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Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

USA, 2007
Fantasyabenteuer, 92 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
The Last Mimzy

Kino-Start
09.08.2007

Regie
Robert Shaye

Darsteller
Chris O'Neil (Noah Wilder), Rhiannon Leigh Wryn (Emma Wilder), Joely Richardson (Jo Wilder), Timothy Hutton (David Wilder), Rainn Wilson (Larry White), Kathryn Hahn (Naomi Schwartz), Michael Clarke Duncan (Nathanial Broadman), Kirsten Williamson (Sheila Broadman)
Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft - Kinoplakat
Unter dem Pseudonym "Lewis Padgett" veröffentlichten im Jahre 1943 Henry Kuttner und seine Frau C.L. Moore eine Science-Ficton-Kurzgeschichte für Kinder. In der Regie von Bob Shaye bringen die Warner Studios diese Story, in der sich alles um ein Wunderkarnickel dreht, jetzt unter dem Titel "Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" in die Kinos.

Der zehnjährige Noah Wilder (Chris O'Neil) lebt zusammen mit seiner jüngeren Schwester Emma (Rhiannon Leigh Wryn) bei seinen Eltern in einem alten Landhaus. Während Noah von der Schule wenig begeistert ist, ist die erst fünfjährige Emma recht begabt.

Bei einem gemeinsamen Familienausflug an die See finden die beiden Kindern am Strand eine geheimnisvolle Schachtel, die sie mit nach Hause nehmen. In ihrem Inneren befinden sich einige zunächst wenig aufregend anmutende Dinge: Etwas, das aussieht wie eine Kreditkarte, ein Stein, eine Muschel, Knetmasse und - und das ist dann noch das Aufregendste - ein zerschlissenes Stoffkaninchen, dass nach Emmas Überzeugung auf den Namen "Mimzy" hört.

Nach und nach finden die Kinder heraus, dass man mit den Dingen jedoch sehr bemerkenswerte Dinge anstellen kann: Der Stein zerfällt zu kleinen Kreiseln, mit denen man Dinge einfach verschwinden lassen kann; mit der Muschel läßt sich offenbar die Natur beeinflussen, und Mimzy beginnt schließlich mit Emma telepathischen Kontakt aufzunehmen. Zudem wirken sich die Gegenstände sehr positiv auf die Intelligenz der Kinder und insbesondere auf Noahs Schulnoten aus - sehr zur Verwunderung von Noahs Lehrer Larry White (Rainn Wilson), der so beeindruckt ist, dass er die Angelegenheit sogar mit seiner Freundin Naomi (Kathryn Hahn) bespricht.

Sowohl Jo Wilder (Joely Richardson), der Mutter der beiden, noch Vater David Wilder (Timothy Hutton - Oscar für "Eine ganz normale Familie") bleiben die Veränderungen ihrer Kinder verborgen, aber zu erklären vermögen sie diese nicht. Die ganze Siuation eskaliert, als schließlich ein vom Haus der Wilders ausgehender Energiestrahl die Stromversorgung des ganzen Landes lahmlegt.

Die Behörden untersuchen den Vorfall. Eine Antiterror-Einheit der Homeland Security in Seattle unter Führung von Agent Broadman (Michael Clarke Duncan) rückt an, stürmt das Haus und verhaftet kurzerhand die ganze Familie, der man unterstellt, mit den Mächten des Bösen in Kontakt zu stehen. Schließlich beginnt man Mimzy, die - so weiß Emma zu berichten - eine wichtige Botschaft an die Menschheit zu überbringen hat, wissenschaftlich zu untersuchen. Die Ergebnisse sind ebenso überraschend wie beunruhigend...



Film-Inhalt  


In Noahs Schule
In Noahs Schule


  Hintergrund


Chris O'Neil als Noah Wilder
Chris O'Neil als Noah Wilder

"Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" geht auf eine bereits 1943 entstandene Kurzgeschichte des Science-Fiction-Schriftstellers "Lewis Padgett" zurück - ein Pseudonym, hinter dem sich das SF-Autorenpaar Henry Kuttner und C.L. Moore verbarg. In der Geschichte, die im zeitlichen Zusammhang gesehen erkennbar auf den II. Weltkrieg und das Terrorregime des Nationalsozialismus anspielt, geht es um eine Zeitreise, durch die sich eine für die Menschheit katastrophale Entwicklung gerade noch stoppen lässt.

