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Monster House

USA, 2006
Animation, 91 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Monster House

Kino-Start
24.08.2006

Regie
Gil Kenan

Monster House - Kinoplakat
Spuk- und Horrorhäuser haben eine lange Tradition im Kino. Verbotene Räume und seltsame Bewohner haben von je her die Neugier und Phantasie der Zuschauer erregt. Vorliegend geht es aber nicht um blankes Entsetzen, sondern um eine familientaugliche Animationskomödie, produziert von zwei Oscar-prämierten Regisseuren: Steven Spielberg und Robert Zemeckis.

Der 12jährige DJ (deutscher Sprecher Maximilian Artajo) ist fest davon überzeugt, dass im Haus seines granteligen, stets schlecht gelaunten Nachbarn Mr. Nebbercracker (Freimut Götsch) irgendetwas nicht stimmt. Seit Nebbercrackers Frau Constance (Evelyn Meyka) spurlos verschwunden ist, führt der schrullige, alte Mann ein Einsiedlerdarsein. DJ beobachtet ihn mit Fernrohr und Kamera, kann aber weder seine Eltern, die gerade einen Kurztripp ohne ihren Sprössling planen, noch seinen etwas tapsigen Freund Ketchup (Johannes Walenta) davon überzeugen, dass wirklich etwas unheimliches vorgeht.

Am nächsten Tag verreisen wie geplant DJs Eltern, und der Stepke steht jetzt unter Aufsicht der etwas herrischen Babysitterin Zee (Claudia Urbschat-Mingues). Nebbercracker wird nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus gebracht, und DJ bekommt einen mysteriösen Anruf aus Nebbercrackers Haus, obwohl es doch eigentlich leerstehen sollte.

Noch am gleichen Abend beschließen DJ und Ketchup der Sache auf den Grund zu gehen. Als sie sich ans Gebäude geschlichen haben, werden ihre schlimmsten Befürchtungen wahr: Das Haus lebt! Und es trachtet den beiden nach dem Leben. Nur mit knapper Not gelingt ihnen die Flucht.

DJ und Ketchup - mitlerweile verstärkt durch Freundin Jenny (Viktoria Frenz) - informieren die Polizei, die ihnen jedoch wenig Glauben schenkt. Einzig Pizza-Bäcker Skull (Michael Iwannek) kann zur Aufklärung des Mysteriums einige Gerüchte beitragen: Die Villa könne von menschlichen Seelen besessen sein, so meint er. Is es also Nebbercarckers verschwundene Frau, die hier spukt? Oder hält das Haus ihre Seele gefangen?

Als das Haus erst Zees Freund Punk (Daniel Fehlow), dann einen Nachbarshund und schließlich auch noch zwei ungläubige Polizisten verschlingt, gehen DJ, Ketchup und Jenny zum Angrff über...



Film-Inhalt  


DJ ist sich sicher: Im Monster Haus stimmt etwas nicht
DJ ist sich sicher: Im Monster Haus stimmt etwas nicht


  Film-Kritik


DJ macht zusammen mit seinem Kumpel Chowder eine ungeheuerliche Beobachtung
DJ macht zusammen mit seinem Kumpel Chowder eine ungeheuerliche Beobachtung

"Von dem Moment an, als es offiziell bei ImageMovers in die Entwicklung ging, dachte ich: Was für eine extreme clevere und total coole Idee", sagt Robert Zemeckis.

Sein Kollege, Produzent Steve Starkey ergänzt: "Dies war etwas Einzigartiges – familienfreundlich mit einer frischen, zeitgemäßen Attitüde. Unser Ziel war es, nicht nur eine Gruselgeschichte zu erzählen, sondern sie mit einer humorvollen Sensibilität aufzupeppen, die ältere und jüngere Zuschauer gleichermaßen anspricht."

