1964, kurz nachdem die Beatles ihren Durchbruch in der internationalen Popmusik geschafft hatten, und zu einer Zeit, als der Kalte Krieg brodelte, gründeten fünf in Deutschland stationierte US-Soldaten eine Popband, die sie "The Five Torquays" nannten. Kurz darauf wurden sie aus der Armee entlassen und änderten Auftritt, Outfit und Image radikal: Sie scherten sich Tonsuren, trugen schwarze Kleidung mit Galgenstricken anstelle von Krawatten und spielten eine Musik, die so hart rockte wie keine andere Band der 1960er Jahre.
Mit einem Beat, der als Vorläufer des Punks durchgehen kann und antimilitaristischen, dadaistischen Texten starteten sie im Hamburger Top Ten Club. 1966 veröffentlichten die Monks ihr einziges, durchgängig selbstkomponiertes Album "Black Monk Time", und im Juli des Jahres hatten sie einen Auftritt im "Beat Club" von Radio Bremen, wo sie drei Songs, "Boys are Boys," "Monk Chant" und "Oh How to Do Now" vortrugen. Danach tingelte das Quintett durchs Land, bevor sich die Band 1967 auflöste und die Ex-GIs nach Amerika zurückkehrten.
Über dreißig Jahre später gab es eine Wiedervereinigung: Seit 1999 traten die Veteranen in der ursprünglichen Formation wieder gemeinsam auf und erhielten nun auch in ihrem Heimatland Aufmerksamkeit. Auch nach dem Tod von Drummer Roger Johnston im Jahr 2004 sind die Monks noch auf der Bühne aktiv.
Die Dokumentation "Monks - The Transatlantic Feedback" erzählt die Geschichte dieser einmaligen Popband. Lucia Palacios und Dietmar Post haben Archivmaterial zusammengetragen, begleiten die Rocker während ihrer neuzeitlichen Auftritte und lassen Freunde, Kollegen und Musikexperten zu Wort kommen. Darunter Jon Spencer von der Jon Spencer Blues Explosion, der den Monks bescheinigt, echte Rocker zu sein: hart, ehrlich und verrückt.
Der Allround-Künstler Charles Wilp sieht gar Gemeinsamkeiten zu Herbert von Karajan, während Rudi Protrudi von den Fuzztones konstatiert, dass die Monks für die Avangarde sehr wichtig waren. Desweiteren äußern sich Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen sowie Thomas Meinecke von der Freiwilligen Selbstkontrolle, der die Monks mit Velvet Underground vergleicht.