"Mimzy" erschien in der Originalausgabe in der Sammlung des SciFi-Magazins "Astounding", die Ende der 1990er Jahre zufällig dem Ocar-Preisträger und Produzenten Michael Philips ("The Sting") in die Hände fiel, der gerade auf der Suche nach neuen Filmstoffen war.

Mit den zwischenzeitlich gesicherten Filmrechten in der Tasche ging Philips zum Chef der New Line Cinema Studios, Bob Shaye. Wie sich herausstellte, hatte Shaye die Story schon im Kindesalter gelesen, und so wurde man sich nicht nur über die Verfilmung schnell einig, sondern Shaye entschloss sich auch spontan, die Regie selbst zu übernehmen.

Die zeitlichen Bezüge in der Story wurden den Gegebenheiten von heute angepasst und Motive aus der DNA-Technologie und der Teilchenphysik eingebunden, um den ganzen einen etwas weniger märchenhaften Charakter zu verleihen.



Bei einem Film wie "Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft", der viele Elemente aus Science Fiction und Fantasy visualisiert, kommt den Spezial-Effekten eine herausragende Bedeutung zu. Dabei griffen die Filmemacher gleich auf drei Firmen zurück, die sich jeweils in verschiedenen Bereichen der Branche einen Namen gemacht hatten.

Den Großteil der FX erledigte "The Orphanage", die sich bereits in "Pirates of the Caribbean 2 und "Harry Potter 4" ihre Meriten verdient hatten. In "Rising Sun Pictures" fand man einen weiteren Partner, der wegen seiner Animationen bei "Batman Begins" und "Superman Returns" für die Szene mit der Spinne prädestiniert schien. Die Einstellungen an der Brücke schließlich wurden von "Gentle Giant Studios" bearbeitet, deren Arbeit sich in "X-Men 3" und "Die Chroniken von Narnia" bewährt hatten.



Die Effekte  


Auf der Suche nach der Wahrheit
Auf der Suche nach der Wahrheit

  Die Musik


Familie Wilder in Bedrängnis
Familie Wilder in Bedrängnis

Die Filmmusik stammt aus der Feder von Howard Shore, einem der - mit über hundert Filmen meistbeschäftigten und höchstdekorierten Score-Komponisten Hollywoods. Gleich drei Oscars brachten ihm Teil 1 und 3 von "Der Herr der Ringe" ein, der dritte Teil war zudem für zwei Golden Globes gut, ebenso der Soundtrack zu "Aviator".

Die Auskoppelung "Hello (I Love You)" steuerte das ehemalige Pink-Floyd-Mitglied Roger Waters bei. Der Rock-Veteran meint dazu: "Zusammen haben wir ein Lied entwickelt, das den Themen des Films gerecht wird: Dem Konflikt zwischen den besten und den schlimmsten menschlichen Instinkten, und wie die Unschuld eines Kindes über alles triumphiert."

Zusammen mit Waters war auch mit James Guthrie der Produzent von Pink Floyd beteiligt, ebenso wie der frühere Schlagzeuger von Eric Clapton, Steve Gadd, und David Bowies Gittarist Gerry Leonard. Auch die 6-jährige Hauptdarstellerin Rhiannon Leigh Wryn war an der Musik beteiligt: Sie singt gemeinsam mit Roger Waters den Refrain von "Hello".



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft" in der Regie von Robert Shaye liefen am 09.08.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

The Dixie Chicks: Shut Up and Sing
Dokumentation, USA, 2006

Reine Geschmacksache
Komödie, Deutschland, 2007

Ich glaub, ich lieb meine Frau
Komödie, USA, 2007

Half Moon
Drama, Iran, Irak, Frankreich, Österreich, 2006

Evan Allmächtig
Fantasykomödie, USA, 2007

Angel - Ein Leben wie im Traum
Liebesdrama, England, Belgien, Frankreich, 2007

10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen
Abenteuer-Komödie, Australien, 2006

Ebenfalls im Kino 




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