fraser zeichnete nicht etwa das Bild einer herrischen Königin, die sich des Elends ihres Volkes nicht bewusst war, sondern das einer einfallsreichen, lebenslustigen Jugendlichen, die von Natur aus warmherzig und einfühlsam war, aber auch unvorbereitet auf die Anforderungen war, die das stets unter Beobachtung stehende Leben am französischen Hof von Versailles und die Intrigen der politischen Mächte mit sich brachten.

"Marie Antoinette" ist der dritte Film von Autorin und Regisseurin Sofia Coppola. "Alles, was wir gemacht haben, basiert auf Recherchen über die Ära. Doch gleichzeitig wird alles auf eine zeitgenössische Art und Weise betrachtet", sagt Coppola. "Meine größte Angst lag darin, einen Film mit der Stimmung eines theatralischen Meisterwerks zu machen. Ich wollte keinen trockenen, historischen Kostümfilm mit einer distanzierten, kühlen Aneinanderreihung von Einstellungen drehen. Es war sehr wichtig für mich, die Geschichte auf meine eigene Art und Weise zu erzählen. So wie ich wollte, dass sich "Lost in Translation" anfühlt, als hätte man gerade ein paar Stunden in Tokio verbracht, wollte ich, dass dieser Film dem Publikum das Gefühl vermittelt, in jener Zeit in Versailles gelebt zu haben. Ich wollte, dass sich das Publikum in dieser Welt verliert."

"Mein Hauptziel war nicht ein großes, historisches Epos“, beschreibt Coppola ihre ursprüngliche Herangehensweise an "Marie Antoinette": "Ihr Leben ist eine große, historische Chronik. Davor hatte ich Respekt, und so wollte ich die Geschichte aus Marie Antoinettes Perspektive erzählen, die zeigt, wie sie heranwächst und reift. Die meisten der Storys, die wir über sie kennen, stammen aus der Sichtweise anderer. Ich war viel weniger an dem politischen und historischen Blick auf ihr Leben interessiert, sondern mehr an ihrer persönlichen Erfahrung. Lieber als ein stickiges, formales Porträt zu schaffen, wollte ich zeigen, wie sich der Mensch verhalten haben könnte, wenn er hinter verschlossenen Türen stecke."



Maria Antonia Josepha Johanna, Erzherzogin von Österreich, wurde am 2. November 1755 als 15. und vorletztes Kind der österreichischen Kaiserin Maria Theresia (1708-1765) geboren. Ihre Hochzeit mit dem französischen Thronfolger Ludwig fand am 19. April 1770 statt, also im Alter von gerade vierzehn Jahren. Seitdem trug sie die französische Version ihres Vornamens, eben "Marie Antoinette".

Im Zuge der französischen Revolution 1789 wurde die königliche Familie zwar festgesetzt, war aber zunächst nicht mit dem Leben bedroht.

Erst im Oktober 1793 wurde Marie Antoinette wegen Hochverrats und Unzucht angeklagt. Ihr selbstsicheres und gewandtes Auftreten während des Prozesses brachte ihr allgemeine Anerkennung ein.

Am Ausgang des Verfahrens änderte dies allerdings nicht: Am 15. Oktober 1793 wurde sie auf ein einstimmiges Geschworenenurteil hin zum Tode verurteilt; am 16. Oktober 1793 um 12 Uhr wurde sie auf dem Revolutionsplatz, dem heutigen Place de la Concorde, auf der Guillotine hingerichtet.



Info: Marie Antoinette  


Spiele ohne Grenzen
Spiele ohne Grenzen
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Marie Antoinette" in der Regie von Sofia Coppola liefen am 02.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wicker Man - Ritual des Bösen
Mystery-Thriller, Deutschland, USA, 2006

Warum halb vier?
Dokumentation, Deutschland, 2006

Snow Cake
Drama, Kanada, England, 2006

Schwarzes Gold
Dokumentation, England, 2006

Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
Fantasy-Komödie, USA, 2006

Play your own Thing - Eine Geschichte des Jazz in Europa
Musik-Doku, Deutschland, Frankreich, 2006

Offset
Drama, Deutschland, Rumänien, 2006

Irgendwo dazwischen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Herb, mein Herbst?
Dokumentation, Schweiz, 2004

China Blue
Dokumentation, USA, 2005

Can Baz
Musik-Dokumentation, Deutschland, Türkei, 2004

Borat
Komödie, USA, 2006



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