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Monks - The Transatlantic Feedback

Deutschland, USA, Spanien, 2006
Musik-Dokumentation

Originaltitel
Monks - The Transatlantic Feedback

Kino-Start
04.10.2007

Regie
Lucia Palacios, Dietmar Post

Darsteller
Gary Burger (Sänger, Gitarre), Larry Clark (Keyboard), Dave Day (Banjo, Gitarre), Roger Johnston (Percussion), Eddie Shaw (Bass), Charles Wilp (Werbefachmann), Jimmy Bowien (Produzent der Polydor), Gerd Henjes (Toningenieur der Polydor), Wolfgang Gluszczewski (Tourmanager der Monks), Joachim Irmler (Faust), Jon Spencer (Blues Explosion), Byron Coley (Autor des Spin Magazine), Genesis P-Orridge (Psychic TV), Peter Zaremba (Fleshtones), Rudi Protrudi (Fuzztones), Schorsch Kamerun (Goldene Zitronen), Thomas Meinecke (FSK)
Monks - The Transatlantic Feedback - Kinoplakat
Sie waren die selbsternannten Anti-Beatles, echte Krautrocker und werden von vielen als Pioniere von Punk, Heavy Metal, Industrial und Techno angesehen. In der Musik-Doku "Monks - The Transatlantic Feedback" stellen Lucia Palacios und Dietmar Post die Geschichte einer Band vor, die in den 1960ern die Musikszene bereicherte und nach über dreißig Jahren eine bemerkenswerte Reunion feierte.

1964, kurz nachdem die Beatles ihren Durchbruch in der internationalen Popmusik geschafft hatten, und zu einer Zeit, als der Kalte Krieg brodelte, gründeten fünf in Deutschland stationierte US-Soldaten eine Popband, die sie "The Five Torquays" nannten. Kurz darauf wurden sie aus der Armee entlassen und änderten Auftritt, Outfit und Image radikal: Sie scherten sich Tonsuren, trugen schwarze Kleidung mit Galgenstricken anstelle von Krawatten und spielten eine Musik, die so hart rockte wie keine andere Band der 1960er Jahre.

Mit einem Beat, der als Vorläufer des Punks durchgehen kann und antimilitaristischen, dadaistischen Texten starteten sie im Hamburger Top Ten Club. 1966 veröffentlichten die Monks ihr einziges, durchgängig selbstkomponiertes Album "Black Monk Time", und im Juli des Jahres hatten sie einen Auftritt im "Beat Club" von Radio Bremen, wo sie drei Songs, "Boys are Boys," "Monk Chant" und "Oh How to Do Now" vortrugen. Danach tingelte das Quintett durchs Land, bevor sich die Band 1967 auflöste und die Ex-GIs nach Amerika zurückkehrten.

Über dreißig Jahre später gab es eine Wiedervereinigung: Seit 1999 traten die Veteranen in der ursprünglichen Formation wieder gemeinsam auf und erhielten nun auch in ihrem Heimatland Aufmerksamkeit. Auch nach dem Tod von Drummer Roger Johnston im Jahr 2004 sind die Monks noch auf der Bühne aktiv.

Die Dokumentation "Monks - The Transatlantic Feedback" erzählt die Geschichte dieser einmaligen Popband. Lucia Palacios und Dietmar Post haben Archivmaterial zusammengetragen, begleiten die Rocker während ihrer neuzeitlichen Auftritte und lassen Freunde, Kollegen und Musikexperten zu Wort kommen. Darunter Jon Spencer von der Jon Spencer Blues Explosion, der den Monks bescheinigt, echte Rocker zu sein: hart, ehrlich und verrückt.

Der Allround-Künstler Charles Wilp sieht gar Gemeinsamkeiten zu Herbert von Karajan, während Rudi Protrudi von den Fuzztones konstatiert, dass die Monks für die Avangarde sehr wichtig waren. Desweiteren äußern sich Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen sowie Thomas Meinecke von der Freiwilligen Selbstkontrolle, der die Monks mit Velvet Underground vergleicht.



Film-Inhalt  


Image ist alles: Die Monks beim Friseur 1966
Image ist alles: Die Monks beim Friseur 1966


  Aus den Liner Notes zu "Black Monk Time"


Offiziele Promo-Postkarte vom Januar 1966
Offiziele Promo-Postkarte vom Januar 1966

Das Raster von Sonnenlicht bebt in der Anlage. Lies weiter! Es ist Monk-Zeit - es ist Tanz-Zeit. Lies das nicht. Wir sagten: Lies das nicht. Lass die Saphire in die Rillen gleiten. Was ist Beat? Was ist Beat heute? und was ist Über-Beat? Und wer, zur Hölle, wird die heiße und kalte Welt von morgen schmelzen?

Höre, wie Roger hämmert, Gary zupft, Dave schlägt. Und Eddie träumt von einer Höllenpartie auf der Bass-Gitarre. Und Larry fingert an den Tasten von Übermorgen. Die Monks glauben an gar nichts. Die Monks glauben, dass alles möglich ist. Die Monks geben alles. Worte sind die Entwürfe der Lüge. Warum produzieren die Monks ihre eigenen Worte - für das Ende des Tages, wenn der Mond scheint - bis eine Welt in eine andere führt.

Hör nicht zu. Zähl von Neun bis zum Abheben, dann schwimm in den urzeitlichen Wald der Großstadt. Schwarze Scheiben spiegeln bunt schillernde, schimmernde Illusionen. Dieser schwarze Kreis hingegen bebt in der Ordnung unserer teuren Welt - Grundgütiger - das Experiment beginnt doch gerade erst. Wahrheit führt zur Gewohnheit. Lügen ist die Kunst, anderen zu gefallen. Die Monks ihrerseits, lieben...

Gary Burger spielt Gitarre und wurde in Minnesota geboren. Roger Johnston, ein Texaner, gibt seinen Drums zu tun. Chicago-Boy: Das ist Larry Clark - fingert verrückt an der Orgel, denn sein Vater war kein Gangster, sondern Priester. Und Dave Day hat mehr als ein Banjo und mehr als ein Mikrophon in jedes eingebaut. Er behauptet, dass er in Washington geboren ist. Und Eddie Shaw, der aus Kalifornien grüßt, bearbeitet seine Bassgitarre nach Belieben!



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Monks - The Transatlantic Feedback" in der Regie von Lucia Palacios, Dietmar Post liefen am 04.10.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Superbad
Komödie, USA, 2007

Still Life
Liebesdrama, China, 2006

Stellungswechsel
Komödie, Deutschland, 2007

Ratatouille - Rattenscharf serviert
Animation, USA, 2006

Prinzessin
Drama, Deutschland, 2006

Planet Terror
SciFi-Horror, USA, 2007

Lady Chatterley
Liebesdrama, Frankreich, 2006

Immer nie am Meer
Psycho-Groteske, Österreich, 2007

Geliebte Jane
Romantik-Drama, Irland, 2007

Anderland
Drama, Norwegen, 2006

Ebenfalls im Kino 




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