"Als ich mit Hugh wegen des Filmprojekts ins Gespräch kam, sagte er mir gleich, dass er kein einziges Musikinstrument spielen und weder singen noch tanzen kann", verrät der Marc Lawrence.
"In diesem Moment wurde mir klar, dass ich ihm jetzt erst recht eine musikalische Rolle auf den Leib schreiben und ihn zwingen musste, all das vor der Kamera zu absolvieren. Er hat sich dabei verdammt abgemüht – natürlich hasst er mich bis aufs Blut, weil ich ihm das zugemutet habe", lacht Lawrence. "Aber er fügte sich den unzähligen Gesangs-, Klavier- und Tanzstunden. Und ich muss zugeben, dass er sich wirklich bewährt hat. Hughs Arbeitsdisziplin ist einfach unglaublich."
"Als ich die Alex-Rolle annahm, konnte ich weder singen noch ein Instrument spielen. Als Neunjähriger hatte ich mal ein Jahr lang Klavierunterricht bei Andrew Lloyd Webbers Mutter gehabt, aber dann warf ich das Handtuch", jammert Hugh Grant. "Doch jetzt engagierten sie Spitzenkräfte, um mich musikalisch auf Vordermann zu bringen, und im Lauf der Zeit machte mir das sogar richtig Spaß. Mir war nicht klar, wie beruhigend das Klavierspielen wirken kann. Auch nach langen Arbeitstagen setzte ich mich ans Klavier und spielte und sang bis tief in die Nacht. Schließlich fand ich meine Stimme wirklich göttlich – aber mit dieser Meinung war ich allein auf weiter Flur."
Michael Rafter wurde als Gesangs- und Klavierlehrer für den Film engagiert – er brachte den Schauspielern das Singen bei: "Zunächst konzentrierte ich mich mit Hugh auf seine Stimme", sagt Rafter. "Nach ein oder zwei Wochen habe ich ihm dann die Grundbegriffe des Klavierspielens beigebracht. In früheren Filmen musste er am Klavier schon mal so tun, als ob er spielte. Aber für diesen Film hat er regelrecht spielen gelernt. Tatsächlich spielt er den gesamten Song 'Don´t Write Me Off' auf der Bühne vor Tausenden von Filmstatisten."
"Er war regelrecht besessen", berichtet Rafter, "Nachts hat er stundenlang geübt, und als er dann morgens erschien, sagte er: 'OK - zeig mir jetzt die nächsten beiden Takte.'"