Und eben dieses Konzept geht auf: "Monster House" bietet genug Spannung und Grusel, um die ältere Zielgruppe der 11- bis 14-jährigen zu fesseln, Dank der die Bilder relativierenden Animationstechnik wird auch die jüngere Zielgruppe der 6- bis 10-jährigen nicht überfordert, und Dank des durchgängigen, manchmal überraschend feinsinnigen Humors werden auch die begleitenden Eltern oder Großeltern nicht gelangweilt.



"Monster House wurde für die Motion-Capture-Technik entwickelt, weil die uns in die Lage versetzte, eine Geschichte aus einem Paralleluniversum zu erzählen", sagt der ausführende Produzent Jason Clark. "Die Zuschauer werden erkennen, dass sie in traditionellen Vorstadtstraßen in einer ganz normalen Nachbarschaft spielt, aber sie werden sie hoffentlich gleichzeitig so unwirklich finden, dass sie uns den dritten Akt abnehmen – wenn nämlich das Haus durch die Gegend wütet und die Kinder verfolgt."

Das Prinzip der Motion-Capture-Technik beruht darauf, dass menschliche Darsteller in einen Spezialanzug gesteckt werden, der diverse Markierungsmarken, wie z.B. weiße Bälle oder Leuchtdioden trägt. Die Bewegungen der Person - und damit der Markierungspunkte - werden von mehreren Kameras aufgezeichnet und sodann per Computer auf ein dreidimensionales Gittermodell - z.B. eine gezeichnete oder modellierte Figur übertragen. Die virtuelle Zeichentrickfigur bewegt sich also computergestützt in der gleichen Art und Weise wie ihr Darsteller in dem Spezialanzug. Dadurch wirken Bewegungen in Animationsfilmen ausgesprochen realtisch, und das Zeichnen von hunderten von Einzelbildern für einen einzigen Bewegungsablauf kann entfallen.

Dank dieser Technik konnte "Monster House" in nur 42 Tagen abgedreht werden, was nicht nur im Vergleich zu klassisch produzierten Animationsfilmen extrem schnell ist, sondern auch im Vergleich zu Live-Action-Filmen, die typische Produktionszeiten von um die 100 Drehtage haben.

Weil die ganze Schauspielerei innerhalb eines speziell für die Motion-Capture-Technik hergerichteten Studios stattfand, mussten die Requisiten, die auf der Leinwand auftauchen sollten, sehr sorgfältig geplant werden. "Wir haben die Sets und Requisiten zusammen mit dem Design-Team mit Software-Programmen wie Maya und Rhino so realistisch wie möglich gestaltet, als ob sie real für das Studio gebaut wurden", sagt der Produktionsdesigner Ed Verreaux.

"Wir fertigten Konstruktionszeichnungen an, um die Drahtgittermodelle zu errichten, mit denen die Schauspieler interagieren konnten. Wenn die Schauspieler zum Beispiel an einem Tisch sitzen sollten, brauchten sie etwas, auf das sie ihre Ellenbogen stützen und auf dem sie sitzen können – nur konnte es nicht massiv sein. Ein echter Tisch hätte die digitalen Kameras daran gehindert, alle Referenzpunkte auf den Körpern der Schauspieler zu erfassen. Also mussten Drahtgittermodelle her. Sie lebten buchstäblich in einer Welt aus Draht, und die wurde dann in die Geometrie des Rechners übertragen, die im Computer während der Post-Production dann massiv wurde."



Hintergrund  


Zusammen mit seinen Freunden Chowder und der neunmalklugen Jenny will DJ hinter das Geheimnis des
Zusammen mit seinen Freunden Chowder und der neunmalklugen Jenny will DJ hinter das Geheimnis des "Monster Hauses" kommen

► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Monster House" in der Regie von Gil Kenan liefen am 24.08.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Miami Vice
Action-Thriller, USA, 2006

Die Könige der Nutzholzgewinnung
Komödie, Deutschland, 2006

Der Freie Wille
Kriminal-Drama, Deutschland, 2006



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